Hotel-Neubau in Siegsdorf an der Breslauer Straße nur mit Satteldach möglich

Das Gelände des geplanten Hotelbaues im Gewerbegebiet an der Breslauer Straße südlich der A8 und östlich der Staatsstraße 2105.
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Das Gelände des geplanten Hotelbaues im Gewerbegebiet an der Breslauer Straße südlich der A8 und östlich der Staatsstraße 2105.

Auf dem letzten freien Grundstück im Gewerbegebiet an der Breslauerstraße möchte die WMM Immobilien GmbH aus Mindelheim ein Hotelgebäude in Modulbauweise erstellen und betreiben.

Siegsdorf – Der Neubau in Ziegel-Modulbauweise soll auf einer Länge von 65,26 Meter und einer Breite von 6,85 Meter in zwei Geschossen Raum für 31 Zimmer bieten und mit einem nach Süden abfallenden Pultdach ausgeführt werden. An der nordwestlichen Gebäudeecke ist noch ein aufgeständerter Schriftzug „TS Hotel“ geplant und zudem soll auf der Nordseite in Richtung der Autobahn neben den 31 Stellplätzen auch ein kleines Nebengebäude für die notwendigen Müllbehälter, ein Wäschelager und die Fahrräder entstehen. Der Bebauungsplan „Gewerbegebiet zwischen der Autobahn und der Königsberger Straße“ lässt ein solches Vorhaben zu, die Festsetzungen fordern jedoch die Ausführung des Gebäudes mit einem Satteldach.

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Für die geringfügige Überschreitung der Baugrenzen in die Anbauverbotszone zur Staatsstraße 2105 konnte das Einverständnis des Straßenbauamtes bereits eingeholt werden und auch die Anlage der erforderlichen 31 Stellplätze in der Anbauverbotszone der Autobahn A8 stellen kein Hindernis dar. Bauausschuss und Gemeinderat beharrten jedoch zwingend auf einer Ausführung mit einem Satteldach, analog aller bereits bestehenden Gewerbegebäude westlich der Breslauer Straße. Auch eine nachgereichte Begründung des Antragstellers zur Notwendigkeit eines Pultdaches konnte das Gremium nicht umstimmen. Gemeinderat Willi Geistanger (Grüne) forderte eine solche Dachform aus gestalterischen Gründen zwingend und sein Fraktionskollege Gerhard Gimpl hegte Befürchtungen über den notwendigen Bedarf einer solchen Nutzung, als neue Konkurrenz zu den bestehenden Beherbergungs-Betrieben.

Bürgermeister Thomas Kamm (UW) verwies noch einmal auf die Rechtmäßigkeit des Antrages hin. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag mit 20:1 zu, bei der Gegenstimme von Gerhard Gimpl (Bündnis 90/Die Grünen). Auf die Ausführung der Dachform als Satteldach besteht das Gremium aber weiterhin, die anderen Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes haben die Gemeinderäte akzeptiert. fkr

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