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Der lange Weg der Trauer

Hospizverein Prien erinnert an die Verstorbenen

Die Gedenkandacht in der Evangelischen Christuskirche leitete Pfarrer Johannes Sinn.
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Die Gedenkandacht in der Evangelischen Christuskirche leitete Pfarrer Johannes Sinn.
  • VonElisabeth Kirchner
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Pfarrer Johannes Sinn spricht in der Evangelischen Christuskirche in Prien tröstende Worte für die Angehörigen und würdigt die Arbeit der ehrenamtlichen Begleiter.

Prien – Zu Ehren der in 2019 bis 2022 Verstorbenen, die die Hospizgruppe Prien und Umgebung auf ihrem letzten Weg begleiten durfte, gab es auf Einladung des Hospizvereins eine ökumenische Gedenkandacht in der Evangelischen Christuskirche in Prien.

Aufgrund der Erkrankung von Pfarrerin Christine Wackerbarth übernahm kurzfristig Pfarrer Johannes Sinn die Andacht, der auch in der Kur- und Klinikseelsorge Bad Endorf und Simsseeklinik sowie im Chiemseee-Hospiz in Bernau tätig ist.

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Da coronabedingt in den vergangenen beiden Jahren keine Andacht gefeiert werden konnte, war es dem Hospizverein ein Anliegen, die Tradition der Gedenkandacht heuer wieder zu begehen.

„Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt. Betet für mich, damit mein Name ausgesprochen wird“. Diese tröstenden Worte zur Einleitung hatten die Hospizhelferinnen Bernadette Gerstl und Christine Krause-Sinn ausgesucht, deren Bedeutung Pfarrer Sinn später noch in einer kurzen Predigt vertiefte. Angehörige, die den Sterbenden begleiteten, seien „durch nichts und niemanden zu ersetzen.“ Es brauche Zeit, um über den Weggang eines geliebten Menschen hinwegzukommen. Der Trauerweg könne lang sein, das sei nicht nach dem sogenannten Trauerjahr vorbei: „Manches bleibt, manches wird leichter zu ertragen.“ Das Labyrinth, das draußen vor der Kirche angelegt sei, stelle sinnbildlich diesen Weg dar.

Eine Kerze für jeden, der gegangen ist

Für jeden der 46 Verstorbenen, die die ehrenamtlichen Helferinnen des Hospizvereins in den vergangenen beiden Jahren begleiten durften, entzündeten Gerstl und Krause-Sinn eine Kerze. Der Festakt wurde von feierlicher Orgelmusik umrahmt.

Der Leiter der Hospizgruppe Stefan Scheck betonte abschließend, dass es in verzweifelten Lebenssituationen nichts Wichtigeres gebe, als zuzuhören oder einfach da zu sein. Genau wie es auch das Motto der Hospizgruppe beschreibt: „Wir schenken Ihnen Zeit.“

Mehr Informationen über die Arbeit des Hospiz-Vereins unter www.hospiz-verein.de“. /iph

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