Holzknechtmuseum in der Laubau in Ruhpolding barrierefrei

Die Entwicklung der Holzknecht-Hütten ist auf dem Gelände des Holzknechtmuseums gut zu beobachten. Die sogenannte „einfache Hütte“ ist auf dem Foto die zweite von links. Giesen

Ruhpolding – Nach großem Umbau ist das Holzknechtmuseum in der Laubau seit Kurzem mit zwei Sonderausstellungen wieder geöffnet (wir berichteten).

Größte Baumaßnahme war der Einbau des Lifts, um das Museum gemäß den heutigen Anforderungen auch für Behinderte besser zugänglich zu machen. Noch hat der TÜV den neuen Lift nicht abgenommen, sodass die Besucher bisher auch für die Toiletten im Kellergeschoss noch auf die Treppen angewiesen sind.

Aufruf an dieBevölkerung

Seit Monaten laufen auch die Vorbereitungen für die neue Dauerausstellung über das Leben der Holzknechte. Die Eröffnung wird voraussichtlich im Frühjahr nächstes Jahr sein, wie die Leiterin des Museums, Dr. Ingeborg Schmid, informierte. Mehrfach wandte sie sich im Laufe der vergangenen Wochen an die Ruhpoldinger Bevölkerung mit der Bitte, alte Ausrüstungsgegenstände der Holzknechte wie Kleidung, Fotos oder selbst geschnitzte Löffel dem Museum zu überlassen. Gerade wegen der Corona-Maßnahmen ist ein Besuch des Freigeländes des Museums zu empfehlen. Zu besichtigen sind die verschiedenen Hütten, die von den Holzknechten im Wald als vorübergehende Unterkunft oder langfristige Behausung gebaut wurden. Erst vor wenigen Jahren wurde die sogenannte „einfache Hütte“ renoviert. Sie ist ein Blockbau mit Pultdach und ist in der Entwicklung der Hütten ein Mittelweg zwischen dem Rinden kobel und aufwendigeren Hütten mit gemauertem Ofen und Betten.

Sie wurde immer in der Nähe einer Quelle gebaut, wo die Holzknechte ihr Wasser holen konnten oder es mit Holz- oder Eisenrohren zum Brunnentrog leiteten. In der Mitte der Hütte befindet sich eine Feuerstelle mit Bänken und an der Seite ein mit Stroh aufgeschütteter Schlafplatz, die „Bograd“, wo etwa sechs Männer schlafen konnten. Schon die Gründungsväter des Museums, Forstdirektor Josef Demleitner, Altlandrat Leonhard Schmucker und Regierungsbaumeister Anton Zeller, legten besonderen Wert auf die Präsenta tion der Entwicklungsstufe der Hütten. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Montag geschlossen. gi

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