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Als Bayern sich neu sortiert hat

Holzhausen wird 1972 nach Bergen und Grabenstätt eingemeindet

Vor dem ehemaligen Rathaus von Holzhausen steht der frühere Feuerwehrkommandant Franz Holzhauser.
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Vor dem ehemaligen Rathaus von Holzhausen steht der frühere Feuerwehrkommandant Franz Holzhauser.

Im Zuge der Gebietsreform vor 50 Jahren wurde Holzhausen nach Bergen und Grabenstätt eingemeindet. Ein Blick zurück veranschaulicht die damaligen Geschehnisse.

Bergen – Im Zuge der großen Gebietsreform vor 50 Jahren hörte die Gemeinde Holzhausen auf, eigenständig zu sein. Gleichzeitig vergrößerten sich die Gemeinden Bergen und Grabenstätt.

Anfang Dezember 1971 teilte die Regierung von Oberbayern dem damaligen Bürgermeister von Holzhausen Alois Klauser mit, dass die Gemeinde am 1. Januar 1972 aufgelöst wird. Vorausgegangen war Ende März 1971 eine Abstimmung im Gemeinderat von Holzhausen. Die Räte votierten geschlossen dafür, die Gemeinde aufzulösen und mit Bergen und Grabenstätt zusammenzulegen. Im Gespräch war auch eine Zusammenlegung mit Vachendorf, wurde aber verworfen.

341 Einwohner geben ihre Stimme ab

Der Gemeinderat Bergen stimmte für die Eingemeindung „von noch näher zu bestimmenden Teilen“ von Holzhausen. Im Juni 1971 gab es für Holzhausener Bürger eine Abstimmung. Von 502 Wahlberechtigten gaben 341 Einwohner ihre Stimme ab. Große Mehrheit fand folgende Aufteilung: Bernhaupten, Enthal, Hautzenbichl, Holzhausen, Irlach, Kaltenbrunn, Kronberg, Leiten, Rumgraben und Schlipfing sollten in die Gemeinde Bergen eingegliedert werden. Eckering, Höring, Wolferting und Zeiering kamen zu Grabenstätt.

Das Ergebnis wurde nach einstimmigem Beschluss des Holzhausener Rates im September 1971 dem Landratsamt Traunstein beziehungsweise der Regierung von Oberbayern mitgeteilt. Außerdem wurden Regelungen hinsichtlich des Personals, der Kanalangelegenheiten, der Feuerwehr et cetera getroffen. Die Regierung von Oberbayern stimmte zu. 756 Bürger kamen im Januar 1972 zu Bergen, zu Grabenstätt kamen 113 Bürger.

Feuerwehr Holzhausen besteht weiter

Laut Josef Gehmacher, ab Mai 1972 Bürgermeister von Bergen, war die Gebietsreform im Gemeinderat nicht das ganz große Thema. Aber, so Gehmacher, das Zusammenwachsen sei ihm ein zentrales Anliegen gewesen. Franz Holzhauser, ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Holzhausen, sei immer wichtig gewesen, dass die Feuerwehr Holzhausen weiter besteht.

Bergens Bürgermeister Stefan Schneider sieht das jetzige Verhältnis ganz entspannt: „Wenn Gespräche zu Holzhausener Angelegenheiten anstehen, dann halten die Holzhausener immer zusammen. Auch sind sie stark mit ihren alten Ortsteilen verbunden – mir gefällt das. Beispielhaft dafür stehen für mich die zwei Maibäume in Holzhausen und in Bernhaupten.“

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In Erinnerung an alte Zeiten gibt es nach wie vor den „Flori-Club“. „Noch immer treffen sich mehrmals im Jahr ‚Alt-Holzhausener‘ aus fast allen Ortsteilen der alten Gemeinde Holzhausen zu Ausflügen und Feiern“, informiert der Vorsitzende des Clubs Rudi Steiner.

re/CLH

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