Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Bayern im Hochzeitsfieber

Hochzeitsmagnet Chiemsee: Bei wem die Trauung am Bayerischen Meer besonders beliebt ist

Ein junges Pärchen küsst sich am 13.03.2017 auf einem Steg am Chiemsee in Seebruck (Bayern).
+
Ein junges Pärchen küsst sich am 13.03.2017 auf einem Steg am Chiemsee in Seebruck (Symbolfoto).
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
    schließen

Besonders viele Hochzeitswillige scheint es heuer in Bayern zu geben. Denn viele Standesämter sind inzwischen ausgebucht. Auch der Chiemsee mit seinen Inseln bleibt ein beliebtes Ziel für Brautpaare. Doch wie steht es um den Andrang bei den Anrainergemeinden zum Bayerischen Meer?

Bernau/Breitbrunn – Es mag wohl die Coronapandemie mit ihren Beschränkungen gewesen sein, welche zu einem gewissen Hochzeitsstau im vergangenen Jahr gesorgt hat. Umso größer ist der Nachholbedarf heuer: Das verzeichnet zumindest die Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn, in der sich neben der gleichnamigen Kommune auch die Gemeinde Gstadt und die Inselgemeinde Chiemsee mit Herren- und Fraueninsel zusammengeschlossen haben. Hier ist Albert Schiffbänker Standesbeamter.

Ein Drittel mehr Anmeldungen

Und er kann den Trend, dass sich Paare um Hochzeitstermine in seiner Verwaltung reißen, nur bestätigen. „Wir haben fast keine Termine mehr frei, und die Anfragen reichen schon bis ins kommende Frühjahr“, sagt Schiffbänker. Was wohl auch daran liegt, dass Vermählungen auf Herren- und Fraueninsel besonders beliebt sind, wenn es darum geht, den Bund fürs Leben einzugehen.

Ein Drittel mehr Anmeldungen als im vergangenen Jahr kann der Standesbeamte bereits verzeichnen. Rund 200 Trauungen nehme die Verwaltungsgemeinschaft pro Jahr üblicherweise vor, auf den Chiemseeinseln üblicherweise am Freitag. Fünf Brautpaare werden meist kurz vorm Wochenende jeweils getraut. Inzwischen müsse das Standesamt der Gemeinde Interessenten immer wieder vertrösten.

Viele Auswärtige lassen sich am Chiemsee trauen

Aber die Ehe-Aspiranten zeigten häufig Verständnis, wie der Standesbeamte versichert. Wer sich für das kommende Jahr Termine in der Verwaltungsgemeinschaft sichern will, muss noch ein wenig Geduld mitbringen. Erst ab November will man damit beginnen, die Trauungen ab dem Frühjahr festzuzurren.

Ein anderes Bild zeichnet sich hingegen in der Gemeinde Bernau ab. Hier kann Standesbeamtin Christina Gastgeiger nicht gerade behaupten, dass Brautpaare ihre Türe einrennen. Wenngleich: „Der Chiemsee lockt schon“, sagt Gasteiger. Gerade Auswärtige seien es, die sich am Bayerischen Meer trauen lassen. Doch in Bernau scheinen die Zahlen eher rückläufig zu sein. 25 Trauungen habe sie heuer schon vornehmen können. Im vergangenen Jahr seien es zur gleichen Zeit schon 37 gewesen. 50 Paare würden im Schnitt pro Jahr im Bernau getraut.

Auch für Kurzentschlossene

Und auch für die kommenden Monate sind bei der Standesbeamtin noch Termine für Heiratswillige zu haben. Denn für den Oktober hat Gasteiger erst zwei Paare für eine Eheschließung vermerkt. Die Monate November und Dezember seien noch komplett frei.

Selbst Kurzentschlossene hätten die Chance, in Bernau zeitnah einen Termin für ihre Trauung zu bekommen. Sind beide deutsche Staatsangehörige, sei eine Hochzeit binnen 14 Tage möglich, wenn alle Unterlagen vorliegen: Beglaubigte Abschriften aus dem Geburtsregister wie auch eine aktuelle Meldebescheinigung und bei Geschiedenen Dokumente über die vorangegangenen Ehen sind dazu nötig.

Auch bei EU-Bürgern gestalte sich der Weg bis zum staatlichen Treueschwur noch einigermaßen einfach. Komplizierter werde es, bei Ausländern jenseits der Unions-Grenzen. Hier sollten die zu Vermählenden mehr Geduld mitbringen, denn vorangestellt sei erfahrungsgemäß ein langer bürokratischer Aufwand, bis alle hierfür notwendigen Dokumente vorliegen.

Kommentare