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„Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung“

Probleme mit dem Schmierfett beeinträchtigen Betrieb der Hochfelln-Seilbahn

Mitarbeiter der Hochfelln-Seilbahn sind in luftiger Höhe auf den Stützen damit beschäftigt die Tragseile zu reinigen, zu schleifen und zu fetten.
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Mitarbeiter der Hochfelln-Seilbahn sind in luftiger Höhe auf den Stützen damit beschäftigt die Tragseile zu reinigen, zu schleifen und zu fetten.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Nach wie vor ist das Problem, wie es mit dem Betrieb der Hochfelln-Seilbahn weitergeht, ungelöst. „Wir arbeiten unter Hochdruck“, sagte Wolfgang Helldobler, Marketingchef der Seilbahn und Leiter der Tourist-Info in Bergen.

Bergen – Seit Mitte Juni gab es aufgrund der Temperaturen Probleme mit dem Schmierstoff, sodass die Bahn ungleichmäßig ruckelte.

„Wir verwenden temperaturbedingt im Sommer ein anderes Fett als im Winter“, erläutert Betriebsleiter Gunther Brandies. Aufgrund einer EU-Verordnung dürfe der bisher im Sommer verwendete Schmierstoff nicht mehr verwendet werden. Helldobler vermutet, dass dabei möglicherweise der Bleigehalt eine Rolle spielt.

Da der bisherige Hersteller die Rezeptur nicht offenlege, arbeite man zusammen mit Spezialisten, Schmierstoffherstellern und dem Tragseillieferanten an einer Lösung. Die Sicherheit der Fahrgäste habe dabei oberste Priorität. „Wir haben bereits das achte Fett ausprobiert, aber immer noch keine zufriedenstellende Lösung“, sagt Helldobler.

Zusätzliche Probleme erschweren Situation

Für die Mitarbeiter bedeute die Situation eine extreme Arbeitsbelastung. Bei den Temperaturen mussten sie auf den Stützen die Tragseile reinigen, schleifen und fetten. „Die Problematik betrifft vor allem den unteren Bereich der Hochfelln-Seilbahn, weil hier konstruktionsbedingt ein sehr hoher Auflagedruck auf die Tragseilschuhe der Stützmasten einwirkt“, sagt Brandies. Dadurch lasse sich die Situation bei der Suche nach dem passenden Fett auch nicht ohne Weiteres auf andere Seilbahnen übertragen. Sogar mit Spezialisten der Zugspitzseilbahn sei man auf der Suche nach Lösungen in Kontakt getreten.

Für Helldobler kommt die Problematik „zur absoluten Unzeit“. Konzerte zum Jubiläum des 50-jährigen Bestehens mussten bereits in den Kurpark verlegt werden. Viele Besucher und Fahrgäste würden mit Unverständnis reagieren.

Einnahmen gehen verloren

Nicht zuletzt mache der tägliche Einnahmeausfall während der Hochsaison eine vierstellige Summe aus. An Spitzentagen würden mit der Hochfelln-Seilbahn bis zu 1000 Personen befördert. Aktuell versuche man, mit einem Ablegen der Seile der Lösung näher zu kommen, erläutert Betriebsleiter Brandies. Helldobler hofft, dass die Seilbahn spätestens Ende Juli oder Anfang August wieder einsatzbereit ist.

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„Man könnte fast den Eindruck haben, dass sich die Geschichte massiver Probleme nach den Verzögerungen beim Bau und dem Konkurs 1976 im aktuellen Jubiläumsjahr wiederholt“, so Helldobler. Trotzdem sei für ihn die Hochfelln-Seilbahn insgesamt gesehen „ein großer Gewinn für die ganze Region“.

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