Herrenchiemsee: Traditionelle Schleppjagd mit Hubert Aiwanger

Kein Verzicht auf das traditionelle Ereignis: Pater Gabriel Anton, Andrea Wittmann, Toni Wiedemann, Bürgermeister Andreas Krämmer, Stellvertrentender Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Ester Höhn (von links).
+
Kein Verzicht auf das traditionelle Ereignis: Pater Gabriel Anton, Andrea Wittmann, Toni Wiedemann, Bürgermeister Andreas Krämmer, Stellvertrentender Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Ester Höhn (von links).

Jedes Jahr im Herbst jagen die Reiter im Herbst auf Herrenchiemsee. Trotz der Corona-Pandemie nahmen auch in diesem Jahr 25 Reiter an dem Ereignis teil. Mit dabei: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Herrenchiemsee – Der Jagdherrschaft Esther Höhn und Josef Ettenhuber war es ein großes Anliegen, dass die 63. traditionelle Herbstjagd in diesem Jahr wegen Corona nicht gänzlich abgesagt wird.

Geritten wurde zum 31. Mal in Folge hinter den Hunden des Schleppjagdverins von Bayern. e.V. Die Planung der Jagd erfolgte in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Rosenheim über ein Hygiene- und Schutzkonzept und mit Konstantin Buchner, Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee. Die Schirmherrschaft hatte Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) übernommen und wohnte dem Jagdereignis auf geschichtsträchtigem Boden persönlich bei.

25 Reiter, 25 Hunde, 21 Hindernisse

Aiwanger und Armin Krämmer, Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee, richteten beim Stelldichein herzliche Grußworte an die Jagdgesellschaft, wünschten den Teilnehmern eine schöne und unfallfreie Jagd und machten sich nach Segnung der Pferde, Hunde und Reiter durch Pater Gabriel Anton aus Chieming zu Fuß auf den Weg über die Königsinsel, um das Jagdeschehen mitzuerleben.

Lesen Sie auch:Sanierung der Alzbrücke in Seebruck verschoben auf Herbst 2021 – wohin mit dem Lastverkehr?

Zum Hygiene-Konzept der Phantomjagd auf öffentlich zugänglichem Raum sicherten zwei berittene Polizisten der Reiterstaffel Rosenheim gemeinsam mit Kollegen der Polizeiinspektion Prien das Jagdfeld und trennten es von den Inselbesuchern. In diesem Jahr verzichteten die Organisatoren wegen der Pandemie auf Zuschauer, Besucherführung und Kutschen.

Gäste von Norderney bis Österreich

25 geladene und erfahrene Inseljagd-Reiter, darunter Gäste aus Österreich, der Schweiz und von der Insel Norderney, die Equipage, 35 Hunde des Schleppjagdvereins von Bayern sowie 10 Jagdhornbläser aus dem Chiemgau bildeten den vorher festgelegten Rahmen der Jagd. Die Jagdstrecke betrug 20 Kilometer. Dabei waren 21 Hindernisse in sieben Schleppen zu überwinden, wobei die Teilnehmer nur in einem springendem Jagdfeld ritten.

Lesen Sie auch:Acht Verletzte bei Unfall auf der A8 bei Grabenstätt

„Alles in allem eine gelungene, sportliche, unvergessliche Jagd im Coronajahr 2020 und lauter glückliche Gesichter beim Halali auf der Avenue hinter dem neuen Schloss“, sagte Jagdherrin Esther Höhn. Es sei keine einfache Entscheidung der Jagdherrschaft gewesen, die 63. Jagd „traditionell“ statt „groß“ zu veranstalten und somit die Tradition insgesamt aufrecht zu halten. Höhn fügte noch hinzu: „Glück im Unglück hatten wir, dass wir die Fähre der Fraueninsel zur Verfügung gestellt bekamen, als zwei Tage vor der Jagd die Fähre der Schlösser- und Seenverwaltung fahruntüchtig wurde.“ Dies sei die letzte Hürde vor der Jagd gewesen.

Was kommt 2021?

Ihr besonderer Danke gelte Krämmer für seine unkomplizierte Kooperation. „In einem „Nicht-Coronajahr“ mit einem Jagdfeld von 65 Pferden hätten wir aufgrund der Kapazität der Fraueninselfähre die Jagd oder zwei Drittel der Jagdreiter absagen müssen. Diese Erfahrung werden wir sicherlich in unsere Planung für 2021 mit einbeziehen“, sagte Höhn. hoe

Kommentare