"Helmut Feil ein Antreiber und Motor"

Mit dem goldenen Gauehrenzeichen für seine Verdienste als Trachtler wurde Franz Haßlberger (Bild links, links) vom Gebietsvertreter des Gauverbandes I, Alfred Gehmacher, geehrt. Der alte und der neue Erste Vorstand des Trachtenvereins "D‘Miesenbacher" (Bild rechts): Hermann Feil (links) und Anton Senoner.  Fotos Giesen
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Mit dem goldenen Gauehrenzeichen für seine Verdienste als Trachtler wurde Franz Haßlberger (Bild links, links) vom Gebietsvertreter des Gauverbandes I, Alfred Gehmacher, geehrt. Der alte und der neue Erste Vorstand des Trachtenvereins "D‘Miesenbacher" (Bild rechts): Hermann Feil (links) und Anton Senoner. Fotos Giesen

Anton Senoner ist neuer Vorstand des Ruhpoldinger Trachtenvereins "D‘Miesenbacher", nachdem sich Hermann Feil nach 17 Jahren als Erster Vorstand nicht mehr zur Verfügung stellte. Unter Wahlleitung von Bürgermeister Claus Pichler, der mit Andreas Hallweger und Ludwig Schuhbeck den Wahlausschuss bildete, wurde Senoner einstimmig per Akklamation gewählt, nachdem sich die ebenso vorgeschlagenen Kandidaten Brigitte Feil, Andreas Hallweger und Anton Mayer nicht zur Kandidatur bereit erklärten.

Ruhpolding - Einstimmig wurden auch die beiden stellvertretenden Vorstände Ernst Meisl und Dominik Zeller in ihren Ämtern bestätigt. Werner Schwaiger trat nach neun Jahren als Schriftführer nicht mehr zur Wahl an, so dass Rita Reiter zur neuen Schrift-führerin in einem Dreierteam mit Maria und Hermann Hipf gewählt wurde. Neuer Kassier ist Franz Bichler, nachdem Christina Zeller nach neun Jahren in dem Amt nicht mehr kandidierte. Dem Ausschuss gehören neu Isidor Haas, Hans Steinbacher und Kajetan Mainwolf junior an. Vertrauensleute sind Hans Geier, Hans Hallweger und Bernhard Braun, Kassenprüfer bleiben Mi-chael Mayer senior und Christian Hallweger.

Eine Laudatio auf die erfolgreiche, insgesamt 28 Jahre währende ehrenamtliche Arbeit von Hermann Feil bei den Miesenbachern hielt Andreas Hallweger. Er und die beiden Stellvertreter Ernst Meisl und Dominik Zeller seien "die bestimmenden Größen" im Verein gewesen, Hermann Feil stets "Antreiber und Motor", mit dem die Miesenbacher auch neue Wege wie zum Beispiel beim Gaufest im letzten Jahr gegangen seien.

Das große Gaufest des Gauverbands I in 2014, das der Trachtenverein "D‘Miesenbacher" ausgerichtet hatte, war während der gesamten Versammlung immer wieder Thema. Der Erste Vorsitzende Hermann Feil ging in seinem Jahresbericht neben dem Hinweis auf zahlreiche Veranstaltungen auch auf die Kritik verschiedener traditioneller Trachtler an den Auftritten der in Lederhosen, aber barfuß auftretenden Band "LaBrassBanda" und der ebenso unkonventionellen österreichischen Band Seer beim Gaufest in Ruhpolding ein (wir berichteten).

Otto Dufter, der sich auch bei den Brauchtumsveranstaltungen beim Gaufest habe sehen lassen, dürfe kritisieren, sagte Feil. Viele andere aus dem Bayerischen Trachtenverband aber hätten nur Kritik geübt, ohne einmal vor Ort gewesen zu sein. Er vermisse eine offene, kontroverse Diskussion, sagte Feil, und gab dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Gauverbands I, Max Reitner, recht, der gesagt habe, "wir müssen aufpassen, wo wir uns hinbewegen". Im Gauverband brauche man keine Aufpasser für die Vereine und "keine weiteren Regeln", so Feil. In Ruhpolding sei man mit Großveranstaltungen aufgewachsen und habe auch bei diesem letztlich erfolgreichen Gaufest das gesamte Risiko getragen.

Es habe sehr viele positive Stimmen gegeben, sagte der Vorsitzende und mahnte dringend eine Gaufestvereinbarung an, die zwischen Gauverband und dem jeweiligen ausrichtenden Verein geschlossen werden müsse. "Ein gesunder Austausch muss sein", schloss Feil und bedankte sich für "erlebnisreiche, unter dem Strich schöne 17 Jahre" als Erster Vorstand.

Alfred Gehmacher, Gebietsvertreter Traunstein für den Gauverband I, antwortete unter dem Motto "im letzten Jahr hat sich was g‘rührt" auf Hermann Feils Kritik an Stimmen im Gauverband bezüglich des Gautrachtenfestes. Im Gauverband gebe es unterschiedliche Veranstaltungen und Meinungen, was man akzeptieren müsse. Seit einigen Wochen würden sich fünf Leute im Gauverband darum kümmern, dass eine Gaufestvereinbarung für die Zukunft entworfen werde.

Das kürzlich eingeweihte Trachtenkulturzentrum in Holzhausen bezeichnete Gehmacher als Erfolgsgeschichte, auch weil dank der Tausenden von freiwilligen Arbeitsstunden kein Euro Schulden übrig geblieben sei.

Mit dem goldenen Gauehrenzeichen und Urkunde zeichnete der Gebietsvertreter des Gauverbands I Franz Haßlberger aus Ruhpolding für außerordentliches Engagement bei den Trachtlern aus.

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