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BÜRGERVERSAMMLUNG SCHLECHING

Helferkreis trägt zu sozialem Frieden bei

„Flüchtlinge in Schleching“ war ein Hauptthema bei der Bürgerversammlung. Hier spielte das Engagement des Helferkreises eine wichtige Rolle. Mehr Transparenz in der Kommunalpolitik wurde indes eingefordert.

Schleching– Ein Thema bei der Bürgerversammlung war: „Flüchtlinge in Schleching“. Elfie Bachmann, Zweite Bürgermeisterin, referierte dazu. Sie erinnerte, wie es im Juli 2014 mit 20 Eritreern in der Gemeinschaftsunterkunft in Mühlau begann. Aktuell seien 52 Asylbewerber in Schleching, nur noch vier aus Eritrea, 26 aus Afghanistan, sechs aus dem Irak und 16 aus Syrien. Sie listete auf, was von Seiten der Gemeinde für die Asylbewerber getan werde: Es wurden Räume zur Verfügung gestellt –  der Lesesaal im Bürgerhaus, der ehemalige Musikprobenraum und Räume im Degenfeldhaus. Auch könne der Helferkreis das Bürgermobil benutzen, um mit den Asylbewerbern zum Arzt oder zu Behörden zu fahren.

Auf Bitten des Helferkreises wurden drei Gemeinderatsmitglieder (Elfie Bachmann, Claus Rathje, Martina Hammerl-Tiefenböck) bestimmt, die als Ombudsleute fungieren und mit dem Helferkreis die Kommunikation aufrecht halten mit regelmäßigen Treffen und Gesprächen. Eine große Aufgabe sei die Integration der Flüchtlinge. Hier leiste der Helferkreis, der aus 20 engagierten Schlechingern bestehe, ganz wichtige Aufgaben, wie zum Beispiel der Deutschunterricht. Es bestünden zwei Gruppen, die täglich 2,5 Stunden Unterricht erhalten. Auch die vielen Behördengänge, Hilfe bei der Wohnungssuche, Hilfe bei Formularen, Arztbesuche, Post lesen –  all das benötigt viel Zeit, die die Mitglieder des Helferkreises ehrenamtlich stellten. So kämen im Monat 500 Arbeitsstunden zusammen, berichtete Elfie Bachmann. Sie wies darauf hin, dass sich die Asylbewerber auch selbst um die Integration bemühen müssten, was bei einigen Flüchtlingen bereits geklappt habe. Sie würden als Minijobber für die Gemeinde arbeiten und als Praktikanten im Kindergarten und als Fliesenleger helfen.

Angespannter Wohnungsmarkt

Die Arbeit des Kreises trägt Elfie Bachmann zufolge wesentlich zum sozialen Frieden in der Gemeinde bei. Dafür gehe ein großer Dank der Gemeinde an die Helfer. Auch Bürgermeister Josef Loferer sprach von dem unschätzbaren Wert der Arbeit des Helferkreises. Bei dem anschließenden Punkt „Wünsche und Anträge“ bedankte sich Verena Stöger ebenfalls beim Helferkreis für dessen wichtige Arbeit, sie bemängelte indes auch die fehlende Transparenz bei der Arbeit der Gemeinde in punkto Asylpolitik. Laut Bürgermeister ist die Gemeinde jedoch lediglich für die Auszahlung des Taschengeldes zuständig.

Anika Hempel (Leiterin des Helferkreises) erläuterte, dass fast täglich Asylbewerber ihre Bescheide bekommen würden und dann mit einer Frist von einem bis drei Wochen aus ihrer jetzigen Unterkunft in Mühlau ausziehen müssten – sie säßen somit quasi „auf der Straße. Was aber passiert dann mit den anerkannten Asylbewerbern?“ Laut Bürgermeister müssten sich die Flüchtlinge selbstständig eine Wohnung suchen. Er sei in Gesprächen, um entsprechende UNterkünfte zu finden, die auch sozialverträglich seien. Anika Hempel zufolge werden demnächst etwa 20 Menschen anerkannt, die jedoch mit rudimentären Deutschkenntnissen nicht in der Lage seien, selbstständig eine Wohnung zu mieten. Sepp Loferer bestätigte, dass die Wohnungssituation im Landkreis Traunstein sehr angespannt sei und sich die Flüchtlinge auf dem gleichen Wohnungsmarkt zusammen mit jungen Familien und anderen befänden.

Hans Kurz vom Helferkreis regte abschließend an, mit dem Wirt der Gemeinschaftsunterkunft in Mühlau zu reden, um dort flexiblere Wohnmöglichkeiten (Dauer) zu erreichen. wun.

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