Heftige Diskussion um die A8: Klimaschutz oder freie Fahrt?

Siegsdorf – Auf einen Antrag der Grünen hin sollte sich der Siegsdorfer Gemeinderat für einen Ausbau der A 8 auf maximal 28 Meter und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 120 km/h aussprechen.

Der geplante Ausbau soll nach Meinung der Grünen aus Klimaschutzgründen abgelehnt werden.

Bürgermeister Thomas Kamm (UW) schlug vor, in der Sitzung einen Beschluss zur weiteren Vorgehensweise zu diesem Antrag zu fassen. Er hält diesen ebenso für berechtigt wie die Tatsache, dass sich der Siegsdorfer Gemeinderat mit den beiden Themen befassen sollte. Er weist aber darauf hin, dass der Gemeinderat schon mehrfach vergeblich versucht hat, eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit zu erreichen – zuletzt Anfang Februar. „Unverständlich“ ist für ihn etwa, dass in Gemeindebereichen von Teisendorf und Piding teils seit Jahren Geschwindigkeitsbegrenzungen bestehen, dies in Siegsdorf aber stets abgelehnt wird. Er wies darauf hin, dass ein Ausbau der A8 in die Zuständigkeit des neu gewählten Gemeinderats ab Freitag, 1. Mai, fallen, sollte diese Entscheidung vom neuen Gremium getroffen werden.

Deshalb will die Gemeinde nach der Konstitution des neuen Siegsdorfer Gremiums eine Expertenrunde einladen, um den aktuellen Sachstand der Planungen zu erhalten. In einer kurzen, sachlichen Diskussion schlossen sich alle Fraktionen mehrheitlich diesem Vorschlag an.

Mit der Gegenstimme von CSU-Fraktionssprecher Josef Bauer, für den der Lärmschutz im Vordergrund steht, beschloss man, den Antrag der Grünen in die neue Legislaturperiode zu vertagen –  nicht ohne entsprechende Entscheidungsgrundlagen durch die anvisierte Expertenrunde. fk

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