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Hefteranwesen ein kulturelles Zentrum

Grassau - 2008 ist zu Ende, 2009 hat begonnen. In der Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderates Grassau hat Bürgermeister Rudi Jantke gesagt, dass das vergangene Jahr nicht nur von der Kommunalwahl geprägt gewesen sei. Die Marktgemeinde habe ihre Arbeit fortgesetzt und eine ganze Reihe von Baumaßnahmen vorgenommen.

Eine schöne Tradition ist im Marktgemeinderat Grassau die Jahresabschlusssitzung. Diesmal war sie im Café «König» in Rottau.

In seinem Rückblick erinnerte Jantke an den Abschluss der Generalsanierung des Gasthofes «zur Post», der zum «Hefteranwesen» gehört. Einen Teil des Gebäudes hatte die Gemeinde verkauft. Die Gastwirtschaft im Parterre etwa veräußerte sie an eine Brauerei. Ebenso trennte sie sich vom zweiten Ober- und vom Dachgeschoss, das nun Arztpraxen und eine Firma aus Grassau beherbergt. Den ersten Stock behielt die Gemeinde.

In diesem ersten Obergeschoss habe sie, so der Bürgermeister, mit einem Kostenaufwand von 66.000 Euro ihrer Bücherei eine neue Unterkunft gegeben und auch den kleinen Heftersaal für 55.000 Euro neu hergerichtet. Noch im Entstehen sei das Trachtenheim, das der Verein in Eigenregie ausbaue. An der Generalsanierung des Gebäudes habe sich die Gemeinde insgesamt mit 590.000 Euro beteiligt.

Mit der Fertigstellung des Rathausumgriffs, des Parkplatzes und auch der neuen Verbindungsstraße zwischen Birkenweg und Staffenstraße konnte die Ortssanierung an dieser Stelle zum Abschluss gebracht werden. Auch besitzt die Gemeinde nunmehr einen eigenen Marktbrunnen, den sie feierlich eingeweiht hat.

In Rottau habe die Marktgemeinde, so der Rathauschef, mit der Neugestaltung des Platzes vor dem Haus der Dorfgemeinschaft begonnen. Radständer und Bänke gehen dem Bürgermeister zufolge noch ab.

Eine Maßnahme, die sich über mehrere Jahre erstreckt habe, sei der Ausbau des Reifinger Sees gewesen. Der Badebetrieb habe im vergangenen Jahr aufgenommen werden können. Das Sanitärgebäude mit Dusche sei bereits im Rohbau vorhanden.

Die Feuerwehr Rottau hat 2008 ein neues Mannschaftsfahrzeug eingeweiht, die Floriansjünger in Grassau erhalten laut Jantke in diesem Jahr ein neues Unfallrettungsfahrzeug. An der Generalsanierung des Kindergartens Mariä Himmelfahrt habe sich die Gemeinde mit insgesamt 384.000 Euro beteiligt. Von den Kosten für die Anhebung der Brücke über die Tiroler Ache habe sie 110.000 Euro übernommen.

Abgeschlossen ist auch die Sanierung des ehemaligen Gehilfenhauses an der Museumsanlage Klaushäusl. Das kleine Häuschen wird nun noch zu einem Café und einem Kulturtreffpunkt ausgebaut.

Mit großer Freude stellte Jantke fest, dass sich das «Hefteranwesen» zu einem kulturellen Zentrum entwickelt habe. Kabarettveranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen hätten den Bekanntheitsgrad sehr erhöht.

Auch der Galerieraum in der Touristinformation werde rege genützt und mit interessanten Ausstellungen belebt. Eine wichtige kulturelle Veranstaltung sei, so Jantke weiter in seinem Rückblick, das Konzert des bayerischen Staatsorchesters zum 85. Geburtstag von Professor Wolfgang Sawallisch gewesen.

Die Kommunalwahl, so Jantke, habe sechs neue Räte ins Gremium gebracht. Auch erinnerte der Bürgermeister an den Tod des Ehrenbürgers und langjährigen Marktgemeinderats Hans Hornberger senior. Ein Höhepunkt des Jahres 2008 sei die Verleihung der Bürgermedaille an Fritz Seibold gewesen.

Im Rahmen der Aktion «genial vital» seien Wanderwege saniert worden. Für diesen Zweck seien, so Jantke, 45.000 Euro eingesetzt worden. Auch eine neue Ortsbroschüre und ein neues Logo, das alle Gewerbetreibenden und Vereine benützen dürfen und sollen, seien erschienen.

Positiv habe sich die Finanzlage der Gemeinde entwickelt. So liege die Gewerbesteuer mit 1,2 Millionen Euro um rund 200.000 Euro höher als veranschlagt. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt belaufe sich auf 862.000 Euro und sei damit 157.000 Euro höher als erwartet. Durch die gute finanzielle Ausstattung sei es auch möglich gewesen, die Kreditaufnahme um 125.000 Euro zu verringern. Die Gemeinde habe lediglich einen «sehr günstigen Kredit» aufgenommen: 192.000 Euro für die Sanierung des Gebäudes an der Steinwinklstraße.

18 neue

Baugrundstücke

Der Ausbau der Wärmeversorgung werde den Marktgemeinderat 2009 und auch in den folgenden Jahren beschäftigen, erklärte der Rathauschef in seinem Ausblick. Insbesondere der Beirat wie auch der noch zu gründende Verwaltungsrat werde mit dieser Aufgabe noch etliche Stunden zubringen.

Im Bereich der Bahnhofstraße werden heuer im Zuge der Fahrbahnherstellung auch die Seitenflächen neu gestaltet. Allerdings werde diese Maßnahme, so Jantke, nicht ohne eine sechs bis achtwöchige Vollsperrung der Straße möglich sein. Der Bau beginne voraussichtlich Ende April, die Fertigstellung sei im Herbst.

Die Marktgemeinde erschließt in diesem Jahr 18 neue Baugrundstücke am Färberweg. Acht vergibt sie an Einheimische, zehn Bauparzellen liegen in privater Hand.

Ausbauen will die Gemeinde den Mitterbachweg und eventuell auch die Rosengasse.

Das Sanitärgebäude am Reifinger See könne bis zur nächsten Badesaison in Betrieb genommen werden, so der Rathauschef. Zudem sei ein behindertengerechter Zugang zum See geplant. Vorgesehen sei weiterhin ein Weg rund um das Wasser.

«Wir hoffen auch, dass bald mit dem Bau des Golfplatzes begonnen wird», betonte Jantke und verwies in diesem Zusammenhang auch auf die geplante Modernisierung des Sporthotels «Achentals».

Auch eine personelle Veränderung gab Jantke bekannt. So wird Thomas Leitner zum nächsten Quartal die Gemeindeverwaltung verlassen und in die Kreisstraßenverwaltung wechseln. Leitner sei 2002 zur Gemeinde gekommen und habe «sehr gut gearbeitet». Er, Jantke, bedauere den Entschluss seines Mitarbeiters, könne ihn aber verstehen. Denn Leitner sei ein Traunsteiner. tb

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