Bürgermeister mit gutem Fazit

„Der Haushaltsplan für die Gemeinde Unterwössen ist aufgegangen“

„Für die Zukunft der Gemeinde Unterwössen sind die Weichen gestellt“, betonte Bürgermeister Ludwig Entfellner in seinem Jahresrückblick.
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„Für die Zukunft der Gemeinde Unterwössen sind die Weichen gestellt“, betonte Bürgermeister Ludwig Entfellner in seinem Jahresrückblick.

„Wir dürfen mit dem Geleisteten sehr zufrieden sein“: Dieses positive Fazit zog Unterwössens Bürgermeister Ludwig Entfellner in seinem Rück- und Ausblick in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres.

Von Bärbel vom Dorp

Unterwössen – Der Jahresbericht stand traditionsgemäß im Mittelpunkt der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres vor der Weihnachtspause in Unterwössen. Dabei zeichnete Bürgermeister Ludwig Entfellner das Bild einer lebendigen und - trotz Corona - noch finanziell sorgenfreien Gemeinde mit vielen Investitionen in Vergangenheit und Zukunft.

Sein Fazit: „Wir dürfen mit dem Geleisteten sehr zufrieden sein, und für die Zukunft sind die Weichen gestellt.“

Für die Gemeinde bleiben rund drei Millionen Euro

In seinem Rückblick ging Entfellner noch einmal auf den Umbau vom Alten Bad ein. „Nach der jetzt aktuellen Endabrechnung haben wir mit Gesamtkosten von knapp 7,9 Millionen Euro gegenüber der Planung fast eine Punktlandung hinbekommen.“ Abzüglich der Förderungen und Zuschüsse bliebe noch eine in etwa vorhergesagte Restzahlung von rund drei Millionen Euro für die Gemeinde übrig.

Abgeschlossen wurde in diesen Tagen der Rathausumbau im Erdgeschoss mit Kosten von rund 735 000 Euro. Der Umbau brachte eine bürgerfreundlichere Gestaltung, mehr Raum für die Mitarbeiter, eine Erneuerung der Heizung und eine zeitgemäße Technik und Ausstattung.

Im Fokus von Modernisierungen steht nach den Worten des Bürgermeisters auch die Grund- und Mittelschule. So wurde ein Glasfaseranschluss gelegt, der Computerraum renoviert, neues Mobiliar angeschafft und komplett mit neuer Hardware ausgestattet.

Heizung für Schule und Turnhalle müssen erneuert werden

Als nächster Schritt steht eine Erneuerung der Heizung und Abwasserführung für die Schule und die Turnhalle an.

Eine Zukunftsaufgabe sieht der Rathauschef auch mit der Sanierung der Achenbrücke, da der Brücken-TÜV hier einen Handlungsbedarf festgestellt hatte.

„Auch mit dem Ausbau des Hochwasserschutzes in Oberwössen und einer möglichen Kanalsanierung im Ortsbereich Unterwössen dürften nicht unerhebliche Kosten auf die Gemeinde zukommen.“

Angesichts dieser vielfältigen Aufgaben präsentierte er mit großer Freude die aktuelle finanzielle Situation: „Unser Haushaltsplan für dieses Jahr ist aufgegangen, und die Haushaltsansätze konnten wir im Wesentlichen einhalten.“

Die weitere Ortsentwicklung ist ein Marathon-Thema

Ein Marathon-Thema sieht er in der weiteren Ortsentwicklung. So seien ein Geh- und Radwegekonzept einschließlich Querungshilfen in Vorbereitung und ein Ortsentwicklungskonzept als Handlungsanleitung in Arbeit.

Eine dauerhafte Belebung und Stärkung der Ortsmitte verspricht sich der Bürgermeister von dem Projekt „Gemeinsames Wohnen und Arbeiten am Rathausplatz“. Der genossenschaftliche Bauträger „MARO“ plant 32 barrierefreie Wohnungen für Gering- und Mittelverdiener sowie 23 Apartements für Menschen mit leichter Behinderung, die ambulant betreut werden sowie eine Kochwerkstatt und ein Cafe´ der „Lebenshilfe Traunstein“.

Inbetriebnahme des Wohnprojekts schon im September 2021

„Der Baufortschritt und die Organisation laufen hervorragend“, betonte Entfellner. Er rechne deshalb mit einer Inbetriebnahme schon im September 2021.

Zum Thema „Flüchtlinge“ in Unterwössen berichtete der Gemeindechef von derzeit 49 Kontingentflüchtlingen, darunter 28 gemeldeten Kindern.

Sein Dank galt abschließend „seinen Mitstreitern im Gemeinderat“ sowie seinen Mitarbeitern in der Verwaltung und an anderen Stellen „für ihr konstruktives und von gegenseitigem Respekt geprägtes Handeln in einem sehr guten Betriebsklima“.

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