Haushaltsjahr 2019 ist besser als erwartet

Grassau –. Das Haushaltsjahr 2019 konnte noch besser abschließen als erwartet.

In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung, die wiederum im Heftersaal aufgrund der Hygienevorschriften stattfand, wurde ein sehr zufriedenstellender Bericht abgegeben. Der Prüfungsausschuss unter Leitung von Thomas Göls (CSU) forstete akribisch Unterlagen durch und besichtigte gemeindliche Einrichtungen.

Der Verwaltungshaushalt wuchs in den Einnahmen von 16,4 Millionen auf 16,68 Millionen Euro und reduzierte sich in den Ausgaben von 13,7 auf 13,2 Millionen Euro. Dadurch entstand eine um 705 000 Euro höhere Zuführung an den Vermögenshaushalt, der damit auf insgesamt 3,4 Millionen stieg. An die allgemeine Rücklage konnten 30 000 Euro zugeführt werden. An Rücklagen waren zum Ende 2019 4,4 Millionen zu verzeichnen. Der Schuldenstand konnte auf 2,5 Millionen Euro weiter abgebaut werden. Im Abgleich zwischen Rücklagen und Schulden verbleibt ein Pro-Kopf Guthaben von 274 Euro.

Thomas Göls konnte nur positive Worte für die Verwaltung und den Umgang mit den Gemeindefinanzen finden. Anerkennend hob er die Eigenleistungen des Bauhofs hervor, der kostengünstig auch den Bauhof renoviert hatte. Gewünscht werde vom Bauhof ein eigenes Gewächshaus, das auf einem Nachbargrundstück gut aufgehoben wäre. Besichtigt wurde vom Rechnungsprüfungsausschuss zudem der Vereinsstadel in Rottau sowie der Wasserhochbehälter und die Wärmeversorgung Grassau. Bezüglich des Wärmeversorgungswerks empfahl der Prüfungsausschuss, eine Grundreinigung und einen etwas pfleglicheren Zustand. Gute Noten gab es für den wirtschaftlichen Betrieb der Wärmeversorgung unter Leitung von Sebastian Stephan. Göls lobte die guten Bilanzen des Kommunalunternehmens. Ohne Diskussion wurde die Jahresrechnung einstimmig gebilligt.

Der Eigenbetrieb Wasserwerk Grassau wurde überörtlich geprüft. Bürgermeister Stefan Kattari fasste erfreut das positive Prüfungsergebnis zusammen. Geprüft wurden die vergangenen drei Wirtschaftsjahre und nun ist auch überörtlich belegt, dass das Grass auer Wasserwerk sehr gut arbeitet. Wasserwerksleiter Sebastian Stephan informierte über Gewinn und Verlust der letzten drei Jahre. In den vergangenen beiden Jahren konnte sogar ein Jahresüberschuss erwirtschaftet werden. Wichtig sei, dass mögliche Wasserverluste im Leitungssystem schnell erkannt werden. Ein Wasserverlust zwischen zehn und 15 Prozent der geförderten Wassermenge sei für das Leitungsnetz, dass teilweise bereits über 50 Jahre alt ist, normal.

Auch für das laufende Jahr konnte der Wasserwerksleiter einen positiven Verlauf bestätigen. Die Bilanzen der vergangenen Jahre sind zudem wichtig für die Kalkulation des Wasserpreises. Laut Kattari sei das Wasserwerk eine kostendeckende Einrichtung, wobei bei einem Gewinn der Wasserpreis gesenkt und bei Verlusten der Wasserpreis erhöht werden müssen.

In welche Richtung der Wasserpreis gehen wird, wird die anstehende Neukalkulation zeigen, die sich auf Gewinn und Verlust der letzten vier Wirtschaftsjahre bezieht, zeigen. tb

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