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Aus dem Gemeinderat

Haushalt in Reit im Winkl: Die Einnahmen sind massiv eingebrochen

Die größte Ausgabe der Gemeinde Reit im Winkl im ersten Vierteljahr 2021 ist die für die Hochwasserverbauung am Hausbach.
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Die größte Ausgabe der Gemeinde Reit im Winkl im ersten Vierteljahr 2021 ist die für die Hochwasserverbauung am Hausbach.
  • VonJosef Hauser
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Die Haushaltsentwicklung stand im Mittelpunkt der Reit im Winkler Gemeinderatssitzung. Sie trieb so manchem die Sorgenfalten ins Gesicht: Viele wichtige Einnahmequellen der Kommune sprudelten vergangenes Jahr nicht so stark wie gewohnt.

Reit im Winkl – Weit unter dem Vorjahreswert liegen die Einnahmen aus Steuern und Abgaben der Gemeinde Reit im Winkl –  soweit aus dem bisherigen Verlauf des Haushaltsjahres 2021 abzulesen. Mit über einer halben Million Euro ist die Hochwasserverbauung am Hausbach die größte Ausgabe, wie es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hieß.

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„Da während der gesamten Wintersaison ein coronabedingtes Beherbergungsverbot galt, sind die Einnahmen der Gemeinde in fast allen Bereichen massiv eingebrochen und werden auch im weiteren Jahresverlauf nicht mehr ausgeglichen werden können“, sagte der Zweite Bürgermeister Max Weiß (FW), der die Sitzung anstelle des verhinderten Ersten Bürgermeisters Matthias Schlechter (CSU) leitete.

Totalausfall in der Wintersaison

Umfassende Auskunft über die Haushaltsentwicklung gab auch Kämmerin Claudia Haslberger.

Von beiden war zu erfahren, dass bei der Gewerbesteuer fast für jeden Betrieb in Reit im Winkl die Vorauszahlungen herabgesetzt wurden. Aus diesem Grund gingen nur 67.000 Euro ein gegenüber 305.000 Euro im Vorjahresquartal. Durch vom Finanzamt veranlasste Nachveranlagungen in Höhe von 48.000 Euro für die Jahre 2017 bis 2020 betrugen die Einnahmen bei der Grundsteuer B im ersten Vierteljahr 225.000 Euro gegenüber 177.000 Euro in den Vorjahren.

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Die Zweitwohnungssteuer entwickelt sich für das laufende Jahr mit Einnahmen von 511.000 Euro statt der erwarteten 410.000 Euro noch positiv, da hier teilweise die Steuer für 2020 erst in diesem Jahr nachveranlagt werden konnte. Gesunken im Vergleich zum Vorjahr sind die Einnahmen aus der Schlüsselzuweisung (72.000 Euro weniger) und dem Anteil aus der Grunderwerbsteuer (minus 15.000 Euro).

Minus von 483.000 Euro beim Kurbeitrag

23.000 Euro weniger nahm die Gemeinde auch an Parkplatzgebühren ein. Beim Kurbeitrag schlägt ein Minus von 483.000 Euro zu Buche aufgrund des Totalausfalls in der Wintersaison; ganze 65.000 Euro büßt Reit im Winkl an Fremdenverkehrsbeiträgen ein.

Die Gesamteinnahmen im Verwaltungshaushalt liegen, mit rund 1,53 Millionen Euro um 409.000 Euro unter dem Vorjahreswert.

Wasserversorgung und Kindergarten kosteten mehr

Zugleich stiegen einige Ausgaben des Verwaltungshaushalts: 28.000 Euro mehr gab man für die Kindergartenförderung aus, 20.000 Euro Euro mehr für den Winterdienst, auch die Wasserversorgung kostete 20.000 Euro mehr als im Vorjahr. Im Gegenzug dazu sparte man sich touristische Ausgaben, etwa 73.000 Euro, die sonst für Außenwerbung ausgegeben worden wäre.

Insgesamt sanken die Ausgaben im ersten Vierteljahr um 119.000 Euro gegenüber dem Vorjahr auf 2,1 Millionen Euro.

Ausgaben durch Bauinvestitionen

Die größeren Ausgaben werden laut Max Weiß und Claudia Haslberger erst im zweiten Quartal mit der Fortführung der bereits 2020 begonnenen Bauinvestitionen erfolgen. Für die Digitalisierung des Rathauses im Jahr 2020 wurden der Gemeinde jetzt 10.000 Euro erstattet. 29.000 Euro wurden für den Regenwasserkanal in der Gartenstraße ausgegeben. Die Endabrechnung und die Beteiligung der Anwohner erfolgen im zweiten Quartal.

Mit 522.000 Euro die größte heuer bereits erfolgte Ausgabe im Vermögenshaushalt ist die für die Hochwasserverbauung am Hausbach. Dabei wurde die schon voriges Jahr veranschlagte erste Rate im Januar dieses Jahres in Rechnung gestellt.

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Neuer Vorsitzender im Prüfungsausschuss

Mit 90.000 Euro planmäßig erfolgte die Tilgung von Krediten.

Geprüft wird die Jahresrechnung der Gemeinde nach Ablauf des Haushaltsjahres vom Rechnungsprüfungsausschuss. Für diesen hatte der Gemeinderat in seiner konstituierenden Sitzung im Mai vergangenen Jahres Gerhard Grünbacher als Ausschussvorsitzenden bestellt. Dieser hatte nun den Wunsch geäußert, den Vorsitz abzugeben, aber weiterhin Mitglied zu bleiben.

Der Gemeinderat stimmte dem geschlossen zu und bestellte den vorgeschlagenen Gemeinderat Beppo Landenhammer (wie Grünbacher Freie Wähler) als neuen Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses.

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