Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Gemeinderat lehnt Tektur in der Stötthamer Straße ab

Haus-Umplanungen in Chieming stoßen auf Widerstand

Aus Sicht des Chieminger Gemeinderats ein „Problembau“ entsteht gerade am Roten Platz“ in Chieming, an der Ecke Gallinger Straße und Stötthamer Straße. Zandl
+
Aus Sicht des Chieminger Gemeinderats ein „Problembau“ entsteht gerade am Roten Platz“ in Chieming, an der Ecke Gallinger Straße und Stötthamer Straße. Zandl

Auf Ablehnung stieß im Chieminger Gemeinderat zum zweiten Mal die geänderte Planung (Tektur) für ein Mehrfamilienhaus an der Stötthamer Straße 15.

Chieming – Das Gremium verweigerte sein Einvernehmen mit 1:10 Stimmen. Das Landratsamt hatte um eine neuerliche Stellungnahme gebeten, weil es die Zulässigkeit des Vorhabens rechtlich als gegeben beurteilt.

Nur der Bürgermeister stimmt dafür

Nachdem der Gemeinderat bereits im August dem Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen versagt hatte – damals mit 4:7 Stimmen – war diesmal das Veto noch deutlicher. Nur Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) stimmte als einziger für den Tekturantrag.

Im Hintergrund steht, dass das Landratsamt die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Tekturantrags festgestellt hat. Damit steht im Raum, dass das gemeindliche Einvernehmen ersetzt wird. Insbesondere wurde die Kubatur des Gebäudes bereits im April 2021 genehmigt und daran habe sich nichts geändert. Im Mehrfamilienhaus sollen aus einer großen Wohnung zwei kleinere Wohnungen entstehen, kleinere Wandkorrekturen sollen im Grundriss des Dachgeschosses vorgenommen werden und die Stellplätze von acht auf neun erhöht werden, acht Stellplätze sind nachzuweisen.

Das könnte Sie auch interessieren: OVB-Themenseite Chieming

Die Erhöhung der Geschossflächenzahl (GFZ) wirke sich aber nicht auf die genehmigte Kubatur des Gebäudes aus. Doch genau die GFZ war ein Knackpunkt. Diese würde bei 0,65 mit einer Fläche von rund 425 Quadratmetern liegen. Der Bebauungsplan sieht nur eine GFZ von 0,4 vor.

Von allen Gemeinderäten, die sich zu Wort meldeten, drückte Christian Fischer (CSU) seine Meinung am deutlichsten aus: „Es geht mir gegen den Strich, wie sich der Bauwerber verhält.“ Insbesondere der Umstand, dass anstatt vier Garagenplätzen, die ursprünglich im Erdgeschoss des Hauses geplant waren, nun Räume für eine Rechtsanwaltskanzlei entstehen sollen, fand Fischer unpassend, „denn nun sind die erforderlichen fünf Meter Mindestparkplatzlänge vor dem Haus zur Stötthamer Straße hin nicht mehr gewährleistet.“

Lesen Sie auch: Online-Bürgerversammlung in Chieming dreht sich vor allem um Verkehr und Klimaschutz

Als Konsequenz sieht Fischer unausweichlich, „dass die Autos, die teilweise länger als fünf Meter sind, künftig auf dem Gehsteig geparkt werden“. Ähnlich äußerten sich Sebastian Heller, Andrea Roll und Bernhard Hecht (Grüne) sowie Irmgard Asenkerschbaumer (CSU). Eine Nachfrage, ob das Wasser in der Baugrube mit dem Frauenbach zu tun habe, verneinte Bürgermeister Reichelt. Es handle sich um Grundwasser, der Frauenbach spiele in Zusammenhang damit keine Rolle. „Der Keller darf gebaut werden, das ist nicht mit dem Bebauungsplan zu verwechseln“, so der Rathauschef.

Mehr zum Thema

Kommentare