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Hauptverkehrsader wird voll gesperrt

Zwischen Kampenwandstraße und Mühlbachbrücke werden die Schäden punktuell repariert.
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Zwischen Kampenwandstraße und Mühlbachbrücke werden die Schäden punktuell repariert.

Prien – Auto- und Brummifahrer brauchen im Mai gute Nerven.

Priens Hauptverkehrsader und wichtigste Durchgangsstraße, die Bern auer Straße, wird aller Voraussicht nach ab Montag, 6. Mai, für bis zu zwölf Tage zwischen Waldorfschule und Marktplatz voll gesperrt.

Geschäftsleiter Andreas Hell informierte die Chiemgau-Zeitung jetzt über einen entsprechenden Beschluss, den der Marktgemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung gefasst hatte. Offenbar gab es zuvor erfolgreiche Verhandlungen mit dem Straßenbauamt. Die Rosenheimer Behörde ist für die Staatsstraße durch Prien zuständig.

Vor einigen Wochen hieß es noch, die Erneuerung der löchrigen Fahrbahn zwischen Waldorfschule und Marktplatz habe das Straßenbauamt für heuer in seinem Budget nicht vorgesehen. Damals hatte Bürgermeister Jürgen Seifert im Zuge der provisorischen Vergrößerung der Parkbuchten für die Schulbusse an der Waldorfschule eine Fahrbahnerneuerung in der Bern auer Straße von der Brücke über den Mühlbach bis etwa zur Einfahrt von Edeka Kaltschmid angekündigt. In diesem Bereich sollen die Straßenschäden im Zuge der Bauarbeiten im Mai Hell zufolge aber nur punktuell behoben werden.

Dafür erfüllt das Straßenbauamt für voraussichtlich rund 70 000 Euro einen Wunsch, den CSU-Fraktionssprecher Michael Anner seinerzeit geäußert hatte. Zwischen Wendelstein- und Marktplatz gebe es viele große und tiefe Schlaglöcher und es stünden heuer auch zwei große Festzüge durch den Ort an, hatte er in der Februarsitzung zu bedenken gegeben. Anner ist auch aktiver Blasmusikant. Am 23. Mai beginnen die Priener Festwochen, in denen die Blaskapelle ihr 190-jähriges und die Feuerwehr Prien ihr 150-jähriges Bestehen feiert.

Bis dahin soll im wahrsten Sinn des Wortes der Boden für Festzüge durch das Priener Zentrum bereitet sein. Hell erklärte, dass die Arbeiten bis Freitag, 17. Mai abgeschlossen sein sollen. Es werde nur die löchrige Fahrbahndecke abgefräst und eine neue, mehrere Zentimeter dicke Deckschicht aufgetragen, die ein paar Jahre den großen Belastungen des Durchgangsverkehrs standhalten soll. Über die Bernauer Straße rollen im Tagesschnitt etwa 20 000 Fahrzeuge. Diese Zahl ist aber einige Jahre alt, damals war der Verkehr gezählt worden. Inzwischen können es auch schon mehr sein.

Die Vollsperrung sei aus „bautechnischen“ Gründen unvermeidbar, so der Geschäftsleiter. Eine Vollsperrung der Bernauer Straße gab es zuletzt 2013. Damals dauerte es drei Monate, bis die 80 Jahre alte Brücke über den Mühlbach bei der Avanti-Tankstelle abgerissen und eine neue gebaut worden war. Das Straßenbauamt hatte eine großräumige Umleitung über Frasdorf ausgeschildert. Einzelhändler im Zentrum klagten über beträchtliche Umsatzeinbußen.

Halbseitige Sperrung ab 12. April

Ganz so weit gesperrt wie im Frühjahr 2013 werden die Wege diesmal wohl nicht. Hell betonte, dass die Einschränkungen so gering wie möglich gehalten werden sollen und deutete an, dass die Straße nicht über den kompletten Zeitraum von zehn Tagen voll gesperrt werden muss. An einzelnen Tagen wird aber, je nach Baufortschritt, wohl kein Durchkommen sein. Die Anlieger sollen informiert werden, sobald alle Details feststehen. Die Einbahnregelungen an den Zufahrtsstraßen zur Bernauer Straße sollen laut Hell während der Dauer der Arbeiten allesamt aufgehoben werden.

Bereits ab 12. April, also mit Beginn der Osterferien, wird es auf Höhe der Waldorfschule zu Behinderungen kommen, kündigte Tiefbauchef Tobias Kollmannsberger an. Dann soll die Fahrbahn der Bernauer Straße an der Abzweigung der Alten Bernauer Straße aufgeweitet werden. So sollen die Abläufe im Kreuzungsbereich verbessert werden. Diese Bauarbeiten sollen eine Woche dauern und der Verkehr mit einer Ampel geregelt werden.

Eine Busbucht an dieser Einmündung war zurückgebaut worden, als vor Wochen die Parkplätze für bis zu sechs große Schulbusse an der Alten Bernauer Straße angelegt wurden. Sie bleiben bis auf Weiteres ein gekiestes Provisorium. Um sie endgültig fertigzubauen ist eine Verbreiterung der Mühlbachbrücke nötig. Diese ist aber heuer im Haushalt der Gemeinde nicht vorgesehen.

Große Straßenbaumaßnahmen vor Großereignissen sind in Prien übrigens nichts Neues. Als die Mühlbachbrücke 2013 fertig und die Bernauer Straße wieder freigegeben wurde, wurde sie sofort als Umleitungsstrecke für die Ortsdurchfahrt von Prutdorf gebraucht .

Diese wurde nämlich dann neu asphaltiert – gerade noch rechtzeitig vor dem Gautrachtenfest in Wildenwart. Niemand wollte, dass jemand in einem Schlagloch umknickt.

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