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Grüße aus Hogwarts

Harry Potter hat auch seine Spuren in Prien hinterlassen

Harry Potter geht immer: Stefanie Mengedoht von der gleichnamigen Priener Buchhandlung mit Harry Potter-Büchern. Vor 20 Jahren kam die Geschichte in die Kinos, das erste Buch kam 1998 heraus.
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Harry Potter geht immer: Stefanie Mengedoht von der gleichnamigen Priener Buchhandlung mit Harry Potter-Büchern. Vor 20 Jahren kam die Geschichte in die Kinos, das erste Buch kam 1998 heraus.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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20 Jahre Harry Potter im Kino: Ob als Buch oder Film, in Prien war und ist der Zauberschüler gefragt. Buchhändlerin Stefanie Mengedoht und Kinobetreiber Mike Engel über den „Riesenwurf“ vom Autorin Joanne K. Rowling.

Prien Es ist kein guter Zeitpunkt, über einen Filmhit zu schreiben, so kurz vor einer möglichen erneuten Schließung der bayerischen Kinos. Aber hier geht es um einen Knaller, der vor 20 Jahren die deutschen Lichtspiele eroberte. Der laut dem Branchendienst Statista weltweit über sieben Milliarden US-Dollar in die Kinokassen spülte und Millionen Menschen in die Kinos lockte. Sie verfolgten gebannt, wie der elfjährige Waisenjunge Harry auf der Zauberschule die Welt der Magie kennenlernt, Abenteuer mit seinen Freunden erlebt und dem dunklen Magier Lord Voldemort die Stirn bietet.

Nur „Herr der Ringe“ lief noch besser

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Harry Potter, verfasst von der britischen Autorin Joanne K. Rowling? Michael Engel, Betreiber von Mike‘s Kino in Prien, erinnert sich gut daran, als Harry Potter auch bei ihm die Säle füllte: „Wir fingen mit dem dritten Teil an, weil wir erst zwei Jahre nach dem Start der Potter-Filme eröffneten.“ Das war damals „Der Gefangene von Askaban“, und laut Engel lief er richtig gut. Auch die weiteren Potter-Filme zeigte er in Prien: „Das waren Blockbuster, wochenlang ausverkauft, vergleichbar mit ‚Fluch der Karibik‘ oder ‚Herr der Ringe‘, wobei Letzterer noch etwas besser lief.“ Engel sagt, er mag den „Herrn der Ringe“ lieber als Harry Potter, aber wie so oft im (Kino-)Leben ist das schließlich Geschmacksache.

Im Internet wird bis heute diskutiert, ab welchem Alter die Potter-Filme empfehlenswert sind – hatte Teil eins noch eine Bewertung ab sechs Jahren, steigt die Altersempfehlung der Bewertungsstelle für die weiteren Filme auf zwölf beziehungsweise 16 Jahre. Auch Engel meint, es komme beim Sehen der Filme darauf an, „wie empfindlich ein Kind ist“. Näher verfolgt hat Engel die unterschiedlich verlaufenen Filmkarrieren der Hauptdarsteller: „Emma Watson hat ja noch viele gute Streifen gedreht, was man von Daniel Radcliffe nur bedingt behaupten kann. Er war so ein hübscher Bub, von dem hört man kaum mehr etwas.“

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Emma Watson war zuletzt 2019 in „Little Woman“ zu sehen und ist heute unter anderem Frauen- und Umweltaktivistin; Daniel Radcliffe spielte in einigen Independent-Filmen und ist derzeit in der US-Serienkomödie „Miracle Workers“ zu sehen.

Buch kann man einfach weglegen

Schauspielerin und dreifache Mutter Marie Theres Relin erinnert sich noch gut an die „Potter-Mania“, als ihre Kinder noch im Jugendalter waren: „Ich erlebte hautnah jede Art von Harry-Potter-Fieber“, erzählt sie den OVB-Heimatzeitungen: „Erst wurden alle Bücher vorgelesen, dann selbst gelesen und da wir keinen Fernseher daheim hatten, wurden alle Filme logischerweise auch im Kino geguckt.“ Das könnte glatt nochmal passieren, denn Gerüchte um eine Reunion der Harry-Potter-Darsteller und eine Neuverfilmung machen gerade die Runde.

Mike Engel reagiert zurückhaltend: „Nochmal einen Potter-Film ins Programm aufzunehmen, würde ich mir gut überlegen und erst mal ausloten, wie groß die Nachfrage überhaupt noch ist, ihn erstmal im kleinen Kino laufen lassen.“ Das mit dem Ausloten ist im Buchhandel kein Thema. Laut Stefanie Mengedoht von der gleichnamigen Priener Buchhandlung ist Harry Potter ein Dauerbrenner. „Ich habe die Bücher gelesen und einige der Filme angeschaut“, erzählt die passionierte Leserin, „wobei ich finde, dass im Buch einiges besser rüberkommt, im Vergleich zum Film ist der Inhalt umfangreicher, aber nicht minder heftig.“

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Klarer Vorteil beim Buch: Man könne ein paar Seiten überblättern, wenn man den Grusel nicht mehr aushält.

Geschichte wird noch lange interessant sein

Mengedoht findet den ersten Band am besten, „weil er nicht so brutal ist, es geht noch mehr um Abenteuer mit etwas Fantasy.“ Heute noch werde dieser Band am häufigsten gekauft: „Meist sind es die Eltern, sie lesen das Buch vorher selbst.“ Genauso gut gingen die Harry-Potter-Zusatzartikel über den Tresen, seien es Bastelsachen, Kochbücher, Spiele oder Sonderausgaben: „Da hat die Autorin wirklich einen großen Wurf gelandet.“ Gerade jetzt vor Weihnachten zögen die Verkäufe noch mal an. Hat es sich da nicht irgendwann ausgepottert? Mengedoht überlegt und sagt: „Ich glaube, ein paar Jährchen geht das Thema noch. Um nicht mehr interessant zu sein, dazu ist die Geschichte vom Zauberschüler, der gegen das Böse kämpft, zu genial.“

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