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Gemeinde reagiert auf zunehmende Nachfrage

Halbanonyme Bestattung in Unterwössen möglich

Der Waldfriedhof in Unterwössen.
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Der Waldfriedhof in Unterwössen. Der Holzklotz in der Mitte ist die Steele, die später die Namen trägt. Die erdige Fläche ist die noch nicht sprießende Blumenwiese. Darin werden später die Urnen bestattet.
  • VonLudwig Flug
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Die Gemeinde Unterwössen investierte 20000 Euro und bietet auf dem Waldfriedhof ab sofort die Möglichkeit für halbanonyme Bestattungen an. Die Arbeiten sind abgeschlossen.

Unterwössen – Die Gemeinde Unterwössen erweiterte das Angebot des gemeindlichen Friedhofs, das ist der Waldfriedhof gegenüber der Pfarrkirche St. Martin im Norden der Bundesstraße. Wunderbar in die Landschaft eingefügt gibt es auf einer Blumenwiese rund 150 Urnenfelder zur halbanonymen Bestattung.

Auf dieser Rasenfläche können die Angehörigen rechts oder links einer Gedenkstelle die Urnen ihrer Verstorbenen bestatten lassen. Während das einzelne Urnenfeld keinen Schluss auf die Verstorbenen zulässt, haben die Angehörigen die Möglichkeit auf der Holzsteele im Zentrum der granitgepflasterten Gedenkstelle die Namen der Verstorbenen zu verewigen.

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Im Gegensatz zu anonymen Gräbern ist diese Gedenkstelle mit der dortigen Rundbank ein Ort, die Trauer über den Verlust zu verarbeiten. Andrea Maier, Standesbeamtin der Gemeinde, ist dort auch zuständig für das Friedhofswesen. Sowohl sie als auch Angelika Waack, bis vor kurzem Seniorenbeauftragte der Gemeinde, sahen sich mit dem Anliegen Angehöriger konfrontiert. Immer wieder hinterließen Verstorbene den Wunsch, anonym bestattet zu werden, berichten sie im Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen. Einen Ort, den Verlust zu verarbeiten, vom Verstorbenen Abschied zu nehmen, gäben die anonymen Urnenfelder nicht – auch nicht das bereits bestehende Angebot der anonymen Urnenfelder des Unterwössner Friedhofes.

Die Angehörigen sind weniger ortsgebunden

Über Gespräche mit den Bestattern erfuhr die Gemeinde von der Idee eines halbanonymen Urnengräberfeldes. „Die Nachfrage nach einem solchen Angebot steigt, auch weil die Angehörigen weniger ortsgebunden sind“, sieht Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) einen Trend.

Der Landschaftsarchitekt und Diplom-Ingenieur Peter Rubeck der Planungsgruppe Straßer stellte dem Gemeinderat seine Ideen zur Verwirklichung vor. Der Gemeinderat besichtigte die Örtlichkeit und gab grünes Licht. Die Unternehmer schlossen in dieser Woche die Arbeiten ab. Die Gedenkstelle ist eingerichtet, die Blumenwiese vorbereitet. Die Einsaat erfolgt bei passender Witterung.

500 Euro für 15 Jahre Ruhefrist

Die Kosten des Projektes trägt mit rund 20 000 Euro die Gemeinde. Die Kosten für die Hinterbliebenen schätzt Andrea Maier auf ungefähr 500 Euro für die 15-jährige Ruhefrist, zuzüglich der Kosten, die die vom Gemeinderat noch anzupassende Friedhofsgebührensatzung vorsieht. Die Kosten für die Anbringung eines Grabdenkmals und die Grabpflege entfallen.

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