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Videokonferenz soll Schüler für Latein begeistern

Gymnasium Marquartstein zieht mit den Römern durch Europa

Bei einem Probelauf versicherte sich ein einen Großteil der Lateinlehrer des Gymnasiums Marquartstein Sandra Altmann, Christian Zill, Astrid Russ und (rechts unten) Katharina Wagner, dass die Technik funktioniert.
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Bei einem Probelauf versicherte sich ein einen Großteil der Lateinlehrer des Gymnasiums Marquartstein Sandra Altmann, Christian Zill, Astrid Russ und (rechts unten) Katharina Wagner, dass die Technik funktioniert.

Wer wollte nicht schon immer die beeindruckenden Bauwerke der Römer, die über ganz Europa verteilt sind, kennenlernen. Gelegenheit dazu gab es kürzlich bei einer virtuellen Europareise, zu der die Lateinlehrer des Gymnasiums Marquartstein und der Archäologe Mario Becker eingeladen hatten.

Marquartstein – Zu Beginn des Abends begrüßte Schulleiter Christian Czempinski die Zuschauenden und erläuterte die Gründungssage von Rom mit dem Hinweis auf die Zwillinge Romulus und Remus.

Dann sollte es mit den Römern auf Europareise gehen. Iris Knitl stellte dabei die Frage, wie der Begriff Europa eigentlich zu definieren sei und Archäologe Mario Becker, der die Lateinfachschaft unterstützte, erzählte vom Mythos der schönen Europa, die von Göttervater Zeus entführt wurde, der sich kurzerhand in einen Stier verwandelt hat.

Damit war der gedankliche Radius, in dem sich der digitale Antikeabend abspielen sollte, gesetzt:

Elisabeth Parzinger richtete den Fokus nun auf den Mittelpunkt des römischen Reiches, indem sie auf das Kolosseum zu sprechen kam. Wissenswerte Details zu den Gladiatorenspielen lieferte dabei Mario Becker.

Astrid Russ entführte das Publikum nach Südfrankreich, konkret zu den Aquaedukten des Pont du Gard, wo die Bedeutung römischer Ingenieurskunst offensichtlich zutage tritt.

Anschließend gab Katharina Wagner zu bedenken, dass man keine weiten Fahrten unternehmen müsse, um auf Spuren der römischen Antike zu stoßen. Dabei verwies sie auf das Gräberfeld in Seebruck, wo zudem auch Reste einer antiken Straße und einer römischen Fischdarre zu finden seien.

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Christian Zill verwies zuletzt auf die Gebiete, die im heutigen geografischen Verständnis nicht zu Europa gehören, dennoch aber Teil des Römischen Reiches waren. Becker sprach hierzu über den Mythos vom Untergang Trojas, das die Griechen durch die List des hölzernen Pferdes eingenommen hatten. Am Ende zog Sandra Altmann ein Resümee des Abends, indem sie auf die Präsenz der römischen Kultur, aber auch die Lebendigkeit der lateinischen Sprache verwies. Man denke etwa an das Weiterleben des Lateinischen in der Wissenschaftssprache, in allen romanischen Sprachen, aber auch im Englischen. Vorteilhaft beim Erlernen des Lateinischen sei, so Altmann, zum einen seine logische und klare Struktur, aber auch die Tatsache, dass lateinische Vokabeln so gesprochen werden, wie man sie schreibt. Das wichtigste Argument, warum Schüler heute immer noch Latein lernen sollten, ist, laut Aussage der Marquartsteiner Lateinlehrer, aber zweifelsohne der hohe Bildungswert, schließlich vermittelt der Lateinunterricht einen vertieften Einblick in die antike Geschichte, Mythologie, Kultur, Archäologie, Philosophie oder Religion. re

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