REGIONALITÄT IM VORDERGRUND

Gute Karrierechancen herausgestellt

Die Teilnehmer der Berufsfachschule für Gastronomie freuten sich über einen gelungenen Projekttag und präsentierten stolz ein Drei-Gänge-Menü, das unter dem Motto „500 Jahre Reinheitsgebot“ stand. Mit auf dem Bild Fachoberlehrer Helmut Wieshuber, Küchenmeister Bernhard Limberg (beide links), Fachoberlehrer Harald Retzer (rechts).  Wittenzellner
+
Die Teilnehmer der Berufsfachschule für Gastronomie freuten sich über einen gelungenen Projekttag und präsentierten stolz ein Drei-Gänge-Menü, das unter dem Motto „500 Jahre Reinheitsgebot“ stand. Mit auf dem Bild Fachoberlehrer Helmut Wieshuber, Küchenmeister Bernhard Limberg (beide links), Fachoberlehrer Harald Retzer (rechts). Wittenzellner

Traunstein – Unter dem Motto „500 Jahre Reinheitsgebot“ zeigte die Berufsfachschule für Gastronomie kürzlich hervorragende Leistungen. Bei diesem Projekttag, der jährlich stattfindet, zeigten die angehenden Auszubildenden Köche, Hotel- und Restaurantfachleute ihr ganzes Können.

Bei einem dreigängigen Menü konnten sich die 42 geladenen Gäste, Eltern, Lehrer und eine sechsköpfige russische Delegation davon überzeugen, dass mit diesen Schülern bestens vorbereitete Auszubildende für die Gastronomie am Start stehen.

Grundlage dafür sind regionale und saisonale Gegebenheiten, so wurde dieses Jahr das Thema „500 Jahre Reinheitsgebot“ treffend gewählt.

Bereits in den letzten Schulwochen war das Thema „Bier und Reinheitsgebot“ bestimmend. So wurde im Fach Getränkekunde die Herstellung und die gesetzlichen Bestimmungen von Bier gelehrt. Abgerundet wurde das Ganze mit einer Brauereiführung. Die Menükarten sind im Unterrichtsfach Büroorganisation entstanden und zogen die Blicke der Gäste auf sich.

Zeitgleich planten die Schüler im praktischen Unterricht die Umsetzung des Themas. Serviermeister Harald Retzer betonte, dass dabei vor allem die Regionalität im Vordergrund steht. So wurde das Restaurant, mit Hilfe von örtlichen Brauereien, zu einem sehr festlichen und traditionellen „Wohlfühlraum“ ausgestattet, was sich auch daran zeigte, dass die Gäste sehr lange verweilten.

Alte Holzfässer, Saiteninstrumente wie Harfen und Zittern, ein Fass, aus dem frisches Bier gezapft wurde, bestimmten die Dekoration, umrahmt von den bayerischen Farben Weiß-Blau. Die Schüler servierten in Dirndln und Lederhosen. Die angereiste russische Delegation zeigte sich begeistert von der bayerischen Lebensart.

Unter Berücksichtigung des Themas und regionaler und saisonaler Aspekte kreierten die Schüler mit ihrem Klassenleiter, Küchenmeister Helmut Wieshuber, ein äußerst wohlschmeckendes Drei-Gänge-Menü. Zu Beginn reichte die Küche ein „Mogndratzerl“, das mit einer Weißbierbowle vom Service umrahmt wurde. Bayerische Tapas, bestehend aus geräuchertem Saibling, Obatzda von Bavaria Blue und Tafelspitzsülze bildeten den Auftakt des Menüs. Zum Hauptgang wurde rosa gebratenes Kalbsfilet mit Spargelragout und neuen Kartoffeln angeboten. Bayerisch Creme mit frischen Erdbeeren und Biereis bildeten den Abschluss des Menüs.

Küchenmeister Wieshuber betonte, dass die Schüler sich mit diesem Projekt selbst übertroffen hätten und somit eine gute Grundlage für ihre Ausbildung in der Gastronomie haben. Schulleiter Wolfgang Kurfer bedankte sich mit „Bierschokolade“ und einer kurzen Rede für das Engagement bei allen Beteiligten.

Im Schuljahr 2016/17 startet die Berufsfachschule für Gastronomie an der BS I in eine neue Runde. Die Anmeldungen laufen bereits. Es handelt sich dabei um eine einjährige Grundbildung, die bei vielen Ausbildungsbetrieben auch weit über den Landkreis hinaus sehr geschätzt wird.

Meistens erkennen die Ausbildungsbetriebe diese Schulbildung als erstes Lehrjahr an und somit kann der Auszubildende bereits im zweiten Ausbildungsjahr beginnen und im Folgenden in zwei Jahren einen Beruf in der Gastronomie erlernen.

„Die Ausbildungs– und Karrierechancen in der Gastronomie sind zurzeit außergewöhnlich gut, so dass Schulabgängern der Mittel- und Realschulen, die sich für die Gastronomie interessieren, eine solide schulische Grundbildung in der Berufsfachschule für Gastronomie als guter Start für die Berufswelt empfohlen werden kann“, wie Schulleiter Kurfer herausstellte.

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 08 61/9 89 79 12 erhältlich. wz

Kommentare