Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Blackout: Wie gut ist Gstadt versorgt?

„Nur keine Sorgen“ – So lautet die Devise von Bürgermeister Bernhard Hainz

Blick auf das Westufer des Chiemsees von Seebruck (vorne links) Richtung Gstadt (rechts oben).
+
Blick auf das Westufer des Chiemsees von Seebruck (vorne links) Richtung Gstadt (rechts oben).
  • VonElisabeth Kirchner
    schließen

Wie gut ist die Gemeinde Gstadt im Falle eines Blackouts versorgt? In der letzten Sitzung war diese Frage aufgeworfen worden.

Er habe Erkundigungen eingezogen und mit allen Energieversorgern gesprochen, die Gstadt bedienen, erklärte Bürgermeister Bernhard Hainz (FW) in der jüngsten Sitzung. Laut Auskunft der Stromversorgung Seebruck sei diese mit 20 Trafostationen mit dem Netz von Bayernwerk verbunden. Die Trafostationen seien auch Eigentum der Bayernwerke. „Bei einem großflächigen und mehrtägigen Stromausfall würde im Extremfall kein Strom mehr durch die Trafos fließen. Um alle Szenarien abdecken zu können, müssten 20 Notstromaggregate zur Verfügung stehen. Dies ist der Stromversorgung Seebruck jedoch nicht möglich.“

Nach Einschätzung von Frau Günther von der Stromversorgung Seebruck sei jedoch solch ein Blackout in Deutschland nach wie vor unwahrscheinlich. Mit kurzen, regionalen Stromausfällen, die meist durch den Netzbetreiber Bayernwerk verursacht würden, müsse man jedoch rechnen. Für kleinere Notfälle stehe ein Notstromaggregat zur Verfügung.

Beim E-Werk Buchauer aus Frasdorf sind die Übertragungsnetzbetreiber die Bayernwerke, die somit auch für die Netzstabilität verantwortlich seien. Die Bayernwerke hätten in einem Telefonat erklärt, dass es regionale Stromausfälle immer mal wieder geben kann, die meist kurzfristig durch Techniker vor Ort behoben werden könnten.

Anders bei einem echten Blackout. Wenn Teile von Stromleitungen zusammenbrechen, würde das zu größeren und vielflächigeren Ausfällen führen, schlimmstenfalls europaweit. Das Netz müsste dann wieder neu aufgebaut werden. Dies könne unter Umständen etwas dauern, und solch ein Szenario sollte vermieden werden.

Zu einem Stromausfall könne es auch kommen, wenn mehr Stromabnehmer vorhanden seien, als Strom produziert werde, so die Auskunft der Bayernwerke. Durch Abschaltung von großen Stromabnehmern solle das Netz in so einem Fall entlastet werden.

Gasversorgung sei sichergestellt

Was die Sicherstellung der Gasversorgung angeht, so konnte der Vertreter der Energienetze Bayern beruhigen. Sollte es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommen, gingen die Energienetze Bayern davon aus, dass sich der Gasverbrauch um circa 50 Prozent reduzieren würde. Das würde daran liegen, dass für den Betrieb der Gasverbraucher in den Haushalten Strom benötigt wird. Die Versorgung von mindestens 50 Prozent könne vonseiten der Energienetze Bayern problemlos über Notstromaggregate sichergestellt werden. Bürgermeister Hainz bat in diesem Zusammenhang, nicht überzureagieren. Die Bevölkerung müsse sich keine Sorgen machen.

Kommentare