Gstadt: Kinderhaus St. Johannes wird für 2,4 Millionen Euro erweitert

Auf der Westseite (links im Bild) soll das Kinderhaus Str. Johannes erweitert werden. Mit einem abgestuften Atrium wird sichergestellt, das die Räume im Untergeschoss genug Tageslicht bekommen. Thümmler/VG Breitbrunn
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Auf der Westseite (links im Bild) soll das Kinderhaus Str. Johannes erweitert werden. Mit einem abgestuften Atrium wird sichergestellt, das die Räume im Untergeschoss genug Tageslicht bekommen. Thümmler/VG Breitbrunn

Spätestens im nächsten Jahr soll das Kinderhaus St. Johannes in Gstadt erweitert werden. Breitbrunn,. Gstadt und Chiemsee können den Bedarf von Familien aus ihren Gemeinden sonst nicht mehr decken. Jetzt steht die Planung endgültig. 2,4 Millionen Euro wird der Ausbau kosten.

Von Hans Thümmler und Dirk Breitfuß

Breitbrunn/Gstadt – Das Kinderhaus St. Johannes in Gstadt platzt aus allen Nähten. Wie vielerorts sind die Anmeldezahlen stark gestiegen. Das Kinderhaus in der Chiemseegemeinde mit Kindergarten, Krippe und Hortbesuchen Mädchen und Buben aus den drei Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft (VG): Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee.

Sie bereiten seit Monaten eine Erweiterung des Gebäudes vor. Jetzt biegen sie auf die Zielgerade der Planungsphase ein. In der jüngsten öffentlichen Sitzung der VG als zuständigem Sachaufwandsträger, Corona-bedingt in der Chiemseehalle in Breitbrunn, stimmten die VG-Räte der endgültigen Eingabeplanung zu, die jetzt beim Landratsamt Rosenheim zur Genehmigung eingereicht wird.

Unterkellerung auf der Westseite

Die Gemeinschaftsversammlung aus den drei Bürgermeistern Anton Baumgartner (Breitbrunn, zugleich VG-Vorsitzender) Bernhard Hainz (Gstadt) und Armin Krämmer (Chiemsee) sowie fünf weiteren Vertretern aus den drei Gemeinden gab einstimmig grünes Licht für die Erweiterungspläne. Wegen persönlicher Beteiligung als Grundbesitzer nahm Hainz an Beratung und Abstimmung nicht teil.

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Die beiden Vertreter des beauftragten Planungsbüros Wagner aus Rosenheim, Architekt Daniel Wagner und sein Kollege Axel Harnischmacher, erläuterten den Entwurf, der im Wesentlichen eine Überbauung des Eingangsbereiches mit Unterkellerung auf der Westseite vorsieht. Mit einer abgestuften Atrium-Anlage des Geländes soll gesichert werden, dass die Fenster im Untergeschoss Tageslicht bekommen.

Die Gesamtkosten bezifferten die Architekten nach einer aktuellen Schätzung auf 2,4 Millionen Euro. Die Erweiterung soll einen Gewinn von 680 Quadratmetern Raumfläche bringen.

„Es passt alles“; brachte Bernhard Hainz die Meinung aller VG-Räte auf den Punkt. Baumgartner informierte, dass im Vorfeld Abstimmungsgespräche mit der Kindergartenleitung, dem kirchlichen Träger, der katholischen Pfarrkirchenstiftung Breitbrunn, einem Brandschutzgutachter und der Bauabteilung des Landratsamtes Rosenheim geführt worden seien, die durchwegs positiv verlaufen seien.

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Baumgartner betonte, dass mit der Erweiterung, mit der voraussichtlich im Jahr 2021 begonnen werden soll, bis zu sieben Gruppen untergebracht werden sollen. Die Kinderbetreuung in den drei Gemeinden könne so für die Zukunft gesichert werden.

Förderung noch nicht eindeutig geregelt

Bezüglich der Finanzierung teilte Baumgartner mit, dass die Förderung des Staates für den Bau noch nicht eindeutig geregelt sei. Die VG werde daher zuerst Eigenmittel aufbringen und danach die drei Gemeinden die auf sie jeweils entfallenden Kosten über Darlehensaufnahmen decken müssen.

Der VG-Vorsitzende berichtete außerdem, dass die Nachbargemeinde Gstadt in einer Sitzung des Gemeinderates einer Änderung des Bebauungsplanes „Gstadt-Ortsmitte“ für die geplante Erweiterung des Kinderhauses in der Waldstraße bereits zugestimmt habe. Die Änderung werde im vereinfachten Verfahren durchgeführt, ergänzte Gstadts Bürgermeister Hainz. Das spart Zeit. Die Kosten des Verfahrens trage die VG als Bauträger des Kinderhauses.

Nach dem Ausbau sollen bis zu sieben Gruppen untergebracht werden können, eine mehr als jetzt. Wegen des gestiegenen Bedarfs hatte die VG schon eine zusätzliche sechste Gruppe im Turnraum des Untergeschosses eingerichtet, der dafür umgebaut worden war. Für den Betrieb dieser Gruppe hat das Landratsamt nur eine befristete Erlaubnis erteilt, die momentan bis Mitte 2021 gilt.

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