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VERWALTUNGSGEMEINSCHAFT BREITBRUNN

Kinderhaus St. Johannes in Gstadt bekommt mehr Platz für die Betreuung

Die Einrichtung platzt aus allen Nähten, nun werden demnächst die ersten Aufträge für die Erweiterung ausgeschrieben.
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Die Einrichtung platzt aus allen Nähten, nun werden demnächst die ersten Aufträge für die Erweiterung ausgeschrieben.
  • VonElisabeth Kirchner
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Jeweils einstimmig votierten die Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Breitbrunn in ihrer jüngsten Sitzung für die Erweiterung des Kinderhauses St. Johannes in Gstadt.

Breitbrunn – Der Baubeginn für die Erweiterung des Kinderhauses wurde wegen der erst Anfang März 2021 eingegangenen Zustimmung der Regierung von Oberbayern zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn und der aktuell extrem hohen Auslastung der Baufirmen auf Anfang 2022 verschoben (wir berichteten).

Der Zustand der Nachbarhäuser wird dokumentiert

Im Herbst diesen Jahres soll, wenn es die Corona-Lage zulässt, die Erweiterung des Kinderhauses im Rahmen eines Elternabends umfassend vorgestellt werden. Die ersten Gewerke sollen demnächst ausgeschrieben werden. Im Zuge der Baumaßnahmen werden im nördlichen Grundstücksbereich des Kinderhauses nicht unwesentliche Aushubmaßnahmen notwendig.

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Da sich dort zwei Wohngebäude anschließen, sei es „sinnvoll, den Zustand dieser baulichen Anlagen aufzunehmen, um im Nachgang der Baumaßnahme Streitigkeiten zu vermeiden,“ erklärte der VG-Vorsitzende Anton Baumgartner (Parteifreie /ÜWG Breitbrunn).

Kosten von 800 Euro brutto

Für ein nordöstlicher gelegenes Gebäude hingegen sei die Sicherung nicht notwendig, da dieses Gebäude ohnehin abgebrochen werden soll. Die Kosten für die Sicherungsmaßnahme belaufen sich auf rund 800 Euro brutto.

Ohne weitere Nachfragen genehmigten die VG-Mitglieder mit 7:0 (Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz, FWG, enthielt sich wegen persönlicher Beteiligung) die ersten Baumaßnahmen und die Beauftragung eines Sachverständigenbüros zur Beweissicherung für die angrenzenden Gebäude.

Container für zwei Gruppen

Anschließend ging es um die Planungsänderung. Für die Dauer der Bauzeit werden zwei Gruppen – eine Krippen- und eine Kindergartengruppe – in Containern untergebracht, die im Januar 2022 westlich des Kinderhauses am Rande des Parkplatzes aufgestellt werden. Auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes können die Kindergartenkinder die dortigen sanitären Anlagen nutzen.

Einwände wegen Brandschutz und Nutzfläche

Vom Parkplatz sei keine Durchfahrt mehr möglich, die Kinder könnten somit gefahrlos gebracht und abgeholt werden können, informierte Bürgermeister Baumgartner. Allerdings habe es Einwände hinsichtlich Brandschutz und Anforderungen der Nutzfläche seitens des Jugendamtes im Landratsamt Rosenheim gegeben.

Der Eingabeplan musste für die temporäre Containeranlage deshalb noch einmal dahingehend überarbeitet werden, dass aus brandschutztechnischen Gründen ein 5 Meter Abstand zum bestehenden Lagergebäude (Stadl) eingehalten und zum anderen die Nutzfläche vergrößert werden muss.

Das Jugendamt Rosenheim verlangt mehr Platz

Da die Flächen in Relation zu der Kinderzahl zu gering bemessen waren, erhöht sich die Zahl der notwendigen Container von elf auf 13. Der überarbeitete Plan sei bereits mit dem Träger der Einrichtung abgestimmt worden und auch von der Regierung von Oberbayern sei zwischenzeitlich die Zustimmung zum Maßnahmenbeginn eingegangen, so Baumgartner weiter.

Um weiteren unnötigen Zeitverlust zu vermeiden, sei der Bauantrag schon bei der Gemeinde Gstadt positiv behandelt worden. Auch hierzu erfolgte eine einmütige nachträgliche Zustimmung.

Mobile Luftreinigungsgeräte für die Container

Geschlossen genehmigte die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Breitbrunn die Anschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten für die temporäre Containeranlage. Auch wenn es bislang keine Förderung dafür gebe, sollten für rund 11 000 Euro für die zwei Gruppen- und die zwei Nebenräume in den Containern mobile Luftreinigungsgeräte angeschafft werden.

Keine Förderrichtlinie für mobile Luftreiniger

Auf Nachfrage von Markus Thalhauser (Parteifreie/ÜWG Breitbrunn) erklärte VG-Vorsitzender Bürgermeister Anton Baumgartner, dass es bislang noch keine Förderrichtlinie zur Anschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten für Kindertageseinrichtungen im Gegensatz zu Schulen gebe.

Es gebe nur eine Fördermöglichkeit für Gruppen-, Mehrzweck- und Therapieräume, die nicht ausreichend durch gezieltes Öffnen der Fenster oder durch eine raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) gelüftet werden können. Ob diese Förderung ausgeweitet werde, wisse er auch nicht.

Kauf auch ohne Finanzspritze des Staates

Thalhauser befürwortete dennoch mobile Luftreiniger für alle Gruppenräume im Kinderhaus. Der stellvertretende VG-Vorsitzende Bernhard Hainz (FWG) forderte eine sofortige Anschaffung, ein Vorschlag, dem sich auch Georg Klampfleuthner (FWG Chiemsee) anschloss. Johann Obinger (FWG) wollte wissen, ob ein Einbau einer Lüftungsanlage mehr Sinn mache und Sabine Huber (Bürgerliste Breitbrunn) erkundigte sich nach der Wirksamkeit von mobilen Luftreinigungsgeräten.

Fest installierte Lüftungsanlage zu teuer

Laut Hainz filtern mobile Luftreiniger bis zu 99,95 Prozent, ein Einbau einer Lüftungsanlage sei allerdings schon aus Kostengründen „eine andere Liga“. Baumgartner beendete die Debatte mit zwei Beschlussvorschlägen, dem sich das Gremium einmütig anschloß. Bis zur Verwendung in den Containern sollen die Geräte im Bestandsgebäude genutzt werden.

Endültige Entscheidung zum Jahresende

Zusätzlich sollen vorbehaltlich einer etwaigen Förderung auch für die Gruppen- und Nebenräume des Kinderhauses mobile Luftreinigungsgeräte angeschafft werden, um bei Auflage eines Fördertopfes zeitnah reagieren zu können. Sollte keine Förderung aufgelegt werden, wird die VG zum Jahresende über einen Ankauf auch ohne Förderung entscheiden.

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