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GEMEINDERAT STIMMT FÜR BÜNDELAUSSCHREIBUNG

Gstadt bezieht weiterhin Ökostrom

  • VonElisabeth Kirchner
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Einstimmig endete der Beschluss im Gemeinderat Gstadt für Ökostrom für kommunale Liegenschaften. Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) informierte das Gremium, dass der derzeitige Stromliefervertrag bis zum Jahresende läuft und die Gemeinde daher wieder ein Vergabeverfahren durchzuführen hat.

Gstadt – Die Gemeinde habe zwei Versorgungsgebiete im Gemeindegebiet, zum einen das Versorgungsgebiet der E.ON/Bayernwerke und zum anderen die Stromversorgung Seebruck eG. Über den Bayerischen Gemeindetag werden alle drei Jahre über die Firma Kubus GmbH Bündelungsausschreibungen angeboten. Der nächste Ausschreibungszeitraum für Stromlieferungen ist erst wieder ab 2023 für die zwei Folgejahre möglich, komme also als Ausschreibungsmöglichkeit für Gstadt zu spät.

Der Stromverbrauch der kommunalen Liegenschaften liege mit circa 20 000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr unter dem EU-Schwellenwert und sei somit grundsätzlich nicht europaweit ausschreibungspflichtig, erklärte Hainz weiter. Die Gemeinde habe auch die Möglichkeit, im Rahmen der vergaberechtlichen Vorschriften selbst verschiedene Angebote einzuholen und mit dem wirtschaftlichsten Anbieter einen Stromlieferungsvertrag abzuschließen. Unabhängig von der Art des Vergabeverfahrens, müsse sich die Gemeinde entscheiden, ob sie Ökostrom oder Normalstrom beziehen wolle und ob der Ökostrom mit oder ohne Neuanlagenquote behaftet sein soll.

50 Prozent des gelieferten Stroms muss aus Neuanlagen stammen

Die Mehrkosten gegenüber Normalstrom ohne Neuanlagenquote variieren zwischen 0 und 0,5 Cent je kWh, die Mehrkosten mit Neuanlagenquote zwischen 0,5 und 1,2 Cent je kW/h. Neuanlagenquote bedeute, so Hainz, dass mindestens 50 Prozent des gelieferten Stroms pro Kalenderjahr aus Neuanlagen stammen müsse, die nicht älter als vier Jahre seien. Dies betreffe den Einsatz von Windenergie, Energie aus Biomasse und solare Strahlungsenergie. Nicht älter als sechs Jahre dürften Anlagen sein bei Wasserkraft und Geothermie. Nachdem hierzu keine Fragen aus den Reihen des Gremiums kamen, stellte Bürgermeister Hainz den Beschlussvorschlag vor, ein Vergabeverfahren in Form einer Verhandlungsvergabe durchzuführen. Um eine bessere Verhandlungsbasis aufgrund einer Mengenbündelung zu erreichen, werde der Verbrauch der Mitgliedsgemeinden zusammengefasst und gemeinsam ausgeschrieben.

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Der Zuschlag soll an den wirtschaftlichsten Anbieter gehen. Dabei seien Angebote für hundert Prozent Ökostrom ohne Neuanlagenquote für die Jahre 2022 und 2023 einzuholen. Für das Versorgungsgebiet der Stromversorgung Seebruck solle sich keine Veränderung ergeben. Diesem Beschlussvorschlag folgte das Gremium einstimmig.

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