Gstadt bespricht Umsatzsteuererleichterungen - Gemeinde passt das Corona-Steuerhilfegesetz für Betriebe an

Die Gemeinde Gstadt will die Umsatzsteuererleichterungen für ihre Betriebe an die Bürger weitergeben. Das Corona-Steuerhilfegesetz und seine Auswirkungen auf die gemeindlichen Betriebe gewerblicher Art wurden in der jüngsten Sitzung behandelt.

Gstadt – Der Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn (VG), Thomas Wagner, erläuterte die ab Juli geänderten Umsatzsteuersätze, die von Mittwoch, 1. Juli, von bisher 19 Prozent auf 16 Prozent und beim ermäßigten Steuersatz von 7 auf fünf Prozent gesenkt wurden.

Ob die Senkung der Steuersätze sich tatsächlich auf die Preise auswirke, hänge von der zugrunde liegenden vertraglichen Regelung, beziehungsweise der Festsetzung in den Satzungen ab, erklärte Wagner.

Erheblicher Aufwand für die Verwaltung

Der Geschäftsführer ließ nicht unerwähnt, dass diese Steueränderungen erhebliche Umstellungsarbeiten bei der Verwaltung, sowohl in technischer als auch organisatorischen Art, verursachen würden.

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Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Verkaufspreise, auf der Grundlage der vertraglichen Regelungen, entsprechend den Änderungen anzupassen. So ermäßigt bei den Netto-Regelungen grundsätzlich der Brutto-Betrag um diesen gemäßigten Steuersatz. Sollte ein Brutto-Preis festgelegt sein, bliebe dieser unverändert. In diesem Rahmen werde die Gemeinde die Umsatzsteuererleichterungen an die Bürger weitergeben, beschloss der Gemeinderat.

Segelhafen, Hofanger und Wirt betroffen

Bei den gemeindlichen Betrieben handelt es sich nach Angaben der Verwaltung insbesondere um den Segelhafen Gollenshausen, die Betriebe am Hofanger, am Dorfplatz und den Verpachtungsbetrieb Chiemseewirt in Gollenshausen. th

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