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Trend zeigt aufwärts

Gstadt als Touristenziel immer beliebter

Beliebtes Ziel für Ausflügler und Urlauber: Die Gästezahl überschritt mit 17000 bereits im September die das Ergebnis des Vorjahres.
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Beliebtes Ziel für Ausflügler und Urlauber: Die Gästezahl überschritt mit 17000 bereits im September die das Ergebnis des Vorjahres.
  • VonElisabeth Kirchner
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Seit dem Jahr 2014 klettern die Übernachtungszahlen im Chiemsee-Ort Gstadt mit stetigem Trend nach oben. Gemeinderat vertagt Entscheidung über Kurbeitragserhöhung.

Gstadt – Schon jetzt im Oktober könne von einem erfolgreichen Jahr für den Tourismus in Gstadt gesprochen werden, berichtete Sophia Staller, Leiterin der Tourist-Info Gstadt, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Mit Ausnahme der beiden coronabedingten Jahre 2020 und 2021 sei seit 2014 der Trend für die Übernachtungszahlen stets nach oben gegangen. In 2019 übernachteten rund 88 000 Gäste in der Kommune, „heuer waren es allein bis Ende September fast 85 000. Und da ist der goldene Oktober noch nicht miteingerechnet“, betonte die Touristikerin.

Preise kein Grund für Gastezahlen-Einbruch

Bei den Gästezahlen sehe es ebenfalls gut aus. „Auch wenn es im Sommer einen Knick gegeben hat, liegen diese im Vergleich zum Vorjahr weitaus höher. 2021 wurden knapp 17 000 verzeichnet, heuer ist die Zahl der Gäste bereits im September um rund 600 überschritten worden“, sagte Staller.

Michael Rappl (FW) wollte wissen, warum im Sommer ein Einbruch bei den Gästezahlen zu vermelden sei. Staller mutmaßte, dass dies nicht an den Preisen liege. Heuer seien eben wieder Fernreisen möglich gewesen.

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Neben der guten Ausgangslage für Hotel-, Pensions- und Ferienwohnungsbetriebe („wir haben aktuell 54 Vermieter“) bietet Gstadt auch Ausstellern und Seminarveranstaltern Raum. Die Räumlichkeiten waren bisher gut ausgelastet. Dies wirke sich positiv auf die Erlöse aus, auch wenn sie – Stand Ende September – noch keine abschließende Bilanz ziehen könne, so Staller weiter. Sie erwarte bald sogar noch mehr Anfragen, verriet sie den Gemeinderäten. Der Gemeinderat hatte nämlich vor einiger Zeit die Anschaffung neuer Stellwände genehmigt. „Die sind auch schon bestellt“, informierte Staller die Gemeinderäte. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 2850 Euro. Was das Marketing angeht, werde es wieder das Gastgeberverzeichnis und den Urlaubsbegleiter 2023 geben.

Da sich die Preise bei den Druckereien täglich änderten, gebe es hier allerdings noch keine Zahlen. Das Streetfood-Festival im August sei trotz des regnerischen Wetters ein Besuchermagnet gewesen, fügte sich noch hinzu. Dies bestätigten auch die Gemeinderatsmitglieder quer durch alle Fraktionen. Auf der Tagesordnung stand neben dem Bericht aus der Tourist-Info auch die Satzung zur Änderung der Erhebung des Kurbeitrags, die neue Satzung soll zum 1. Januar 2024 in Kraft treten. Hierzu hatte Kämmerer Karl-Heinz Heitauer einiges Zahlenmaterial vorbereitet, um den kurbeitragsfähigen Aufwand, „also alles das, was ungedeckt ist,“ zu erläutern.

Die Gemeinde sollte kostendeckend arbeiten

Darunter fallen, so Bürgermeister Bernhard Hainz (FW), beispielsweise der Kurpark am Hofanger, das Freibad, die Tourist-info und die Veranstaltungen. Derzeit macht der Kurbeitrag 1 Euro aus. Andere Gemeinden wie Prien und Breitbrunn verlangen mehr. In Breitbrunn zahle der Kurgast 1,50 Euro und in Prien gar 2 Euro, erwähnte Heitauer. Um kostendeckend zu arbeiten, müsse man den Kurbeitrag auf 2,15 Euro brutto erhöhen. Sophia Staller fügte hinzu, dass in Breitbrunn beim Kurbeitrag der ÖPNV via die RVO-Ringlinie inkludiert sei.

Josef Gartner und Michael Rappl forderten, hier nachzuziehen. Bürgermeister Bernhard Hainz (FW) verwies auf die Kosten, die auf die Gemeinde zukommen: „Jeder Fahrgast wird spitz abgerechnet.“ Christian Summerer (Bürgerliste) schlug 1,80 Euro als Kompromiss vor. Die Gemeinde sollte kostendeckend arbeiten. Dominikus Schneider (FW) meinte, dass es mehr Informationen und Zahlen brauche.

Anpassung des Kurbeitrags vertagt

Bürgermeister Bernard Hainz (FW) fasste das Meinungsbild zusammen. Die Erhöhung des Kurbeitrages auf 1,50 Euro wird als zu gering gesehen. Ein Kurbeitrag von 1,80 Euro wäre vorstellbar. Jedoch soll noch der Beitritt der Gemeinde zum ÖPNV abgeklärt werden, um den Gästen eine kostenlose Nutzung des Nahverkehrs mit der Gästekarte ermöglichen zu können. Er schlug vor, das Thema zu vertagen und zeitnah wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

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