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Erneute Betrachtung einer Bauvoranfrage

Bauvoranfrage beschäftigt Grassauer Rat: Grundstück zu klein für fünf Wohneinheiten?

Gut gewirtschaftet hat die Gemeinde Grassau, wie Kämmerer Tobias Gasteiger jetzt bestätigte. im Rathaus gab es dafür zuletzt großes Lob vom Prüfungsausschuss.
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Der Grassauer Rat beschäftigte sich erneut mit einer Bauvoranfrage, in der es um einen Neubau mit fünf Wohneinheiten geht.
  • VonTamara Eder
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Ein Neubau mit fünf Wohneinheiten – Eine entsprechende Bauvoranfrage beschäftigte den Grassauer Rat. Der Beschuss der Mitglieder fiel einstimmig.

Grassau – In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Grassauer Gemeinderat mit einer Bauvoranfrage beschäftigt. Diese wurde bereits zum zweiten Mal eingereicht. Es geht um den Abriss eines Hauses und den Neubau eines Gebäudes mit fünf Wohneinheiten an der Mietenkamer Straße. Im März lehnte der Bauausschuss das Vorhaben ab und nun erneut der Marktgemeinderat. Obwohl sich die Lage der Garagen und Stellplätze geändert hat, votierte das Gremium einstimmig gegen die dichte Bebauung.

Maximal vier Wohnungen zulässig

Der Bauwerber möchte das Wohnhaus, das sich energetisch nicht sanieren lässt, abreißen und stattdessen ein Mehrfamilienhaus mit den Ausmaßen von 17,5 auf 11,5 Metern und einer seitlichen Wandhöhe von 6,5 Metern auf einem 764 Quadratmeter großen Grundstück errichten. Geplant sind fünf Wohneinheiten mit insgesamt zehn Stellplätzen.

Wie Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) informierte, gebe es im rechtsgültigen Bebauungsplan von 1964 keine Wohneinheitenbeschränkung. Da das Grundstück jedoch im Bereich der Fremdenverkehrssatzung liege, seien maximal vier Wohneinheiten zulässig. Auf der anderen Straßenseite wurde ein Wohngebäude mit sechs Wohneinheiten geschaffen.

Wie Kattari hinzufügte, wurden die Parkplätze in erster Anfrage alle von der Mietenkamer Straße aus geplant. Möglich werde nun aber auch eine Erschließung über die August-Sieghard Straße, die in einem kleinen Bereich so weitergeführt werde, dass sie in die Mietenkamer Straße mündet. Somit könne auch von der Ostseite zu den Stellplätzen gefahren werden.

Zu viel Fläche versiegelt

Wegen der Stellplatzsituation sprach sich Katharina Schmuck (SPD) gegen das Vorhaben aus. Das Grundstück vertrage ihrer Ansicht nach keine fünf Wohneinheiten. Zu viel Fläche werde versiegelt. Das gegenüberliegende Gebäude mit sechs Wohneinheiten habe ebenfalls zu wenig Freifläche.

Die gleiche Ansicht vertrat Thomas Hofmann (AE), dem die Bebauung ebenfalls zu dicht ist. Für Daniela Ludwig (CSU) sei der Bezugsfall gegenüber nicht relevant, zumal in der Gegend auch kleine Häuser vorkommen. Sie verwies auf die Versickerung von Oberflächenwasser und meinte, dass nicht mehr alles „zugepflastert“ werden sollte.

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Eine Nachverdichtung sei dennoch zuzulassen, so Kattari. Hofmann ergänzte, dass die Gemeinde ländlich geprägte sei und keine städtische Baugestaltung vertrage.

Bewertung soll erleichtert werden

Manfred Huber (AE) fügte hinzu, der Rat möge eine Richtschnur zum Maß der baulichen Nutzung von Grundstücken festlegen. Dem pflichtete Achim Stümpfl (UGL) bei. Er wünscht eine Grundsatzregelung. „Wir sind dabei. Das wird nicht alle Fragen lösen, aber die Bewertung leichter machen“, entgegnete der Rathauschef.

Hans Genghammer (FW) regte an, über die Anzahl von Stellplätzen pro Wohneinheit zu diskutieren und verwies auf die Nachbargemeinde, die drei Stellplätze pro Einheit fordere. Laut Werner Haslinger (CSU) liege hier nicht das Problem in der Zahl der Geschossflächen, sondern an den fünf Wohneinheiten.

CLH

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