Grundstück am Priener Bahnhof wechselt den Besitzer

Der Parkplatz, der von Bahngleisen, Seestraße, Hochriesstraße und Bahnhofsgebäude (hinten links) eingerahmt liegt, hat den Besitzer gewechselt. Eine Rosenheimer Immobilienfirma hat ihn von der Bahn gekauft. Die Stellplätze bleiben aber auf absehbare Zeit bestehen.
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Der Parkplatz, der von Bahngleisen, Seestraße, Hochriesstraße und Bahnhofsgebäude (hinten links) eingerahmt liegt, hat den Besitzer gewechselt. Eine Rosenheimer Immobilienfirma hat ihn von der Bahn gekauft. Die Stellplätze bleiben aber auf absehbare Zeit bestehen.

Prien/Rosenheim – „Die Har tinger Unternehmensgruppe erwirbt ein Grundstücksanteil des Bahnhofareals in Prien am Chiemsee.“ So steht es unter „Aktuelles“ auf der Homepage des Rosenheimer Immobilienunternehmens.

Auf Nachfrage der Chiemgau-Zeitung präzisierte Geschäftsführer Michael Har tinger, dass es um den Parkplatz der Bahn zwischen Seestraße und Bahnhofsgebäude gehe, den die Bahn selbst bewirtschaftet.

Konkrete Pläne für eine Weiterentwicklung des Grundstücks gebe es derzeit nicht, verwies Hartinger auf einen Mietvertrag mit einer Bahntochter, der auch nach dem Eigentümerwechsel weiter bestehe. Die Stellplätze werden also vorerst weiter zur Verfügung stehen.

Der Markt Prien plant seit etwa zehn Jahren eine Umgestaltung des gesamten Bahnhofsareals in wesentlichen Teilen. Unter anderem sind Wohn- und Geschäftshäuser, ein Parkhaus oder -deck sowie ein neuer Busbahnhof Bestandteil des Konzepts. Das Bebauungsplanverfahren stockt allerdings. Das liegt laut Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) vor allem daran, dass der Markt Prien seit Jahren auf die sogenannte Entwicklung wesentlicher Teilflächen durch die Deutsche Bahn wartet. Mit diesem Schritt würde die Bahn die Planungshoheit an die Gemeinde abtreten. Diese hatte vor Jahren rund 10 000 Quadratmeter Grund in dem Areal zwischen Seestraße und Sparkasse erworben, um das Gelände nach ihren Vorstellungen überplanen zu können.

Ein zweiter Hemmschuh für die Weiterentwicklung ist das Gebäude des Caritas-Kinderhorts Wirbelwind. Der Markt Prien rechnet für 2022 mit der Fertigstellung einer sechsgruppigen Kinderbetreuungseinrichtung nahe der Grundschule Wil denwart, die er gemeinsam mit der Nachbarkommune Frasdorf baut. Wenn diese Alternative zur Verfügung steht, könnte der Kinderhort vom Priener Bahnhof umziehen und dessen altes Gebäude, wie geplant, abgerissen werden.

Die Hartinger-Gruppe, ein Familienunternehmen, das in der dritten Generation auf dem Immobiliensektor tätig ist, werde ihr Grundstück zu gegebener Zeit in Abstimmung mit dem Markt Prien entwickeln, so der Geschäftsführer.

Bürgermeister Friedrich bestätigte auf Anfrage der Redaktion, dass es bereits erste Gespräche gegeben habe und sich der neue Grundeigentümer dabei sehr aufgeschlossen präsentiert habe. Er ist deshalb zuversichtlich für die gemeinsame Weiterentwicklung der Fläche. Dirk Breitfuß

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