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Ingenieurbüro legt Zeitplan vor

Haus des Gastes in Bernau soll grundlegend saniert werden – Doch zuvor sind noch Untersuchungen nötig

Das Bernauer Haus des Gastes bei der Sanierung 2010. Die Gemeinde investiert nun grundlegend in das Gebäude, zuerst sind eine Reihe von Untersuchungen notwendig.
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Das Bernauer Haus des Gastes bei der Sanierung 2010. Die Gemeinde investiert nun grundlegend in das Gebäude, zuerst sind eine Reihe von Untersuchungen notwendig.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Die Sanierung des Haus des Gastes nimmt konkrete Formen an. Der Bernauer Gemeinderat nahm sowohl Zeitplan als auch die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zur Kenntnis.

Bernau – Ebenso einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) zu ermächtigen, die Aufträge für die vorbereitenden Untersuchungen zu erteilen, also für Brandschutz, Vermessung und die Altlastenermittlung.

Eine Priorisierung der Vorschläge der Bernauer erfolgt erst nach Klärung der Machbarkeit. Ein zentrales Thema wird wohl der Brandschutz werden.

Tourist-Info zieht zum Umbau aus

Ingenieur Florian Gerthner aus Rosenheim legte dem Gemeinderat in der Sitzung einen Zeitplan vor. „Wir sind beauftragt worden, die Rahmenbedingungen abzuklopfen“, kommentierte er dies. Eine Herausforderung war laut seinen Ausführungen der Zeitpunkt für den Umzug der Tourist-Information (TI). Sie müsse durchgehend besetzt sein. Sie könne entweder vor, nach der Hauptsaison oder im Frühjahr umziehen. Wie berichtet, mietet die Gemeinde dafür Geschäftsräume und Keller der Firma Seiwald an der Widholzerstraße 5 an.

Laut Gerthner ist es Ziel, bis zum Sommer die Grundlagen zu ermitteln, sprich, das Gebäude genau unter die Lupe zu nehmen. Das Gebäude sei 100 Jahre alt und mehrmals umgebaut worden. Er betonte mehrfach, wie wichtig es sei, genau hinzuschauen, welche Materialien verbaut worden sind: „Damit wir keine Überraschungen während des Bauens, bei Kosten und Bauzeit erleben.“

Brandschutz bei den Wohnungen

Gedanken zum Brandschutz müsse man sich im Haus des Gastes bezüglich der beiden Wohnungen im Obergeschoss machen. Die Ergebnisse beeinflussten die Planungen. In den Sommerferien, so schlug Gerthner vor, könnten Rahmenuntersuchung und danach die Planungsphase vonstattengehen. Das alles hänge aber davon ab, zu welchen Ergebnissen die Grundlagenermittlung komme.

Peter Pertl (CSU) wollte wissen, darum der Umzug der TI so lange dauere. Im Zeitplan sind zwei Fenster von jeweils zwei Wochen vorgeschlagen. Pertl vertrat die Meinung, dass drei bis vier Tage ausreichen müssten, wenn „alle intensiv zusammenhelfen“. Den Umzug wird der Bauhof vornehmen. Bürgereisterin Biebl-Daiber sprach von einem Puffer, der eingebaut worden sei. Wegen des Kundenverkehrs und der Erstellung des neuen Gastgeberverzeichnisses seien die Zeitfenster fixiert.

Vereine müssen ebenfalls vorerst ausziehen

Im Übrigen informierte sie, dass die Vereine demnächst angeschrieben und informiert würden, wann sie aus dem Haus des Gastes ausziehen müssen.

Nachdem die Gemeinderäte keine weiteren Fragen zum Zeitplan äußerten, betonte Gerthner nochmals, wie wichtig es sei, die Grundlagen ordentlich zu ermitteln, damit die Verwaltung frühzeitig ein Konzept erstellen könne, wie das Haus des Gastes künftig genutzt werde: „Alles, was man an Aufwand vorher reinsteckt, zahlt sich beim Bau aus.“

Gemeinderat hat Neubau bereits ausgeschlossen

Die Bürgermeisterin sprach hierauf den Brandschutz an und dass im Zusammenhang damit die künftige Nutzung überlegt werden könne. Helmut Wachter (WMG) erkundigte sich, ob eine Kostengegenüberstellung von Neubau und Sanierung überlegt werde. Biebl-Daiber wies ihn darauf hin, dass der Beschluss schon gefallen sei für die Sanierung. Aus personellen und aus Kostengründen scheide ein Neubau aus. Woraufhin Wachter anmahnte, wirtschaftlich zu denken.

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CSU-Gemeinderat Peter Pertl sprach sich dafür aus, bei den Vorermittlungen nach allen Seiten hin offenzubleiben. Das beinhaltet laut seinen Worten auch, dass möglicherweise die TI an ihrem Übergangsstandort so gut aufgehoben sein könnte, dass sie dort bleibe. Das sei immerhin eine Option.

Druckereigebäude nur eine Übergangslösung

Die Bürgermeisterin erklärte, die TI sei relativ „gesetzt“ – im Erdgeschoss im Haus des Gastes, auch wegen der Barrierefreiheit. Im Obergeschoss und im Keller sei dagegen „alles offen“. Anja Abel, die Leiterin der Tourist-Info, wies auf die beengten Verhältnisse bei der Übergangslösung hin. Biebl-Daiber sprach bei dem Druckereigebäude von einer „wunderbaren Übergangs-“ aber keiner dauerhaften Lösung.

Thomas Herian (BL) fasste am Ende zusammen: „Die dauerhafte Nutzung ist davon abhängig, was der Brandschutz ergibt, oder?“ Dies bejahte Gerthner mit dem Hinweis: „Es gibt nichts, was unmöglich ist. Aber Sie werden Vorstellungen haben, was sie ausgeben wollen.“

So wünschen sich die Bürger die künftige Nutzung:

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) legte dem Gemeinderat die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung für die künftige Nutzung des Haus des Gastes vor. Das Gebäude wird saniert. Demnach sei ein Vereinsraum für Vorstandssitzungen, Versammlungen, Vorträge und ähnliches gewünscht. Der Raum solle mit einem Beamer, Internetanschluss und Leinwand ausgestattet werden.

Auch der Wunsch nach einer kleinen Teeküche, mindestens einem Getränkeautomat und eventuell verschließbaren Aktenschränken für die Vereine waren genannt worden. Diese Wünsche seien mehrfach genannt worden, so Biebl-Daiber. Ebenfalls von mehreren Bürgern geäußert worden war der Wunsch nach einer Erweiterung und Modernisierung der Bücherei. Der Leseraum dagegen solle abgeschafft werden. Dies ist laut Bürgermeisterin nicht möglich, da er für das Prädikat „Luftkurort“ benötigt werde. Er sei aber in Kombination mit einer Erweiterung der Bücherei gut denkbar. Eventuell könnte ein solcher Leseraum von zwei Seiten begehbar gestaltet werden.

Weiter meldeten die Bernauer zurück, dass im Haus des Gastes kein Vereinsraum entstehen und die Vereine sich weiterhin in den Gaststätten treffen sollten. Gewünscht ist auch eine Behindertentoilette. Diese sowie Barrierefreiheit sollten durch den Umbau aber ohnehin hergestellt werden, so Biebl-Daiber. Ein weiterer Vorschlag lautete nach einer Kleiderkammer mit der Möglichkeit, Dinge zu tauschen. Laut Bürgermeisterin bräuchte man dazu einen Betreiber, die Tourist-Information oder die Verwaltung könnten diese Aufgabe nicht übernehmen.

Weitere Vorschläge waren die Erweiterung des Radio-Museums und ein Schießstand am Standort alter Sitzungssaal. Vor einer Priorisierung der Vorschläge stehen laut Biebl-Daiber Untersuchungen zum Brandschutz und eine Machbarkeitsstudie. Weiter sei zu klären, ob die beiden Wohnungen im zweiten Obergeschoss erhalten werden können, ebenfalls unter dem Gesichtspunkt des Brandschutzes. All dies werde ermittelt.

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