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Grünes Licht für die Tourismus-Million

Traunstein – Für die seit 2017 übliche „Tourismus-Million“ gab der Kreisausschuss unter Vorsitz ohne Diskussion und Gegenstimme grünes Licht.

Die erste Tranche von 400 000 Euro bekommt der Verband sofort, die zweite in Höhe von 500 000 Euro im August. Vom Rest werden im Dezember noch bis dahin ausgereichte Kreiszuschüsse an den touristischen Bereich und ein Betrag für seitens des Landratsamts erbrachte Leistungen abgezogen.

Dass die Tourismus-Million gut angelegtes Geld ist – das belegte Verbandsgeschäftsführer Stephan Semmelmayr mit Zahlen und Fakten. Er präsentierte dem Kreisausschuss ein ausgefeiltes Konzept, das die Bearbeitung des Tourismusmarktes mit klassischem Marketing sicher stellt, die Marke „Chiemsee-Chiemgau, Bayerische Alpen“ in ihrer Logik überarbeitet und schärft. Die Marke wie die Zusammenarbeit mit den einzelnen Gemeinden und Verbänden werden vertieft und den jeweiligen Regionen angepasst. Der Chiemgau-Tourismusverband bildet Allianzen und Kooperationen, um seinem Auftrag der Marktbearbeitung gerecht zu werden. Diese Verbünde gehen, so Semmelmayr, „über das klassische Marketing hinaus“.

Er betonte weiter: „Die Aufgaben einer Destination Management Organisation (DMO) werden sich verändern. Unser Verband will diese Entwicklung mit vorantreiben und sich als einer der ersten zukunftsfähig aufstellen. Ein Schritt dazu ist der Aufbau einer Tourismusakademie.“

Die einzelnen Punkte verdeutlichte der Geschäftsführer mit Beispielen aus der Praxis. So nutze man Videos zum Thema „Bergerlebnis“ im Internet. Das seien „keine klassischen Anzeigen, vielmehr Geschichten, die von einer künstlichen Intelligenz namens Google hochgespielt werden“. Unter den Markenwerten nannte der Referent den Begriff „griabig“. Bei den Zielgruppen widme man sich nicht allen gleichermaßen, sondern pflege „die Kunst des Weglassens“.

Nach dem gleichen System wie der Verband gingen die Kommunen bei ihren Internet-Auftritten vor. Aufbauend auf der „Markenstrategie des Verbands“ unter Berücksichtigung der jeweiligen Anliegen setze man gemeinsam den Markenprozess um. Mehrere Gemeinden, darunter Ruhpolding, Grassau und Seeon-Seebruck, machten bereits mit. Bei den Allianzen sprach Semmelmayr von Markenpartnerschaften, strategischen Geschäftsfeldern und Leader-Projektpartnerschaften. Ein Beispiel sei die erneute Zertifizierung des Chiemgaus als Radregion: „Erstzertifizierungen bekommen viele, Nachzertifizierungen sind deutlich weniger.“

Unter dem Stichwort „Tourismusakademie“ gebe es heuer viele Angebote, darunter Expertenschulungen durch den Deutschen Tourismusverband, Veranstaltungen der Volkshochschule zu Büroorganisation und Zeitmanagement oder zu Windows 10. Die Aktion „Urlaub auf dem Bauernhof“ plane im Herbst eine gemeinsame Schulung.

Etwas Besonderes seien die „e-Coaches“: „Der Landkreis Traunstein hat als einziger in Oberbayern gleich vier e-Coaches. Sie helfen, im digitalen Bereich voranzukommen.“ Für alle Vermieter gebe es allgemeine „Vermieter-Coachings“. „Das war früher Kür. Heute ist das Pflicht“, hob Stephan Semmelmayr heraus. kd

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