Grünes Licht für Ruhpoldings Beitritt zum Städtebauförderungsprogramm

Einstimmige Entscheidung des Gemeinderates Ruhpolding: Die Entwicklung im Bereich des Oberdorfs kann weiter gehen. Die Kosten liegen bei 330000 Euro.

Ruhpolding – Einstimmig hat der Ruhpoldinger Gemeinderat beschlossen, die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung 2021“ zu beantragen. Der Eigenanteil wird im Haushalt bereitgestellt.

Vorhaben und Kosten sowie in den Fortsetzungsjahren beabsichtigte Projekte finden sich in der Bedarfsermittlung. Diese ist ein Rahmenantrag. Mit ihm wird der Bewilligungsrahmen für die Ortskernsanierung für ein Jahr und soweit absehbar für Folgejahre beantragt. Die bisherigen Förderprogramme „Aktive Stadt- und Ortszeitzentren“ sowie „Kleinere Städte und Gemeinden“ bündeln sich im neuen Programm. Laut Planungs- und Ortsgestaltungsausschuss sei die Neugestaltung der Rathausstraße auf 2023 zu verschieben. Die Neugestaltung der nördlichen Hauptstraße sei wegen der geplanten Erweiterung der Fernwärmeleitung auf das Jahr 2022 vorzuziehen.

Planungswettbewerb für mehr Qualität

Die angemeldeten Kosten der Vorhaben liegen für 2020 bei 330 000 Euro. Der Fokus für 2021 liegt darin, die städtebauliche Entwicklung im Bereich des Oberdorfs voranzutreiben. Unter anderem sollen Gespräche mit Grundstückseigentümern fortgeführt und die Ergebnisse in eine städtebauliche Rahmenplanung einfließen – als Basis für eine gemeindliche Bauleitplanung.

Zu diskutieren sind im Programmjahr die Optimierung sowie die Ergänzungen der Nutzung im Kurpark. Ein Planungswettbewerb soll die hohen Anforderungen an städtebauliche, freiraumplanerische und architektonische Qualitäten sichern.

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Die Sanierungssatzung zum Gebiet „Ortsmitte“ muss nach Baugesetzbuch bis 2021 erneuert werden. In diesem Zuge gilt es zu prüfen, ob eine Erweiterung des Sanierungsgebietes im Bereich St. Georg sowie südlich der Ortsmitte im Bereich Vita Alpina/Sport- und Freizeitgelände möglich ist. Der Ausbau der Fernwärmeleitung erfordert bauliche Eingriffe in der nördlichen Hauptstraße. Der noch offene letzte Bauabschnitt zur Sanierung und Neugestaltung der Hauptstraße soll damit erfolgen. Bushaltestellen im Bahnhofsbereich werden überdacht.

Auch 2021 soll das Förderprogramm die Gebäudesanierungen sowie die Aufwertung von Geschäftsflächen unterstützen. Angedacht ist ein Projektfonds für kleinerer Maßnahmen. Der Projektmanager für Siegsdorf, Inzell und Ruhpolding fokussiert sich auf die Gewerbeentwicklung. ls

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