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LANDKREISEIGENE AGENTUR LEGT IM KREISAUSSCHUS BERICHT VOR

Großer Bedarf an Energieberatung im Landkreis Traunstein

Über die Aktivitäten informierte Geschäftsführerin Bettina Mühlbauer.
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Über die Aktivitäten informierte Geschäftsführerin Bettina Mühlbauer.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Die Zahl der Beratungen ist im Jahr 2020 trotz Corona um 80 Prozent gestiegen. Seit einer Kooperation mit der Verbraucherzentrale sind auch Energie-Checks möglich. Neben Privatbürgern sollen auch vermehrt Kommunen betreut werden.

Traunstein – Seit Oktober 2016 leistet die Traunsteiner Energieagentur Südostbayern wertvolle Arbeit. Kommunen, Unternehmen, Institutionen oder Privatbürger erhalten hier kompetente Beratung. Eingebunden ist auch die regionale Wirtschaft. Geschäftsführerin Bettina Mühlbauer informierte den Kreisausschuss Traunstein über den Jahresabschluss 2020 und über wesentliche Kernpunkte der Arbeit. Das Gremium nahm den Bericht zustimmend zur Kenntnis.

Handeln statt reden bei der Einsparung

Im Jahr 2015 fiel nach Worten von Landrat Siegfried Walch (CSU) die Entscheidung, zusammen mit dem Nachbarlandkreis Berchtesgadener Land die Energieagentur ins Leben zu rufen. Der Grund: „Es gab viele Debatten, viel Gerede rund um Energieeinsparung. Alles Reden nützt nichts. Man muss handeln.“ Nach Vorbild einer Energieagentur im Allgäu habe man ein wirksames Instrument entwickeln wollen, das alle Akteure unterstützen sollte.

Zum Jahresabschluss 2020 berichtete der Landrat über eine Bilanzsumme von rund 170 000 Euro. Die Ausgaben seien niedriger als veranschlagt ausgefallen. Die daraus resultierende Rückforderung des Landkreises gegenüber der Gesellschaft von rund 21 000 Euro werde auf das Geschäftsjahr 2021 angerechnet.

Corona verringert Ausgaben

Bettina Mühlbauer lieferte viele Zahlen. Grund für die niedrigeren Ausgaben seien geringe Personalkosten gewesen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit und der Wegfall von Veranstaltungen habe Geld gespart. „Corona hat einen Strich durch die Rechnung gemacht“, stellte die Geschäftsführerin fest.

Im Beratungssektor habe die Energieagentur Südostbayern „eine erfreuliche Entwicklung“ verzeichnet, betonte Mühlbauer. Im Landkreis Traunstein habe ihr Team mit Peter Pospischil, Gerhard Marx, Gregor Dachs und Thomas Hasenöhrl 80 Prozent vergangenes Jahr mehr Beratungen durchgeführt.

Die Zahl habe sich von 2019 mit 417 Beratungen im letzten Jahr auf 749 erhöht. Davon entfielen 496 auf den Landkreis Traunstein, 253 auf das Berchtesgadener Land. Die meisten Beratungen hätten im ersten Vierteljahr bei persönlichen Terminen stattgefunden. Ab April 2020, also unter Einfluss der Corona-Pandemie, habe sich das gänzlich geändert: „Wir haben uns schnell umgestellt.“

In den Monaten November und Dezember zum Beispiel seien gar keine persönlichen, aber 89 telefonische Beratungen erfolgt.

Mühlbauer verwies auf die wichtigsten Veranstaltungen der vier Arbeitsbereiche in den Jahren 2020 und 2021. Im Landkreis Berchtesgadener Land habe ihr Team heuer im Bereich „Energieberatung und Öffentlichkeitsarbeit“ bis Anfang Juni 102 Beratungen durchgeführt, im Landkreis Traunstein 188.

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Durch Kooperation mit der Verbraucherzentrale sei das Energieberatungsangebot erweitert worden. Gegen eine Eigenbeteiligung von 30 Euro seien beispielsweise Energie-Checks der Verbraucherzentrale neben der stationären Einzelberatung möglich.

Auch das Vortragsangebot der Volkshochschulen sei ausgeweitet worden. Neben einem Messestand auf der Messe „MeinZuhause Chiemgau“ in Trostberg im September seien Online-Themenstammtische zum fünfjährigen Agentur-Jubiläum geplant sowie eine Broschüre zu dem gleichen Anlass.

Effizienznetzwerke im Bereich Energie

Im Bereich „Informationsplattform mit Weiterbildung“ gebe es Pläne für eine Zusammenarbeit mit der Euregio im Herbst und eine Dozententätigkeit für die Handwerkskammer. Beim „Kommunalen Energiemanagement“ würden die Verbrauchsdaten der Stadt Tittmoning erfasst. Weitere Projekte würden vorbereitet.

Im „Projektmanagement Klimaschutz“ befinde sich das Förderprojekt „Energiecoaching Plus“ gerade in der Ausschreibungsphase: „Damit weitere Kommunen betreut werden können.“ Betreut würden auch kommunale Energieeffizienznetzwerke – 2021 auslaufende ebenso wie eventuelle neue. Zusammenarbeiten werde man weiterhin mit dem Energiezentrum Rosenheim. Die Veranstaltungsreihe „Energieeffizienz im Unternehmen“ solle fortgesetzt werden.

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