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Viel Gesprächsbedarf bei den Bürgern

Von Mobilfunk bis Radlweg: Diskussionen auf der Bürgerversammlung in Erlstätt

Der neue Mobilfunkmast südlich von Erlstätt soll dafür sorgen, dass die Handy-Netzabdeckung deutlich besser wird. Bis zum Ende des Jahres soll er ans Netz gehen. Die Perspektive täuscht allerdings, denn zwischen dem Mast und der Pfarrkirche liegen gut 700 Meter.
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Der neue Mobilfunkmast südlich von Erlstätt soll dafür sorgen, dass die Handy-Netzabdeckung deutlich besser wird. Bis zum Ende des Jahres soll er ans Netz gehen. Die Perspektive täuscht allerdings, denn zwischen dem Mast und der Pfarrkirche liegen gut 700 Meter.
  • VonMarkus Müller
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Viel Gesprächsbedarf mit Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW) hatten die Erlstätter auf der Bürgerversammlung. Warum sich die Gemeinde gegen ein Mobilfunkkonzept wehre und wie es um die seit Jahren stockenden Grundstücksverhandlungen für den Radweg an der Straße zwischen Tettenmoss und Erstätt steht, wollten sie unter anderem wissen.

Grabenstätt – In der gut besuchten Bürgerversammlung in Erlstätt folgte auf den rund eineinhalbstündigen Vortrag von Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW) eine längere Diskussion mit vielen Wortmeldungen zu aktuellen Themen. Warum die Gemeinde kein Mobilfunkkonzept erstellen lasse, wie es andernorts gängige Praxis sei, wollte Maria Schlonski wissen.

Es wäre schön, wenn die Bürger hier „rechtzeitig informiert und in die Entscheidung mit einbezogen werden“, so Schlonski. Auch Elisabeth Strohmayer konnte es in ihrer zweiten Wortmeldung nicht nachvollziehen, warum sich die Gemeinde so gegen das Mobilfunkkonzept wehre.

Einzelgutachten statt Gesamtkonzept

Bürgermeister Wirnshofer erinnerte an die gut angenommene Online-Bürgerinformationsversammlung mit dem Mobilfunkexperten Diplom-Ingenieur Hans Ulrich, der der Gemeinde anstatt eines Mobilfunkkonzepts einzelfallbezogene Gutachten empfohlen habe. Voraussetzung sei aber, dass die Gemeinde zuvor in einen Dialog mit den Mobilfunkanbietern eintrete.

Die Veranstaltung, auf der auch zahlreiche Bürgeranfragen beantwortet wurden, ist weiterhin auf der Homepage der Gemeinde abrufbar. Der südlich von Erlstätt errichtete Mobilfunkmast sei „weit genug vom Ort entfernt“ und es gehe davon keine Gefahr für die Gesundheit aus, so der Rathauschef.

Straße über Außerlohen unübersichtlich

Armin Pietsch aus Kraimoos wies darauf hin, dass die Straße, die von Kraimoos über Außerlohen nach Chieming führt, „ab der Abzweigung von der Staatsstraße 2095 sehr kurvenreich und unübersichtlich ist“. Teils sei diese sogar nur zweieinhalb Meter breit, und wenn sich Fußgänger, Radfahrer, Autos, Lastwagen oder große Traktoren begegneten, könne man nicht so leicht ausweichen. „Um Unfällen vorzubeugen, schlagen wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h gut“, so Pietsch. Man werde dies im Gemeinderat oder im Bauausschuss ansprechen, so Wirnshofer.

Christoph Lex regte an, auf der Grünfläche über dem Regenrückhaltebecken in der neuen Siedlung an der Meckenheimer Straße in Grabenstätt einen Spielplatz zu errichten. Den 100 Meter davon entfernten alten Spielplatz könne man dann auflassen und den Grund zur Siedlungsverdichtung als Bauland ausweisen. Dort sei Platz für zwei Bauparzellen, so Lex. Derzeit plane man in der Meckenheimer Straße nur eine „Spielwiese“, erwiderte Wirnshofer.

Radweglücke liegt seit Jahren auf Eis

Wie es aktuell mit dem Radweglückenschluss an der Kreisstraße TS 3 zwischen Tettenmoos und Erlstätt aussehe, wollte der Erlstätter Feuerwehr-Kommandant Michael Wimmer wissen. Das Vorhaben liegt bekanntlich seit Jahren wegen ungeklärter Grundstücksverhandlungen auf Eis. „Seit Frühjahr sind wir wieder in Gesprächen, mehr kann ich derzeit nicht sagen“, so Wirnshofer. Erschwerend komme hinzu, dass die Gemeinde über keine Flächen verfüge, die für ein Tauschgeschäft infrage kämen.

Die Bürger wünschen einen durchgehenden Radweg an der TS3 zwischen Tettenmoos und Erlstätt. Die Verhandlungen zwischen dem Landkreis, Grabenstätt und einem Grundeigentümer waren bisher erfolglos.

Aufgeschlossen zeigte sich der Bürgermeister gegenüber dem Vorschlag von Anna Muggenhamer, Schriftführerin bei der Erlstätter Jagdgenossenschaft, im Bereich des Brothauses Lehrbach in Erlstätt einen Platz auszuweisen, an dem die Vereine auf ihre Veranstaltungen hinweisen könnten.

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Auskünfte zur Kiesgrube Brodeich, wo ein Kieswerk bis 2050 in Betrieb bleiben soll, wünschte Christiane Mayer. „Im Rahmen des Flächennutzungsplanänderungsverfahrens wurde die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt“, so der Bürgermeister. Die Äußerungen und Stellungnahmen dazu würden im Gemeinderat gerade vorbereitet. Noch sei nichts abgeschlossen.

Investition ins Haus am Platzl rechnet sich

„Die Investition rechnet sich über die Mieteinnahmen in einem Zeitraum von zehn bis 15 Jahren. Mehr kann ich dazu öffentlich nicht sagen“, beantwortete der Rathauschef zwei weitere Fragen von Elisabeth Strohmayer zur neu eröffneten Confiserie und Weinbar „Am Platzl“ in Grabenstätt. Sie wollte erfahren, wie viel Geld die Gemeinde als Verpächter für den Kauf des ehemaligen Edeka-Huber-Anwesens am Marktplatz in die Hand genommen hatte und wie hoch die Mieteinnahmen sind. Die entsprechenden Zahlen seien in der Gemeindeverwaltung einzusehen, so Wirnshofer.

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