Größerer Frühstücksraum in der Diskussion

Prien – Im jüngsten Bauausschuss stand der Bauantrag zum Abbruch und zur Neuerrichtung des Frühstücksraums eines Hotels im Erlenweg auf der Agenda.

Der eingeschossige Anbau soll eine Länge von 12,7 Metern und eine Breite von 7,50 Metern haben; insgesamt vergrößert sich damit das Gebäude um rund 80 Quadratmeter. Wie Alexander Zenk von der Bauverwaltung ausführte, liege für das Gebiet kein Bebauungsplan vor, der Umbau müsse sich also nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen. Das Hotel sei darin aber selbst das größte Gebäude, sodass es keine vergleichbaren Bezugsfälle gebe. Die benachbarte Klinik St. Irmingard könne als „Ausreißer“ nicht als Bezugsfall herangezogen werden, so Zenk. Die Verwaltung empfehle daher, das Einvernehmen nicht zu erteilen.

Gabriele Rau (Grüne) fügte ein, der Bau sei hinter dem Gebäude geplant und falle so optisch nicht auf. Tobias Ihm (Bürger für Prien, BfP) sagte, er schließe sich dieser Haltung an. Er sei für den Bau. Er verstehe die Bedenken der Verwaltung, dennoch sehe er in der KSI einen Bezugsfall. Der Neubau des Frühstücksraums verlaufe zur Klinik hin und sei optisch vertretbar. Der Bauherr wolle damit das Niveau und die Qualität seines Angebots erhöhen, was zu begrüßen sei.

Gunter Kraus (CSU) gab zu bedenken, dass nicht die Optik zähle, sondern dass man damit einen neuen Bezugsfall schaffe. Das sehe er kritisch, man eröffne damit eine neue Dimension.

Erster Bürgermeister Jürgen Seifert schlug vor, das Vorhaben auf die nächste Sitzung des Bauausschusses am 17. März zu verschieben, da es vermutlich bis dahin einen ähnlich gelagerten Fall geben werde. Man könne dann beide im gemeinsamen Kontext beraten. Das Gremium schloss sich dieser Haltung an und vertagte den Bauantrag auf die nächste Bauausschusssitzung einstimmig. wp

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