Grenzenlos: Zusammenarbeit von Euregio Inntal in Bernau vorgestellt

Die Euregio Inntal-Aktiven bei einem gemeinsamen Ausflug im Inntal: Ganz links Präsident Walter J. Mayr, in der Mitte Geschäftsführerin Esther Jennings, die soeben zu Besuch im Gemeinderat Bernau war. Vierte von rechts ist Bernaus Erste Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber, die jüngst ins Präsidium des Vereins gewählt wurde.
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Die Euregio Inntal-Aktiven bei einem gemeinsamen Ausflug im Inntal: Ganz links Präsident Walter J. Mayr, in der Mitte Geschäftsführerin Esther Jennings, die soeben zu Besuch im Gemeinderat Bernau war. Vierte von rechts ist Bernaus Erste Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber, die jüngst ins Präsidium des Vereins gewählt wurde.

Der Verein Euregio Inntal fördert bayerisch-österreichische Projekte. Geschäftsführerin Esther Jennings war zu Besuch beim Bernauer Gemeinderat und stellte die anstehende Förderphase vor, die ab 2021 bis 2027 läuft.

Von Elisabeth Kirchner

Bernau – Esther Jennings, Geschäftsführerin der Euregio Inntal, informierte im Rahmen der jüngsten Bernauer Gemeinderatssitzung in einer kurzen Präsentation über die Euregio Inntal. Dies ist eine grenzüberschreitende Kooperation, 1998 gegründet und über das europäische Förderprogramm „INTERREG-Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ gefördert.

Neue Förderphase beginnt 2021

Die Euregio vertrete gut 677 000 Einwohner und umfasse die Landkreise Rosenheim und Traunstein, die kreisfreie Stadt Rosenheim, den Bezirk Kitzbühel und den Bezirk Kufstein, führte Jennings aus. Mittlerweile gehe die Zusammenarbeit sogar bis nach Schwaz im Tiroler Inntal. Jennings erwähnte auch, dass satzungsgemäß dieses Jahres neue Vorstandsmitglieder aufgenommen wurden. Darunter unter anderem der Rosenheimer Landrat Otto Lederer und als eines von drei weiteren kooptierten Vorstandsmitgliedern Bernaus Erste Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU). Jennings stellte den Gemeinderäten die Arbeit der Euregio vor, da nun die neue Förderperiode für die Jahre 2021 bis 2027 ansteht: „Die Euregio als Berater, Dienstleister und Drehscheibe im Bereich des Regionalmanagements beschäftigt sich mit der Grenzraumentwicklung und der Projekt-Unterstützung.“

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In den vergangenen Jahren seien mittels der Euregio einige Projekte auf die Beine gestellt worden, „sei es beispielsweise das Generationenhaus in Flintsbach, die Geigelsteinlinie, die Buslinien Inntal-Priental-Chiemsee, der Hagelabwehrverein, der Ausbau des Schmugglerwegs am Klobenstein oder die Marienwege für Pilger quer durch das Euregio-Gebiet“, zählte Jennings auf. Aber auch in Bildungs-, Umwelt- und Klimafragen, dem Tourismus und der Direktvermarktung engagiere sich Euregio über die Grenzen hinweg. „Bei allen geförderten Projekten ist nicht die Größe oder der Umfang ausschlaggebend, sondern sie müssen grenzüberschreitend geplant und mit einem positiven nachhaltigen Mehrwert für die Region durchgeführt werden“, betonte Jennings. Als Großprojekte zählten dabei solche mit einem Volumen ab 25 000 Euro, kleinere bis zu 25 000 Euro werden über den Kleinprojektefonds des Interreg Förderprogrammes finanziell unterstützt.

Mehrwert für die Region

Die neue Förderperiode bis 2027 werde demnächst anlaufen, dafür sei im Vorfeld eine Analyse der „grenzüberschreitenden Stärken und Schwächen der Euregio in den unterschiedlichsten Lebensbereichen“ geplant. Dazu werde es Workshops geben, „die sich thematisch mit den verschiedensten Grenzraumtypen und den übergeordneten Zielen, die Euregio als Wirtschafts-, Kultur- und Lebensraum zukunftsfähig zu gestalten, befassen“, so die Vertreterin.

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