Als wie gravierend sehen Sie das Problem der Integration der Asylbewerber? Kann und muss die Gemeinde noch mehr tun?

Pichler: Die Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber ist Aufgabe des Landratsamtes. Es gibt bei uns jedoch einen Arbeitskreis, der sich bemüht, den Asylbewerbern auf vielfältige Art und Weise zu helfen. Die Gemeinde unterstützt die Mitarbeiter dieses Arbeitskreises nach Kräften. Problematisch sehe ich die Aufnahme von Asylsuchenden dann, wenn sie viel zu weit vom Ortskern untergebracht sind und wenn ihre Zahl in Ruhpolding zunimmt, während andere Gemeinden gar keine Asylbewerber aufnehmen.

Feil: Das Problem resultiert aus den vielen Berichterstattungen, die oftmals für Unmut sorgen. Gerade wir Bayern sind in dieser Generation ein weltoffenes Volk. Wenn wir etwas ändern möchten, müssen wir die personellen Zuteilungen durch die Mittelbehörde verändern, die hier eine fehlende oder minderwertige Informationspolitik mit den Kommunalbehörden betreibt. Das Solidaritätsprinzip der Landkreisgemeinden darf nicht auf der Strecke bleiben. Dazu wird auch ein Stück Wehrhaftigkeit der Gemeinde verlangt werden.

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