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Lob des Bürgermeisters

Grassauer Verein „Integer“ leistet „unbezahlbaren Einsatz“

Der Vorstand mit Vorsitzender Uta Grabmüller, Kassiererin Sigrid Kattari, Schriftführerin Inge Pölloth und der zweiter Vorsitzenden Anna Kraus (von links).
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Der Vorstand mit Vorsitzender Uta Grabmüller, Kassiererin Sigrid Kattari, Schriftführerin Inge Pölloth und der zweiter Vorsitzenden Anna Kraus (von links).
  • VonTamara Eder
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Sie helfen Geflüchteten, die deutsche Sprache zu erlernen, bringen sie im eigenen Café oder beim Musikprojekt „community music“ mit Einheimischen zusammen und lassen nichts unversucht, neue Mitbürger aus dem Ausland in Grassau zu integrieren. Der Verein Integer leistet laut Bürgermeister Stefan Kattari unbezahlbares Engagement.

Grassau – In einer harmonischen, von Zuversicht und Tatendrang geprägten Jahresversammlung wurde Uta Grabmüller erneut für zwei Jahre im Amt der Vorsitzenden einstimmig bestätigt. Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden neu gewählt. Grassaus Bürgermeister Stefan Kattari sagte: „Was der Verein leistet, könnten wir nicht bezahlen.“

Das Engagement sei immens. Der Verein hat laut Bürgermeister eine Sonderstellung und kümmere sich in ganz besondere Weise um benachteiligte Menschen. Bildung und Integration zusammenzufügen sei eine große Aufgabe und respektable Leistung.

Neue Vereinsräume im Katek-Gebäude

Die Vereinsmitglieder nutzten an dem Abend die Gelegenheit, sich die neuen Räumlichkeiten im dritten Stock des ehemaligen Katek-Gebäudes anzusehen. Sie zeigten sich angetan vom Kleiderschrank, dem Nähstüberl, dem Integer-Café, dem Musikzimmer und dem Schulungsraum. Mit den äußerst engagierten Mitgliedern sind hier Räume der Begegnung, des Lernens und Verstehens geschaffen worden.

Der Grassauer Verein Integer war im Jahr 2018 mit dem Integrationssonderpreis der Regierung von Oberbayern ausgezeichnet worden. Vorsitzende Uta Grabmüller ließ bei der Versammlung Aktivitäten und Angebote Revue passieren. Sie verwies unter anderem auf den neuen Internet-Auftritt des Vereins, das Deutschlotsen-Programm zum unterschwelligen Erlernen der deutschen Sprache und das neue Nähstüberl als Praxistraining und Vorbereitung Geflüchteter auf die Arbeitswelt.

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Sie lobte die Selbsthilfewerkstatt „Radlgarage“ unter Leitung von Franz Kunert und informierte über das Projekt „Sprach-Café“, das mit Veranstaltungen Geflüchtete mit der einheimischen Bevölkerung zusammengebracht habe.

Im ersten Corona-Lockdown vergangenen Jahres seien im Nähstüberl mit Hilfe eines afghanischen Schneiders bei einer großen Nähaktion mehrere hundert Masken für die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft genäht worden. Momentan würden aus recybelten Ausstellungsplanen des Museums Klaushäusl Taschen fabriziert.

Größtes Ereignis war laut Grabmüller der Umzug in die neuen Vereinsräume ins Katek-Gebäude, bei dem sich die Mitglieder tatkräftig engagierten. Bis 2025 habe der Verein nun hier eine perfekte Unterkunft. Die Vorsitzende hob auch das Engagement des Kleiderschrankteams hervor, die den Kleiderschrank wie ein gut sortiertes und liebevoll dekoriertes Kleidergeschäft führten.

Deutschunterricht in Schulungsräumen

Ein wesentlicher Bestandteil der Vereinsarbeit sei die Vermittlung der deutschen Sprache. Dies sei nun dank des neuen, modern ausgestatteten Schulungsraum möglich. Neu eingerichtet worden sei das Musikzimmer mit verschiedenen, größtenteils gespendeten Instrumentent. Beim Projekt „community music“ musizierten Geflüchtete und Einheimische unter fachkundiger Anleitung von Constantin Zill gemeinsam ohne Vorkenntnisse.

Letztlich wurde auch das „Café Integer“ eingerichtete. In diesem Raum ist Platz für Veranstaltungen, Besprechungen und gemeinsames Essen. Grabmüller wünschte sich angesichts der vielen Projekte und Möglichkeiten noch mehr engagierte Bürger, die sich im Verein einbringen.

Bei den Neuwahlen bestätigten die Mitglieder Grabmüller In ihrem Amt als Vorsitzende. Anna Kraus löst als neue zweite Vorsitzende Edith Klein-Nöldner ab. Anna Kraus ist zudem Leiterin der Kleiderkammer. Ebenso einstimmig wurde die neue Schriftführerin Inge Pölloth gewählt, die sich bereits bei dem Deutschlotsenprojekt engagiert, gewählt. Die Kassenführung obliegt künftig Sigrid Kattari.

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