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Doris Noichl dankt ab

Grassauer Ortsbäuerinnen mit neuem Führungsteam

Die Ortsbäuerinnen-Gemeinschaft (von links) mit Verena Noichl, Christine Moritz, Sophie Baumgartner und Doris Huber wurde für fünf Jahre gewählt. Eben solange sind Franz Pletschacher (links) und Klaus Noichl junior (Stellvertreter) nun Obmänner des Ortsverbands.
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Die Ortsbäuerinnen-Gemeinschaft (von links) mit Verena Noichl, Christine Moritz, Sophie Baumgartner und Doris Huber wurde für fünf Jahre gewählt. Eben solange sind Franz Pletschacher (links) und Klaus Noichl junior (Stellvertreter) nun Obmänner des Ortsverbands.
  • VonTamara Eder
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Wechsel in der Führungsriege: Doris Noichl, bislang Ortsbäuerin mit vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben in der Marktgemeinde, stellte sich in der Verbandsversammlung der Ortsbäuerinnen im Gasthof Sperrer nicht mehr einer Wiederwahl.

Grassau – Unter der Leitung von Matthäus Michlbauer, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands (BBV) wurde in der Verbandsversammlung in Grassau ein neues Ortsbäuerinnen-Team gewählt. Sophie Baumgartner, Christine Moritz, Doris Huber und Verena Noichl werden sich künftig die Aufgaben der Ortsbäuerin teilen.

Franz Pletschacher im Amt bestätigt

Bauernobmann Franz Pletschacher dankte der scheidenden Ortsbäuerin. Doris Noichl habe sich aktiv eingebracht. „Mit dir waren alle zufrieden“, lobte er sie.

Im zweiten Wahlgang wurde Bauernobmann Franz Pletschacher erneut für fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter Klaus Noichl senior kandidierte nicht mehr. Für ihn tritt Klaus Noichl junior neu gewählt in die Führungriege ein. Zu Beisitzern wurden Andreas Baumgartner, Albert Göls und Matthias Moritz bestimmt.

Nach der Wahl hatte Geschäftsführer Michlbauer noch einige Informationen zu aktuellen Themen. Er erklärte Änderungen, bedingt durch die Grundsteuerreform. Eine Grundsteuererklärung sei von Juli bis Dezember abzugeben. Eine Änderung werde sein, dass das Wohngebäude künftig unter Grundsteuer B laufen werde. Auch Besitz außerhalb von Bayern müsse gemeldet werden.

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Besonders ging Michlbauer auf die Aktion „Teller-Tank-Trog: Synergien nutzen“ ein. Bei der Erzeugung von einem Kilogramm pflanzlicher Lebensmittel fallen etwa vier Kilogramm nicht essbare Biomasse an, die durch Nutztiere für den Menschen als zusätzliche Lebensmittel, wie Fleisch, Milch und Eier, zur Verfügung stehen. Nur durch die Tierhaltung sei es möglich, für den Menschen unverdauliche Biomasse in wertvolle Lebensmittel umzuwandeln, so Michlbauer.

Nicht jeder Standort ist geeignet

Nicht jeder Standort eigene sich für die Getreideproduktion. Landwirte könnten einen Beitrag zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung und zur Bereitstellung von Energie und somit zum aktiven Klimaschutz leisten. Die Erzeugung für den Teller, als auch für den Trog und den Tank habe seine Berechtigung.

Weiter ging der Kreisgeschäftsführer auf das Konzept „Schule fürs Leben“ ein, das aus dem Volksbegehren Artenvielfalt entstand und Alltagskompetenz als Lehrfach in die Schule tragen möchte.

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In der Grund- und Sekundarstufe soll eine Projektwoche abgehalten werden. Im Landkreis hätten sich bislang 40 Betriebe gemeldet, die mitmachen wollen und Schulklasse ihren Betrieb vorstellen.

Gesucht werden noch Fachkräfte, wie Hauswirtschaftsmeisterinnen, die die Schüler unterrichten. Das Interesse der Schulen sei, so Franz Pletschacher bislang enttäuschend. Die Betriebe, die sich beteiligen, seien im Internet hinterlegt und auch Material sei für die jeweiligen Jahrgangsstufen vorhanden.

„Wie steht der Bauernverband zum Wolf“, erkundigte sich Klaus Noichl und fragte, was der BBV unternehme. Wie Michlbauer erklärte, sei der Bauernverband unparteiisch.

Was möglich ist einzäunen

Er riet dazu, jede Beobachtung zu melden und alles einzuzäunen, was möglich ist. Klaus Noichl bedauerte, dass dieses Thema zu sehr schwarz und weiß gesehen werde. Er warnte jedoch davor, dass, sofern die Almwirtschaft und das Beweiden der Almen durch die Anwesenheit des Wolfes zurückgehe, auch Kulturlandschaft verloren geht. Deutlich wurde, dass dieses Thema für die Landwirte noch lange nicht vom Tisch ist.

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