Grassauer Musiklehrer feiert Erfolg beim Ironman dahoam

Triathlet Sebastian Krause nach zehneinhalb Stunden im Ziel. Seine Frau hielt einen Blätterkranz bereit. Flug
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Triathlet Sebastian Krause nach zehneinhalb Stunden im Ziel. Seine Frau hielt einen Blätterkranz bereit. Flug
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Sebastian Krause bewältigt die Triathlon-Langdistanz und sammelt Geld für einen guten Zweck. Die Unterstützung von Familie, Freunden und Zuschauern war „grandios“.

Grassau-Mietenkam – Was für ein Tag für den 32-jährigen Musiklehrer Sebastian Krause aus Grassau-Mietenkam! Am Ende stoppte seine Sportuhr bei 10 Stunden 23 Minuten und 7 Sekunden: 226,7 Kilometer lagen hinter dem Freizeittriathleten. Um 5 Uhr in der Früh stand Krause allein mit der Lebensgefährtin und dem Vater und dessen Kanu am Dampfersteg in Übersee-Feldwies. Ein Musikschüler gesellte sich dazu. Vor dem Start um 5.30 Uhr setzte Krause ein ungewöhnliches Zeichen. Er stimmte sein Alphorn an, dessen Ruf über das Wasser klang.

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Darauf stieg er in das Wasser des Chiemsees und schwamm 1,9 Kilometer in Richtung Norden am Ufer entlang bis zur Höhe des Badestrands Bäckerscheibe. Dort wendete er, gefolgt vom Kanu des Vaters, und schwamm bis zum Dampfersteg zurück.

Wellen unterbrachen den Rhythmus

Es war kühl, die Wellen unterbrachen immer wieder den Rhythmus des Schwimmers. Nach 3,8 Kilometern Schwimmen stieg er am Dampfersteg auf das Rennrad. Über Mietenkam radelte er auf die B305 und dann von Grassau über den Masererpass nach Reit im Winkl. Seine Stimmung blieb gedämpft, denn nun setzte kräftiger Regen ein. Über leere Straßen gelangte der Radler in Ruhpolding an die Abzweigung Fuchsau, wendete und fuhr zurück nach Reit im Winkl. „Nach einiger Zeit habe ich mich mit dem Regen angefreundet und dann machte es Spaß“, fand Krause später.

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Dreimal wechselte Krause zwischen Reit im Winkl und Ruhpolding. Das Publikum an der Strecke machte ihm Mut. Dabei war zunächst einmal die Familie, die seine Anstrengungen verfolgte und ihn mit Getränken und Verpflegung versorgte. Da waren die Neffen und Nichten, die sich mit zwei Vuvuzelas die Seele aus dem Leib pusteten, sodass Anwohner die Polizei riefen. Da waren die Musikanten aus der Musikkapelle Reit im Winkl, die ihren Dirigenten anfeuerten, Musikschüler, die Ständchen bliesen. Besonders freute er sich, weil sich ihm immer wieder Menschen mit dem Rad anschlossen. Von Ruhpolding begleitete ihn der frühere Biathlontrainer Wolfgang Pichler eine ganze Zeit auf dem Rad. „Solche Unterstützung pusht“, erklärte uns Krause später.

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Ab Mittag war es dann ein Heimspiel für Krause, als er vor seinem Wohnhaus in Mietenkam auf die Marathonstrecke wechselte und begann, sieben Runden um den Grassauer Golfplatz zu laufen. Die ganze Verwandtschaft, Freunde, Sportkollegen, Kollegen aus der Musikschule und Nachbarn hatten sich dort versammelt, um ihn anzufeuern.

Mit großem Hallo, Musik und Begeisterungsrufen bog er nach der letzten Runde in die Straße ein und wurde begeistert gefeiert. Lebensgefährtin Theresa Meier setzte ihm einen Blätterkranz auf, wie wir das aus den Fernsehbildern vom Original des Ironmans kennen. Eine Stunde später setzte sich Krause frisch geduscht zu den feiernden Gästen im Garten.

Unterstützung war „der Wahnsinn“

Für Krause im Fazit ein toller Tag: Motivationsprobleme habe er während des Laufes nicht verspürt, berichtete er uns dort. Es sei ihm überraschend gut gegangen. „Es wird gesagt, dass sich ein Sportler auf der Ironman-Distanz selbst kennenlerne. Bei mir war das eher so, dass ich mein Umfeld kennengelernt habe. Wie mich alle unterstützt haben, das war der Wahnsinn.“

Jetzt ist es an anderen, die Leistung zu honorieren. Krause bittet jedermann, an die Karl und Erna Eigner Stiftung zu spenden. Die Stiftung fördert Bildung und Kultur. Sie unterstützt die Musikschule Grassau durch die Förderung junger Talente oder sozial benachteiligter Schüler. Krause sieht, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Stiftung hat und möchte sie auf diese Weise unterstützen. Für den gelaufenen Kilometer erbittet Krause einen Betrag von 10 Cent, also insgesamt 22,60 Euro oder mehr. Der Zahlung sollte unter dem Stichwort „Ironman Dahoam“ auf das Konto derKarl und Erna Eigner-Stiftung erfolgen, Kreissparkasse Traunstein Trostberg, IBAN DE63 7105 2050 0040 1962 48.

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