Grassauer Bürgermeister Kattari besichtigt neues Areal an der Mietenkamer Straße

Bürgermeister Kattari (Mitte) im Gespräch mit Manfred Kneis (Vorsitzender von „Aktives Grassau“, rechts) und Holger Pordzik, Inhaber des Küchenstudios.
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Bürgermeister Kattari (Mitte) im Gespräch mit Manfred Kneis (Vorsitzender von „Aktives Grassau“, rechts) und Holger Pordzik, Inhaber des Küchenstudios.

Bürgermeister Stefan Kattari besichtigte das neue Mischgebiet an der Mietenkamer Straße. Das kleine, neue Zentrum beherbergt nicht nur umweltfreundliches Gewerbe, sondern bietet zudem Wohnraum für 20 Familien.

Von Tamara Eder

Grassau – Stark gewandelt habe sich der Bereich an der Mietenkamer Straße im vergangenen Jahrzehnt. Viele Einheimische hätten entlang des Birkenwegs gebaut, zahlreiche junge Familien dort ein neues Zuhause gefunden, sagte Bürgermeister Kattari.

Wohnen und Gewerbe im Einklang

Kopfzerbrechen hatte dem Marktgemeinderat der Bereich des ehemaligen Minigolfplatzes schon seit vielen Jahren gemacht. Die unterschiedlichsten Planungen hatten vorgelegen, vom Caravanpark bis zum Hotel. „Es musste aber eine Lösung gefunden werden, die den benachbarten Sportplatz nicht beeinträchtigt“, betonte Kattari.

Hoher Bedarf von Wohnraum

Daher habe der Marktgemeinderat entschieden, das Gebiet zu erwerben. Mit der Planungshoheit versehen konnte die Gemeinde dort möglichst viele Mietwohnungen generieren. Diese seien in Grassau dünn gesät. „Ein reines Wohngebiet wäre jedoch aufgrund des Sportplatzes nicht möglich gewesen“, ergänzte Kattari. Insgesamt entstanden nun 20 Wohnungen, von denen 16 vermietet sind.

Energieeffizienz und Barrierefreiheit

Nur Hauptwohnsitze seien entstanden, sagte Kattari. Bei der Gebäudetechnik habe man Wert auf Energieeffizienz gelegt. Barrierefreies Wohnen war den Eigentümern zudem wichtig, daher bauten sie einen Lift für die oberen Geschosse.

Neben den Wohnungen freute den Bürgermeister besonders, dass sich zahlreiche Betriebe niedergelassen haben, die sehr ruhig arbeiten und keine Immissionen verursachen. Über 80 Arbeitsplätze seien dort inzwischen angesiedelt. „Das ist für die Gemeinde ein großer Gewinn“, sagte Kattari.

Viele Gewerbe vor Ort

Vor Ort ist die IT-Firma „InfoMax“, die sich im touristischen Bereich spezialisiert hat und rund 40 Arbeitsplätze bietet. Im dahinter liegenden Gebäude hat sich die Caritas Frühförderstelle niedergelassen. Rund 20 Angestellte und Auszubildende beschäftigt Elektrotechnik Lindlacher. Das Planungsbüro Goy hat sich ebenfalls dort niedergelassen. Die Firma ist spezialisiert auf Hochbau und technische Gebäudeausrüstung und beschäftigt zehn Mitarbeiter.

Im hinteren Bereich des Areals befindet sich das Küchenstudio „HP Küchen Kultur“. Im zweiten Gebäudeteil ist das Immobilienbüro „Kneis-Immobilien“ zu finden. Im Obergeschoss hat sich das Architekturbüro „Sprus-Design“ mit zehn Mitarbeitern eingerichtet.

Genügend Parkplätze

Keine Konkurrenz gibt es zwischen Anwohnern und Gewerbetreibenden bei den Parkplätzen dank einer Tiefgarage. Die fußläufige Verbindung ins Ortszentrum wie die Anbindung an die Mietenkamerstraße wird von Mietern wie Geschäftstreibenden geschätzt.

Nach wie vor nimmt Kattari einen großen Druck auf den Wohnungsmarkt wahr. Künftig werde man auch größere Gebäude zulassen müssen, um dies abfedern zu können. Mit dem Projekt zeigte er sich abschließend äußerst zufrieden: „Hier ist es gelungen, Gewerbe und Wohnen perfekt zu vereinen.“

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