Aus dem Gemeinderat

Gute Nachricht: Die Wassergebühren in Grassau bleiben gleich

Wertvolles Trinkwasser: In Grassau bleiben die Gebühren in den nächsten vier Jahren gleich.
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Wertvolles Trinkwasser: In Grassau bleiben die Gebühren in den nächsten vier Jahren gleich.
  • vonTamara Eder
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Alle vier Jahre müssen die Gebühren für Trinkwasser und Abwasser neu kalkuliert werden. Alle Marktgemeinderäte stimmten in der jüngsten Sitzung der aktuellen Berechnung zu, denn die Wassergebühren sowohl beim Abwasser wie auch beim Trinkwasser müssen nicht erhöht werden.

Grassau – Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) lobte die hervorragende Arbeit der Verwaltung und betonte noch vor weiteren Erläuterungen, dass die Einleitungsgebühr pro Kubikmeter Abwasser nicht erhöht werden muss und bei 2,36 Euro bleibt. Die Kalkulation wurde an eine Fremdfirma vergeben. Diese jedoch übersah bei der Kalkulation einige wesentlichen Punkte, wie die Verwaltung bei der Überprüfung feststellte. Ohne die nochmalige Kontrolle der Verwaltung und des Wasserwerks wären die Kosten gestiegen, erklärte der Rathauschef.

Kanalisation kann kostendeckend betrieben werden

Tobias Gasteiger, Kämmerer der Gemeinde, erklärte, dass mit dem bisherigen Gebührensatz von 2,36 Euro pro Kubikmeter die Einrichtung Kanalisation kostendeckend betrieben werden konnte. Für den künftigen Kalkulationszeitraum betragen die ansatzfähigen Kosten 880.000 Euro. Darin enthalten sind die Verwaltungs- und Betriebskostenumlage an den Abwasserzweckverband (AZV) von 350.000 Euro, der laufende Unterhalt der Kanalleitungen von 150.000 Euro sowie die kalkulatorischen Kosten von 220.000 Euro. Die Einleitungsmenge werde mit 323.000 Kubikmeter angesetzt.

Kanalherstellungsbeitrag in Grassau erhöht sich

Positiv wirkt sich zudem der niedrigere Zinssatz von 3,55 auf jetzt 2,81 Prozent aus. Damit errechnet sich wiederum ein Betrag von 2,36 Euro pro Kubikmeter Abwasser. Von 13,32 Euro auf 15,97 Euro je Quadratmeter Geschoßfläche erhöht sich der Kanalherstellungsbeitrag. Dieser Beitrag ist aber nur bei einem Neubau oder Erweiterung einmalig abzutreten.

Auch die Trinkwassergebühren bleiben für weitere vier Jahre gleich und wurden erneut auf 1,30 Euro pro Kubikmeter Wasser festgelegt. Gasteiger betonte, dass in diesem Bereich selbst die Grundgebühr nicht erhöht werden muss und weiterhin bei einem Durchfluss von vier Kubikmeter Wasser bei 35 Euro kostendeckend angesetzt werden kann. Auch hier musste die von der Fremdfirma vorgelegte Kalkulation korrigiert werden. Wesentliche kostensparende Einrichtungen des Wasserwerks, wie Maschinenpark, aber auch Eigenleistungen wurden übersehen.

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Keine weiteren Belastungen nötig

Bürgermeister Kattari freute es, dass gerade jetzt, in schwierigen Zeiten keine weiteren Belastungen auf den Bürger hinzukommen. Der Herstellungsbeitrag bei Neu- und Umbauten konnte sogar um 60 Cent reduziert werden und liegt nun bei 1,34 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Dafür steigt der Beitragssatz pro Quadratmeter Geschossfläche von bisher 4,84 auf 5,89 Euro. Damit bleiben sowohl bei den Brauch- wie beim Abwasser die Gebühren gleich. Einhellig wurden beide Satzungen genehmigt.

Jeder Bayer: 133 Liter Wasser pro Tag

92 Prozent unseres Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser, das der Boden bereits vorfiltert und rein hält. Zu einem großen Teil so rein, dass es bereits Trinkwasserqualität hat. 8400 Brunnen und Quellen liefern im Freistaat mehr als 860 Millionen Kubikmeter Grund- und Quellwasser für die Wasserversorgung, so das Bayerische Umweltministerium. 60 Prozent davon fließen naturbelassen aus dem Hahn. Eine Billion Liter Grundwasser fördert Bayern jedes Jahr nur für die Trinkwasserversorgung. Aber nie mehr, als gebraucht wird. Jährlich entstehen in Bayern rund 15 Billionen Liter neues Grundwasser. Rund 133 Liter Wasser nutzt jeder bayerische Verbraucher pro Tag.

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