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Neues Projekt an der Musikschule Grassau

Warum es nie zu spät ist, noch ein Instrument zu lernen

Mit Blasinstrumenten will die Zweigstelle Reit im Winkl der Musikschule Grassau auch ältere Semester ansprechen, die ein Instrument erlernen wollen.
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Mit Blasinstrumenten will die Zweigstelle Reit im Winkl der Musikschule Grassau auch ältere Semester ansprechen, die ein Instrument erlernen wollen.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Zumindest bei der Grassauer Musikschule will man dieses Sprichwort nicht als Klischee stehen lassen. In ihrer Außenstelle Reit im Winkl startet nun ein Projekt, bei dem auch ältere Semester noch lernen können, ein Instrument zu beherrschen.

Grassau/Reit im Winkl – Die Zweigstelle Reit im Winkl der Grassauer Musikschule will mit einer Bläserklasse auch ältere Menschen ansprechen, die sich bislang noch nie an einem Instrument versucht haben. Ein Gespräch mit dem Leiter der Dependance, Sebastian Krause, über die Möglichkeiten, auch jenseits der Jugendjahre noch zur Musik zu finden.

Wie kamen Sie auf die Idee zur Bläserklasse?

Sebastian Krause: Bei der Musikkapelle Reit im Winkl wird Nachwuchs gesucht. Nachdem schon zwei Schüler von mir, die im Erwachsenenalter begonnen haben, Mitglieder geworden sind, kam ich auf die Idee, eine Erwachsenenbläserklasse zu starten. Mit dem Ziel, dass die neuen Musikanten dann auch Teil der Musikkapelle werden können. Ein großer Vorteil des Lernens in der Gruppe ist, dass man sich immer gegenseitig motivieren kann, weil man ja immer ungefähr auf einem Level ist.

Sie sprechen mit Ihrem Angebot speziell ältere an. Warum?

Krause: Weil ich denke, dass viele gerne ein Instrument gelernt hätten, aber entweder keine Zeit dafür hatten oder nicht die Zielstrebigkeit und nun als Erwachsene die Chance bekommen sollen, dies nachzuholen. Dass dies möglich ist, zeigen diverse Beispiele aus der Region.

Sebastian Krause.

Welche?

Krause: In Staudach ist beispielsweise vor drei Jahren eine Bläserklasse gestartet und daraus die Musikkapelle Staudach-Egerndach entstanden. Auch beim Musikverein Schnaitsee gibt es Bläserklassen für Erwachsene, die sehr gut funktionieren.

Wie schwierig ist es, noch im Alter ein Instrument zu lernen?

Krause: Ich denke, wenn man sich täglich ein bisschen Zeit nimmt – sprich zehn bis 30 Minuten – sollten keine all zu großen Schwierigkeiten auftreten. Der große Vorteil der Erwachsenen ist, dass sie, wenn sie anfangen, es auch wirklich wollen und somit große Motivation mitbringen.

Gibt es besondere pädagogische Konzepte, mit denen Sie bei der Bläserklasse arbeiten?

Krause: Ja. Wir starten mit ersten gemeinsamen Tönen, danach kommen einstimmige Melodien. Wenn das beherrscht wird, geht es in die Mehrstimmigkeit und hin zu Stücken, die ähnlich dem Niveau von Jugendkapellen sind. Ein wichtiger Punkt ist für mich eine gute Klangvorstellung und ein gemeinsames Rhythmusempfinden. Ein ähnliches Konzept habe ich auch bei den Bläserklassen mit Kindern.

Warum bieten Sie gerade einen Kurs für Blasinstrumente an?

Krause: Zum einen, weil ich selbst Hornist, also Blechbläser, bin, zum anderen, weil es bei uns in der Region sehr wichtig ist, die Tradition der Blaskapellen weiterzuführen. Und da ist es ein weiterer Baustein neben der Förderung der jungen Musiker, die Erwachsenen mit ins Boot zu holen.

Womit tun sich die meisten Musikanfänger nach Ihrer Erfahrung am schwersten?

Krause: Das ist wie bei den Kindern ganz unterschiedlich. Der eine tut sich ein bisschen leichter, der andere ein bisschen schwerer, aber mit Fleiß und vor allem täglichem Üben können alle alles schaffen.

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