Aus dem Gemeinderat

Grassau: Neue Räume für den Kunstkreis im Katek-Gebäude

Zwei Räume im ehemaligen Katekgebäude darf der Agenda Kunstkreis künftig als Atelier und Ausstellungsräume nützen.
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Zwei Räume im ehemaligen Katekgebäude darf der Agenda Kunstkreis künftig als Atelier und Ausstellungsräume nützen.

Noch steht das Katek-Gebäude nahezu leer, aber schon bald wird es sich mit Kunst füllen: Der Grassauer Gemeinderat stimmte dem Antrag zu, dem Agenda Kunstkreis Räume zur Verfügung zu stellen. So sollen auch Schüler und Jugendliche etwas davon haben.

Grassau – Der Agenda Kunstkreis möchte künftig mit einem Atelier und Ausstellungen wieder mehr in die Öffentlichkeit treten. Hierfür sind zwei Räume im ehemaligen Katek-Gebäude geeignet. Schon einmal beriet der Marktgemeinderat über den Antrag auf Nutzung der Räumlichkeiten, vertagte die Entscheidung allerdings, da der Marktgemeinderat vorab die Räume besichtigen wollte. Nun stimmte der Rat einhellig der Nutzung zu.

Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) informierte, dass das Gremium mittlerweile die Liegenschaft Bahnhofstraße 108 besichtigt habe. Der Agenda Kunstkreis beantragte die Nutzung eines Teilbereichs der Sheddachhallen, in denen früher die Schlosserei und Schreinerei untergebracht waren. Die zwei Räume umfassen etwas mehr als 160 Quadratmeter. Bislang traf sich der Kunstkreis meist privat zum Malen.

Angebot an Schüler und Jugend

Mit eigenen Räumlichkeiten kann ein fester Anlaufpunkt geschaffen werden. Die Mitglieder können sich dann regelmäßig im Atelier zum Malen treffen. „Das fördert die Kreativität und den Austausch untereinander“, sagte der Sprecher des Kunstkreises Professor Helmut Bielenski.

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Durch regelmäßige Kurse und Workshops könnten künstlerische Talente in der Jugend- und Erwachsenenbildung laut Bielenski gefördert werden. Der Kunstkreis möchte sich durch die Räumlichkeiten besser in das kulturell-soziale Angebot der Gemeinde einbringen und mit Veranstaltungen das touristische- und Freizeitprogramm bereichern. „Wir möchten außerdem zu den Schulen Kontakt aufnehmen“, so Bielenski.

Auch der Kontakt zu heimischen Künstlern könne durch die Organisation von Ausstellungen gefördert werden. Bielenski zufolge könnten Ausstellungen auf die anderen Bereiche in den Hallen ausgedehnt werden. Hierzu ergänzte der Rathauschef, dass dies der Kunstkreis mit den Mietern privat abstimmen müsste. Auch müsse der Kunstkreis die Nebenkosten übernehmen.

Besondere Verpflichtung

„Ich sehe den Agenda Kunstkreis nicht nur als Ortsverein“, sagte Kattari. Dieser sei durch den Agenda-21-Prozess und somit von der Gemeinde angestoßen worden. Folglich habe der Marktgemeinderat auch eine besondere Verpflichtung. „Ich glaube hier kann ein sehr interessanter Raum entstehen“, betonte der Bürgermeister. Gleichwohl erklärte er, dass es sich nur um eine vorübergehende Lösung handeln könne, da das gesamte Areal neu überplant werde. „Wir können nicht garantieren und sind auch nicht in der Lage nach Ablauf der Zeit und Abbruch des Gebäudes für Ersatzräume zu sorgen“, so Kattari.

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Werner Haslinger (CSU) verwies auf mögliche Geräusch- und Geruchsimmissionen, ausgehend von den anderen Mietern, die der Kunstkreis auch an den Wochenenden dulden müsse. Dr. Winfried Drost (UGL) begrüßte es, dass der Kunst die gleiche Förderung wie der Kultur zukommt und auch Katharina Schmuck (SPD) sprach sich für die Überlassung der Räumlichkeiten aus, die durch die Dachkonstruktion optimale Lichtverhältnisse haben. Als Bereicherung für Grassau bezeichnete Mehdi Akbari (UGL) die Einrichtung des Kunstateliers.

Ausstellung über die Körting-Werke

Viele Gedanken, wie die neuen Räume belebt werden können, hatte sich der Kunstkreis bereits gemacht und eine Projektliste zusammengestellt. Für den Herbst war zum einen die Einrichtung des Ateliers geplant und die Einführung einer regelmäßigen Malstunde. Corona-bedingt, muss dies verschoben werden, ebenso die geplante Eröffnungsausstellung, die im Frühjahr nachgeholt werden soll. Dann ist auch ein „Tag der offenen Tür“ geplant. Vorgeschlagen wurde zudem eine Ausstellung, die sich mit der Geschichte des Gewerbeparks und der Körting-Werke auseinandersetzt. Der Kunstkreis bot seine Mitarbeit bei der Gestaltung der Ausstellung an.

Einstimmig votierte der Rat für die Überlassung der beiden Räume im ehemaligen Katek-Gebäude an den Kunstkreis.

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