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Aus dem Gemeinderat

Grassau: Kanal kann Hochwasser nicht fassen

Bei Starkregen drohen eine überflutete Straße und nasse Keller. Die Sickerschächte bringen nicht die nötige Leistung.
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Bei Starkregen drohen eine überflutete Straße und nasse Keller. Die Sickerschächte bringen nicht die nötige Leistung.
  • VonTamara Eder
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Nach den Hochwassereignissen der letzten Jahre zeigten sich Probleme in der Geigelsteinstraße. Teils stürzte fontänenartig das Wasser aus den Gullys und einige Keller liefen voll. Die Gründe hierfür wurden in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung vorgestellt. Über die Maßnahmen muss nochmals beraten werden ein Beschluss fiel aktuell nicht.

Grassau – Die Anlagen der Oberflächenentwässerung in der Geigelsteinstraße wurden von einem Ingenieurbüro inspiziert, so Bürgermeister Stefan Kattari (SPD). Dabei habe sich gezeigt, dass die drei Sickerschächte gereinigt werden müssen.

Schächte bringen nicht die erwünschte Leistung

Nach Sickerversuchen sei festgestellt worden, dass alle drei Schächte nicht die erhoffte Leistung erbringen. Einer der Schächte arbeite sogar nur zu einem Drittel.

Durch eine Sickerbohrung in den Sickerschächten könnten die sickerfähigen Flächen deutlich erhöht werden. Mit dieser Maßnahme sei nur ein kleiner Eingriff in die Straßenoberfläche nötig. Das Büro bezifferte die Kosten hierfür auf 44 000 Euro. Zudem könnten auch Sickerrigolen, also unterirdische Pufferspeicher, die mit Kies gefüllt werden, eingebracht werden. Für diese erweiterte Maßnahme, die dann rund 55 000 Euro kosten würde, sei aber ein größerer Eingriff in den Straßenraum notwendig.

Sickerschächte und Rigolen bei der neuen Turnhalle nicht genehmigt

Daniela Ludwig (CSU) erinnerte, dass Sickerschächte und Rigolen beim Bau der neuen Turnhalle nicht genehmigt worden seien. Sie zeigte sich verwundert, dass der Geologe hier diese Lösung vorschlug. Zudem bemängelte sie, dass die Hofeinfahrten zu den Sickerflächen hinzugerechnet wurden. Die Oberflächenentwässerung müsse jedoch auf den eigenen, privaten Grundstücken erfolgen.

„Miniuntersuchung reicht nicht!“

Auch könne sie sich nicht vorstellen, dass allein das Oberflächenwasser zur Überflutung der Geigelsteinstraße geführt habe. Sie bezweifelte, dass diese, wie sie sagte „Miniuntersuchung“ reiche, um das Problem auf Dauer zu lösen. Sie riet, die Beratung zurückzustellen und mit dem Büro nochmals zu reden.

Bürgermeister Kattari erwiderte, dass feststehe, dass einer der Sickerschächte weit unter seiner Leistung liege. Mehdi Akbari (UGL) meinte, man solle sich nicht allein auf die Geigelsteinstraße beschränken. Auch in den anderen Bergstraße sowie in der Haidstaudenstraße gebe es Probleme.

Überfüllung des Kanals verhindern

Als unzureichende Untersuchung sah Dr. Winfried Drost (UGL) das Ergebnis. Bei einer Überflutung des Kanals werde so starker Druck aufgebaut, dass es die Kanaldeckel hochdrücke und deshalb das Wasser fontänenartig herausspritze, erklärte er. Eine Überfüllung des Kanals müsse verhindert werden. Auf dieses Problem sei das untersuchende Büro nicht eingegangen.

Entwässerung auf Hofgrund einfordern

Laut Thomas Hofmann (AE) stellten die Schächte, die keine Leistung bringen, einen Defekt dar und müssten behoben werden. Zudem solle die Entwässerung der Hofeinfahrten auf dem eigenen Grund gefordert werden. Thomas Göls (CSU) wunderte sich, dass nur ein Drittel der Geigelsteinstraße untersucht wurde. Angeregt wurde eine Einzellösung. Wichtiger sei eine Gesamtlösung.

Erneut mit den Experten über Lösungen reden

Bis ausreichende Daten vorliegen, werde mindestens ein Jahr vergehen, meinte Kattari. Dann sei jedoch noch nichts geplant und nichts gebaut. Die Anwohner warteten jedoch jetzt auf eine Lösung, so der Rathauschef. Schnell müsse dem Missstand der Sickerschächte Abhilfe geleistet werden. Er verstehe, dass mit den Experten erneut über die Lösungsvorschläge gesprochen werden soll. Schließlich entschied der Rat, die Entscheidung zurückzustellen.

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