Grassau jetzt Mitglied der VHS Traunstein

Der Altbürgermeister von Traunstein, Fritz Stahl, stellte die Arbeit der Volkshochschule dem Marktgemeinderat vor.
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Der Altbürgermeister von Traunstein, Fritz Stahl, stellte die Arbeit der Volkshochschule dem Marktgemeinderat vor.

Grassau/Traunstein – Altbürgermeister Fritz Stahl aus Traunstein, zugleich Vorsitzender der Volkshochschule Traunstein, informierte den Marktgemeinderat über das Wirken der VHS im Gemeindegebiet.

Einstimmig entschied sich das Gremium für eine Mitgliedschaft im Verein der VHS Traunstein.

Laut Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) betreibt die VHS seit Jahrzehnten eine Außenstelle in Grassau mit einem interessanten Kurs- und Seminarangebot zur Erwachsenenbildung. Einen kurzen Einblick in das über hundertjährige Bestehen der Volkshochschulen gab Stahl und zeigte zudem die Bedeutung der Bildungseinrichtung auf.

Über 1000 Veranstaltungen organisiere die VHS Traunstein pro Jahr. Sie sei eingetragener Verein und gemeinnützige Firma. 20 Angestellte sind beschäftigt und 320 Dozenten gelistet. Kurse werden in 13 Gemeinden des Landkreises angeboten, wobei die Gemeinden die Unterrichtsräume kostenfrei zur Verfügung stellen. Schwerpunkte der VHS liegen im sprachlichen, gesellschaftlichen und Gesundheitsbereich, der beruflichen Bildung und EDV. Vor allem die Kurse „Deutsch als Fremdsprache“ werden sehr nachgefragt und dies hauptsächlich von EU-Bürgern. Aber auch die Alphabetisierung sei ein Thema für Menschen, die nie richtig Schreiben und Lesen gelernt haben.

Zudem bietet die VHS auch Kurse, um Schulabschlüsse nachzuholen. Es werde mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit zusammengearbeitet und die Qualifizierung und Betreuung von Arbeitssuchenden organisiert.

In 2019 wurden 30 Kurse in Grassau mit 225 Teilnehmern angeboten.

Wie Kattari informierte, ist die VHS mit ihren Kursen in den Räumlichkeiten des Schulcontainers untergebracht.

Nach der Schulsanierung könne man, so Kattari, der VHS voraussichtlich einen abschließbaren Trakt anbieten. Stahl betonte, dass die VHS trotz Corona auch weiterhin in den Schulen arbeiten dürfe.

Zur Mitgliedschaft erklärte Kattari, dass bislang immer der Bürgermeister persönliches Mitglied war. Seiner Ansicht nach sei es aber wichtig, um die Bedeutung der VHS hervorzuheben, dass die Kommune Mitglied im Verein sei.

Wie Stahl hinzufügte, gebe es bei der VHS Traunstein auch keine Mitgliedsgebühr und auch keine Fristen für Ein- und Austritt. Finanziert werde der Betrieb durch Fördermittel und Kursbeiträge. tb

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