Entscheidung im Bauausschuss

Grassau: Entertainment Center mit Bistro abgelehnt

Dieser Bereich wird derzeit komplett neu geplant. An der Einmündung Gänsbachstraße soll ein kleiner Dorfplatz entstehen. Ein Entertainment-Center in dem Geschäftshaus passt städtebaulich nicht.
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Dieser Bereich wird derzeit komplett neu geplant. An der Einmündung Gänsbachstraße soll ein kleiner Dorfplatz entstehen. Ein Entertainment-Center in dem Geschäftshaus passt städtebaulich nicht.
  • vonTamara Eder
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Im Gebäude der Bahnhofstraße 98 gab es ein Trachtengeschäft, danach einen Raumausstatter und schließlich einen Schuhladen. Der Nutzungsänderung in eine Entertainmenthalle mit sechs Geldspielautomaten und angrenzendem Bistro lehnte der Bauausschuss mit einer Gegenstimme ab.

Grassau – Seit geraumer Zeit stehen die Ladenflächen des Gebäudes an der Ecke Gänsbachstraße leer, informierte Bürgermeister Stefan Kattari. Die Ladenflächen von rund 132 Quadratmetern soll laut Antrag künftig mit rund 77 Quadratmetern für Entertainment genutzt werden. Sechs Geldspielautomaten sowie ein Billardbereich sollen der Unterhaltung dienen.

Auch ein kleines Bistro mit rund 35 Quadratmetern ist geplant. Ob das Vorhaben zulässig sei, zeige der umgebende Bereich, so Katarri. Im Umkreis von 100 und 200 Quadratmetern Radius überwiegt die Wohnnutzung. Dennoch könnte eine Vergnügungsstätte zugelassen werden.

Fünf Stellplätze fehlen

Nach Stellplatzberechnung müssten 13 Parkplätze vorhanden sein. Im Antrag können jedoch nur acht nachgewiesen werden. „Ob wir eine Spielhalle zulassen, können wir entscheiden“, erklärte Kattari.

Kein Problem mit dem Antrag hatte Franz Pletschacher (BP), der meinte, dass mit Spielhalle und Bistro wieder einmal etwas zur Unterhaltung aufgemacht werden würde. Zudem würde der Spielbereich kontrolliert und so der Jugendschutz gewährleistet. Dr. Winfried Drost (UGL) verwies auf das derzeit zu entwickelnde Planungskonzept für den Gewerbepark, an dem dieses Gebäude angrenzt. Dieses Vorhaben würde den Zielvorstellungen widersprechen.

Bedenken bei Bistro wegen Sperrzeit

Thomas Hofmann (AE) erklärte, dass ein Bistro in der Gemeinde gut wäre, er aber Bedenken mit der Sperrzeit habe. Laut Antrag gebe es nur eine fixe Sperrzeit von sechs Stunden, also zwischen drei und neun Uhr und dies sieben Tage die Woche. Er bezweifelte, dass sich das mit der angrenzenden Wohnbebauung in Einklang bringen lässt.

Ähnliche Befürchtungen äußerte auch Hans Genghammer (FW). Theoretisch könnte das Bistro noch länger öffnen. Er sprach zudem das Suchtproblem an. Mit einem Konzept wie hier, würden die Kinder, die keinen Zugang haben, besser geschützt. Klaus Noichl (CSU) erinnerte, dass in unmittelbarer Nähe der Neubau eines Kindergartens geplant sei. Katharina Schmuck (SPD) betonte, dass dieses Vorhaben städtebaulich falsch sei. Hierzu ergänzte der Rathauschef, dass an der Einmündung Gänsbachstraße eine Art Dorfplatz entstehen soll. „Dazu gehört auch eine Gastronomie, ein Entertainmentcenter passt nicht dazu“, betonte er.

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