Grassau: Einkaufsservice für die Risikogruppe - Familienstelle im Rathaus engagiert sich

Mit Hilfe der Aktion Einkaufsservice der Grassauer Familienstelle wird der Einkauf direkt vor die Haustüre geliefert. Dies ist nur ein mögliches Beispiel. Eder

Auch wenn das Rathaus derzeit für den öffentlichen Parteienverkehr geschlossen ist, so herrscht dennoch reges Leben im Haus. Die Familienstelle bietet eine Plattform für einen Einkaufsservice für die Risikogruppe unter dem Motto „Hoit ma zamm“ an.

von Tamara Eder

Grassau – Renate Götze und Margarete Kastner, die beiden sehr engagierten Damen derFamilienstelle haben sich überlegt, wie Helfer und Risikogruppe „kontaktlos“ zusammengeführt werden können. Laut Auskunft von Renate Götze sollen besonders gefährdete Mitbürger vor einer Corona-Infektion geschützt werden. Auf der einen Seite gebe es viele Bürger, die helfen wollen, aber nicht wissen wie und auf der anderen Seite sind da die Menschen, die geschützt werden müssen.

Aus diesem Grund soll ein Einkaufsservice mit Freiwilligen aufgebaut werden. Die Grundidee, so teilte Renate Götze telefonisch mit, stamme von Josef Adersberger junior. Er habe den Anstoß gegeben und auch die Formulare gemeinsam mit Thomas Hoffmann und Christian Kern entworfen. Per Videokonferenz mit der Familienstelle, dem Geschäftsleiter Peter Enzmann und Bürgermeister Rudi Jantke habe man sich ausgetauscht und nach Lösungen einer „kontaktlosen“ Hilfe gesucht.

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Helfer wie auch Hilfesuchende müssen sich vorab einer Gesundheitsabfrage stellen und einige Fragen beantworten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Risiken einer Ansteckung nicht vorhanden sind. Sind die helfenden Personen registriert, erhalten diese für die Hilfsmaßnahme eine Bescheinigung vom Rathaus, sind Teil des Projekts. Bei einer Kontrolle kann sich der Helfer ausweisen. Natürlich gilt diese Bescheinigung und Umgehung der Ausgangsbeschränkung nur für diese Tätigkeit.

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Und so funktioniert das System: Der Hilfesuchende gibt seine Einkaufsliste telefonisch bei der Familienstelle ab. Diese übermittelt die Liste den teilnehmenden Geschäften. Dort wird der Einkauf dann zusammengestellt und eine Rechnung beigelegt. Der Helfer wird von der Familienstelle verständigt und kann das Einkaufspacket am vereinbarten Platz abholen. Nun teilt der Helfer dem Hilfesuchenden telefonisch mit, wann das Packet vor der Haustüre abgelegt wird. Der Helfer klingelt und geht wieder. Die Bezahlung des Einkaufs erfolgt per Überweisung auf das angegebene Konto.

Versorgung sichergestellt

Die Versorgung der Risikoperson ist damit sichergestellt. Ein persönlicher Kontakt und damit eine mögliche Ansteckung entsteht bei diesem System nicht. Renate Götze ist begeistert:“ Kurz nach der Meldung auf der Homepage haben sich bereits sechs Helfer und zwei Anfrager nach Hilfe gemeldet“. Natürlich werden noch mehr gebraucht.

Wer mithelfen möchte, kann sich online https://bit.ly/grassau-helfer oder direkt bei der Familienstelle unter Telefon 0 86 41/40 08 43 registrieren lassen. Auch wer Hilfe sucht, soll sich melden. Die Familienstelle ist werktags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.

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