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Grassau bleibt ein Luftkurort

In Grassau kann man noch gesunde Luft "tanken". Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus dem neuen Gutachten des Deutschen Wetterdienstes. Auch weiterhin darf sich der Markt Grassau "Luftkurort" nennen.

Grassau - Laut Gutachten sorgt die abwechslungsreiche und sehr vielschichtige Landschaft in Grassau und Umgebung mit Höhenunterschieden von bis zu 1000 Metern, dem Wechsel von Tälern, Hängen und Bergen, offenem Gelände, ausgedehnten Wäldern und Almen sowie dem nahen Chiemsee für eine große Klimavielfalt. Die einzelnen Elemente seien wohl dosiert therapeutisch gut einsetzbar.

Positiv bewertet der Wetterdienst in diesem Zusammenhang auch das seit 2008 von der Gemeinde betriebene "Genial-Vital-Programm" mit vielen gut beschilderten und ausgebauten Wanderwegen. Er lobt die insgesamt 60 Kilometer langen Wander- und die ebenfalls 60 Kilometer ausgeschilderten Radwege.

Für das "Bioklima" ebenfalls hervorzuheben sei, so der Prüfbericht, der Ausbau des Reifinger Sees mit großzügigen Erholungs- und Pflanzflächen. Auch der geplante Golfplatz werde sich günstig auswirken. Das Gutachten stellt fest, dass die bioklimatischen Anforderungen an das Prädikat "Luftkurort" weiter gegeben seien. Die nächste Überprüfung des Bioklimas werde erst in zehn Jahren wieder anstehen.

Bereits in fünf Jahren wird aber die Luftqualität erneut untersucht. Die jüngsten Messungen brachten positive Ergebnisse. So hat sich laut Gutachten die lufthygienische Situation in Grassau teilweise leicht verbessert. Der Wetterdienst geht davon aus, dass die Werte in den nächsten Jahren noch einmal besser werden. Kriterien für die Untersuchung waren der "Hausbrand" (Heizungen im Wohnbereich), der Verkehr und das Gewerbe.

Der Wetterdienst lobte die Gemeinde für den Aufbau einer umweltfreundlichen, kommunalen Wärmeversorgung mit Biomasse. In einem ersten Abschnitt seien rund 150 Ölfeuerungsanlagen ersetzt worden. Mit dem weiteren Ausbau werden sich die hausbrandbedingten Emissionen nach Einschätzung des Gutachters nachhaltig verbessern.

Hingegen als "relativ hoch" bewertete der Wetterdienst die Verkehrsbelastung der Bundesstraße. Wohl sieht er die Bestrebungen der Gemeinde, diese Belastung zu reduzieren, geschehen durch den Ausbau der "Schwaiger-Ecke" mittels eines Kreisverkehrs sowie die neue Verkehrslenkung des Autobahnverkehrs durch Umbeschilderung an den Autobahnausfahrten. Dennoch sei die Belastung groß. Erfreulich sei, dass der Schwerlastverkehr mit im Durchschnitt 3,3 Prozent verhältnismäßig gering sei.

Festgestellt wurde darüber hinaus, dass in Grassau vorwiegend umweltfreundliche Produktionsbetriebe existieren, die die Luftqualität nicht beeinträchtigen.

Nach Berücksichtigung der vorliegenden lufthygienischen Bewertung, der Ergebnisse der Ortsbesichtigung und der Resultate des Deutschen Wetterdienstes sind die lufthygienischen Voraussetzungen für das Prädikat Luftkurort weiterhin erfüllt. Die Situation habe sich, so der Tenor, sogar noch verbessert.

Die nächste Messung der Luftqualität erfolgt 2012/2013. Mit den Ergebnissen ist dann 2014 zu rechnen. tb

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