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AUS DEM GEMEINDERAT

Bauausschuss Grassau bespricht Bauleitverfahren und Bauanträge – Mehrfamilienhäuser genehmigt

Im hinteren Bereich des Rottauer Pfarrheims wird ein Veranstaltungssaal angebaut. Zudem wird hier auch ein Mehrfamilienhaus entstehen.
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Im hinteren Bereich des Rottauer Pfarrheims wird ein Veranstaltungssaal angebaut. Zudem wird hier auch ein Mehrfamilienhaus entstehen.
  • VonTamara Eder
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Eine Fülle von Bauleitplanungen hatte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung zu bewältigen. Diskutiert wurde unter anderem über die Änderung des Bebauungsplanes Rottau, der für den Anbau eines Musikproben- und Veranstaltungsraum notwendig ist.

Grassau – Einstimmig angenommen wurde die Änderung des Bebauungsplans „Grassau-Mietenkam“ für zwei Grundstücke an der Steinwinkelstraße. Hier werden zwei neue Häuser, darunter eines mit vier Wohneinheiten und das zweite mit zwei Wohneinheiten geschaffen. Für diese Änderung wurde das Verfahren nun mit dem Aufstellungsbeschluss eingeleitet. Mit dem Satzungsbeschluss abgeschlossen wurde zudem die Änderung des Bebauungsplanes „Grassau-Reifing, westlich des Gänsbaches.

Auch hier wird ein Mehrfamilienhaus entstehen. Anstelle von zwei Wohnhäusern soll nun im Bereich der Friedenrathstraße nur ein Doppelhaus mit einer Länge von rund 17 Metern entstehen. Nicht akzeptiert hat der Ausschuss die angestrebte seitliche Wandhöhe von 6,30 Metern. Der Umgehungsbebauung folgend, plädierte er einstimmig für eine Wandhöhe von sechs Metern.

Baurecht für die Kirche

Anstelle eines Baurechts wurde im Bereich des Bebauungsplanes „Rottau“, am Mühlwinkl, zwei Baurechte für den Bau von zwei Gebäuden mit jeweils zwei Wohneinheiten beantragt. Auch hier hielt das Gremium die seitliche Wandhöhe von 6,50 Meter für zu hoch, zumal das Gelände abfallend ist. Das Gremium genehmigte die Änderung des Bebauungsplanes, wobei die seitliche Wandhöhe auf sechs Meter pro Haus reduziert werden muss.

Diskussionen gab es hinsichtlich der Planänderung zum Anbau eines Musikproben- und Veranstaltungsraumes sowie der Schaffung eines zusätzlichen Baurechts. Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) informierte, dass durch den Anbau an das Pfarrheim ein barrierefreier Veranstaltungsraum, der auch als Musikprobenraum genützt werden kann, geschaffen werden soll. Der Markt Grassau würde den Raum schaffen, der dann ins Eigentum der Kirche wechsle. Für das Recht, hier auf kirchlichem Grund einen Veranstaltungsraum zu schaffen, soll ein weiteres Baurecht für die Kirche geschaffen werden. Im hinteren Bereich des Grundstücks wird deshalb ein Mehrfamilienhaus geplant.

Nicht nur als Musikprobenraum

Zum Antrag nahm der Rottauer Konrad Huber Stellung und sieht den neuen Veranstaltungssaal als unnötig, da es in Rottau drei Gaststätten mit entsprechenden Räumen gebe. Auch meinte er, dass ein Musikprobenraum in den Räumen im frei werdenden Feuerwehrhaus untergebracht werden könne. Probleme sah er zudem mit der umgebenden Bebauung. Hierzu meinte Kattari, dass der Anbau nicht nur als Musikprobenraum genützt werde.

Zudem gebe es in Rottau auch keine andere Möglichkeit barrierefrei unter anderem Wahlen durchzuführen. Zur Nachbarschaft informierte Kattari, dass dies immissionsschutzrechtlich vom Landratsamt geprüft werde. Die Nutzung des Veranstaltungssaals werde auf 30 Jahre festgelegt, fügte er hinzu. Einstimmig erfolgte der Auslegungsbeschluss für den Saalanbau sowie für das zusätzliche Baurecht.

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Behandelt wurden auch drei Bauanträge zum Bau von Mehrfamilienhäusern im neuen Baugebiet Kaiserblickstraße, Einmündung Gänsbachstraße. Alle drei Gebäude, beantragt von dem gleichen Bauträger, sind mit 17 auf acht Metern, gleich groß und werden mit acht Appartements unterschiedlicher Größe geplant. Eine Abschöpfung, sei es für den Einheimischen-Bedarf oder eine Mietpreisbindung, sei laut Kattari nicht möglich. Auch eine Begrenzung der Wohneinheiten gehe nicht, da die Gemeinde in diesem Baugebiet bereits Grundflächen abgeschöpft habe. Den Bauanträgen wurden einhellig zugestimmt.

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