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GEMEINDERAT GRABENSTÄTT

Grabenstätt: Zuschüsse für Jugendarbeit aufgestockt

Die Kinder- und Jugendgarde des TSV Grabenstätt/Chiemsee bei ihrem letzten Auftritt vor dem ersten Corona-Lockdown im Jahr 2020. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine zusätzliche finanzielle Unterstützung der Jugendarbeit in den Vereinen.
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Die Kinder- und Jugendgarde des TSV Grabenstätt/Chiemsee bei ihrem letzten Auftritt vor dem ersten Corona-Lockdown im Jahr 2020. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine zusätzliche finanzielle Unterstützung der Jugendarbeit in den Vereinen.
  • VonMarkus Müller
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Der Grabenstätter Gemeinderat hat einen CSU-Antrag auf Sonderzuschuss mehrheitlich abgelehnt. Geschlossen votierten die Mitglieder aber für eine einmalige Aufstockung der gemeindlichen Jugendpflegemittel.

Grabenstätt – Vereine und Institutionen in der Gemeinde Grabenstätt, die Corona bedingt ihre Jugendarbeit derzeit nicht betreiben können, sollen finanzielle Hilfe bekommen. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Saal der Schlossökonomie beschlossen. Zudem stimmte das Gremium für eine einmalige Aufstockung der gemeindlichen Jugendpflegemittel.

Mit zehn zu sechs Stimmen hatte der Gemeinderat zuvor einen schriftlichen Antrag der sechs CSU-Räte Waltraud Hübner, Josef Fleischmann, Christl Stefanutti, Florian Wimmer, Marilena Pfeilstetter und dritten Bürgermeister Alois Binder abgelehnt. Die CSU-Fraktion hatten angeregt, allen Vereinen als Wertschätzung ihrer Jugendarbeit und des besonderen Aufwands im Zuge der Corona-Pandemie jeweils einen einmaligen gemeindlichen Zuschuss in Höhe von 500 Euro zu gewähren.

Allein bei einer pauschalen Gewährung von jeweils 500 Euro für die besagten 16 Vereine hätte sich der Gesamtzuschuss auf 8000 Euro belaufen. „Das ist mir ein bisschen zu pauschal, denn manche Vereine haben 300 Jugendliche und manche nur zehn oder noch weniger und dann gibt es ja teilweise noch unterschiedliche Abteilungen“, stellte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe/FW) vor der Abstimmung klar.

Mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen

Mit Blick auf die Gemeindefinanzen meinte er, dass Grabenstätt, wie andere Kommunen auch, mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen habe. „Wir haben Einbußen und müssen schauen, dass wir mit unserem Haushalt zurechtkommen“, so Wirnshofer.

Eine generelle Verdopplung der Jugendpflegemittel und eine Änderung des bereits fertiggestellten Haushalts, dessen Beratung bald im Gremium ansteht, lehnte er ab. Die zusätzlichen Ausgaben müssen deshalb im Nachtragshaushalt 2021 untergebracht werden.

Nicht Gießkannenprinzip anwenden

Vor der Beschlussfassung meinte Franz Kreiler (Bürgergruppe), dass es nicht sinnvoll sei nach dem Gießkannenprinzip allen Vereinen einen pauschalen Betrag für die Jugendarbeit zu geben, da dann womöglich jene zu kurz kämen, die das Geld am dringendsten benötigen würden.

„Wer mehr Kinder und Jugendliche hat, kriegt auch mehr Geld“, schlug Robert Muggenhamer (Bürgergruppe) in dieselbe Kerbe. Kreiler regte zudem an, die Vereine einmal direkt anzusprechen und zu fragen, wie es ihnen derzeit finanziell ergehe. „Wir beim Burschenverein brauchen zum Beispiel kein Geld“, meinte Bernhard Hennes (Bürgergruppe). Josef Fleischmann (CSU) erinnerte daran, dass die Vereine mit Ausnahme der Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse (unter anderem Vereinszuschuss der Gemeinde) derzeit „keine Einnahmen haben, aber trotzdem ihre laufenden Kosten decken müssen“. „Unser Musikverein hat sich für den Einzelunterricht große Plexiglasscheiben gekauft und einige tausend Euro Ausgaben gehabt, da bleibt natürlich trotz Zuschüssen was hängen“, so Waltraud Hübner (CSU).

Den Vereinen Perspektiven geben

Mit der gemeindlichen Honorierung sollten die Vereine dazu motiviert werden, die Jugendarbeit, sobald es die Corona-Krise zulässt, wieder aufzunehmen. Es gehe auch darum, „den Vereinen wieder eine Perspektive zu geben“, so Monika Linner (Bürgergruppe).

Geld, das für Kinder und Jugendliche verwendet werde, sei „gut investiertes Geld“, gab Dr. Martin Brunnhuber (Bürgergruppe) zu bedenken. Er verwies auf die Gefahr, dass sich einige Eltern in der Corona-Krise die Mitgliedsbeiträge ihrer Kinder möglicherweise nicht mehr leisten könnten und diese sogar abmelden müssten, was verheerende Folgen hätte.

„Wenn nämlich das Vereinsleben nicht mehr funktioniert, passt das ganze Klima in der Gemeinde nicht mehr“, mahnte Brunnhuber an.

Zuschüsse aufgestockt

Neben der jährlich gewährten Jugendpflegemittel in Höhe von 10 000 bis 11 000 Euro (acht Euro pro betreutem Kind) gibt es zusätzlich einen Sockelbetrag von 100 Euro für jeden Verein – also insgesamt 1600 Euro. Die Empfänger: Musikverein Grabenstätt, Trachtenverein Grabenstätt, Feerwehren Erlstätt und Grabenstätt, TSV Grabenstätt, SV Erlstätt, Wasserwacht Grabenstätt-Tüttensee, ZSG Grabenstätt, SG Erlstätt, Jugend Theater Musik und Kunst AG, Theaterverein Grabenstätt, Gartenbauverein Grabenstätt, Fischereiverein Unterhochstätt, Musikgruppe De Colores (Pfarramt) sowie die Erlstätter und Grabenstätter Ministranten (Pfarrämter Erlstätt und Grabenstätt).

Hinzu kommen 5000 Euro, die gemäß der Anzahl der betreuten Kinder und Jugendlichen in den Vereinen verteilt werden sollen.

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